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    State Street Corporation hat eine umfassende Krypto-Plattform vorgestellt, die tokenisierte Einlagen, Stablecoins und Fonds vereint.

    State Street lanciert Krypto-Plattform für institutionelle Anleger

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    von Redaktion cvj.ch am 16. Januar 2026 News

    State Street Corporation hat eine umfassende Krypto-Plattform vorgestellt. Der Vermögensverwalter mit 51.7 Billionen Dollar an verwahrten und verwalteten Vermögenswerten (AUCA) bietet künftig tokenisierte Einlagen, Stablecoins und krypto-basierte Fonds für institutionelle Kunden an.

    Die neue State Street Krypto-Plattform umfasst Wallet-Management, Verwahrungsdienste und Cash-Funktionen. Sie unterstützt sowohl private als auch öffentliche Blockchain-Netzwerke. Das Bostoner Finanzhaus bewegt sich damit von reinen Back-Office-Dienstleistungen hin zur aktiven Produktentwicklung im Krypto-Bereich.

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    Technologische Grundlage und Partnerschaften

    State Street setzt auf die Infrastruktur des Schweizer Unternehmens Taurus SA. Die beiden Unternehmen schlossen die Partnerschaft bereits im August 2024. Dabei kommen drei Kernprodukte zum Einsatz: Taurus-PROTECT für die Verwahrung digitaler Vermögenswerte, Taurus-CAPITAL für die Tokenisierung und Taurus-EXPLORER für die Blockchain-Konnektivität.

    Im Dezember 2025 kündigte State Street zudem eine Kooperation mit Galaxy Digital an. Gemeinsam entwickeln die Unternehmen den State Street Galaxy Onchain Liquidity Sweep Fund (SWEEP). Ondo Finance plant eine Startinvestition von rund 200 Millionen Dollar. Der Fonds soll Anfang 2026 zunächst auf der Solana-Blockchain starten. Später folgen Integrationen mit Stellar und Ethereum über Chainlink.

    Die Plattform integriert sich nahtlos in bestehende Systeme. State Street bietet bereits Administration und Buchhaltung für Krypto-ETFs und andere digitale Produkte an. Denn die neue Infrastruktur erweitert dieses Angebot erheblich.

    Strategische Neuausrichtung im Krypto-Markt

    State Street verfolgt einen anderen Ansatz als Konkurrenten wie BlackRock oder Fidelity. Diese lancierten Spot-Bitcoin- und Ethereum-ETFs mit direktem Krypto-Besitz. State Street konzentriert sich hingegen auf aktiv verwaltete ETFs mit indirektem Krypto-Engagement. Zudem liegt der Fokus auf Tokenisierung traditioneller Vermögenswerte.

    Die unmittelbaren Marktauswirkungen dürften jedoch begrenzt sein. Und dennoch signalisiert der Schritt eine bedeutende Verschiebung bei traditionellen Finanzinstituten. 40 Prozent der institutionellen Anleger verfügen mittlerweile über dedizierte Digital-Asset-Teams. Fast 60 Prozent planen eine Erhöhung ihrer Krypto-Allokationen im kommenden Jahr.

    Chief Product Officer Donna Milrod betonte die strategische Dimension. Kunden würden ihre Betriebsmodelle um digitale Vermögenswerte herum neu strukturieren. Der Wandel sei nicht nur technisch, sondern fundamental strategisch.

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    Regulatorisches Umfeld als Katalysator

    Die Aufhebung von SAB 121 durch die SEC am 23. Januar 2025 ebnete den Weg für Banken im Krypto-Geschäft. Die ursprüngliche Richtlinie von 2022 verlangte hohe Kapitalrücklagen für die Verwahrung von Krypto-Assets. Dies machte das Geschäft für traditionelle Banken unattraktiv.

    Die neue Richtlinie SAB 122 erlaubt Instituten eine flexiblere Risikobewertung. State Street hatte die Änderung von SAB 121 öffentlich gefordert. Milrod erklärte bereits 2024: Sobald die US-Regulierung unterstütze, werde State Street auch digitale Verwahrungsdienste anbieten.

    Im Juli 2025 verabschiedete das US-Repräsentantenhaus den CLARITY Act und den GENIUS Act. Diese Gesetze schaffen einen klareren Regulierungsrahmen für digitale Vermögenswerte, auch wenn der letztere ins Stocken gerät. Die SEC richtete zudem unter Kommissarin Hester Peirce eine Krypto-Taskforce ein. Das regulatorische Klima in den USA hat sich damit grundlegend gewandelt.

    Wettbewerb unter Vermögensverwaltern intensiviert sich

    State Street ist nicht allein mit seinem Vorstoss. Bank of New York Mellon lancierte tokenisierte Einlagendienste. Fidelity, Franklin Resources und JPMorgan führten tokenisierte Geldmarktfonds ein. T. Rowe Price prüft ebenfalls Krypto-Fonds. Der Unterschied liegt im Umfang. State Street verwaltet mehr Vermögenswerte als jeder andere Konkurrent im Verwahrungsgeschäft. Die 51.7 Billionen Dollar an verwahrten Vermögenswerten und 5.4 Billionen Dollar an verwaltetem Vermögen verleihen der Plattform erhebliches Gewicht. Das Unternehmen beschäftigt rund 52'000 Mitarbeiter in über 100 Märkten weltweit.

    Eine Studie von State Street zeigt das institutionelle Interesse. Über die Hälfte der befragten Institutionen erwartet, dass 10 bis 24 Prozent ihrer Investments bis 2030 tokenisiert sein werden. Private Equity und private Anleihen gelten als erste Kandidaten für die Tokenisierung.

    Ausblick auf den institutionellen Krypto-Markt

    Der Einstieg von State Street markiert einen Wendepunkt für die institutionelle Krypto-Adoption. Traditionelle Finanzriesen behandeln digitale Vermögenswerte zunehmend als strategisches Kerngeschäft. Die Kombination aus verbesserter Regulierung und ausgereifter Infrastruktur beschleunigt diesen Trend.

    Die durchschnittliche Exposition institutioneller Anleger gegenüber digitalen Vermögenswerten soll sich innerhalb von drei Jahren verdoppeln. State Street positioniert sich mit der neuen Plattform an der Schnittstelle zwischen traditionellem Finanzwesen und Blockchain-Technologie. Der Fokus auf Tokenisierung statt direktem Krypto-Besitz könnte dabei als Blaupause für andere Grossbanken dienen.

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    Die Redaktion des Crypto Valley Journal berichtet seit 2018 aus Zug, dem Sitz des Schweizer Crypto Valley, über Bitcoin, Krypto, Blockchain und die regulatorische Entwicklung digitaler Vermögenswerte. Hinter der kollektiven Redaktionsstimme steht ein Team aus Autoren mit Hintergrund in Finanzmarkt, Recht und Technologie.

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