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    Sam Bankman-Fried hofft auf Trump-Begnadigung

    Sam Bankman-Fried hofft auf Trump-Begnadigung

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    von Redaktion cvj.ch am 7. November 2025 News

    Das Berufungsverfahren von Sam Bankman-Fried, dem Gründer der gescheiterten Kryptobörse FTX, stösst auf deutliche Zurückhaltung seitens des US-Appellationsgerichts. Gleichzeitig berichtet die Presse, dass Bankman-Fried oder sein Umfeld eine Begnadigung durch den Präsidenten Donald Trump ins Spiel gebracht haben.

    Vor einer Dreier-Richterbank beim 2. US-Berufungsgericht in Manhattan verteidigten Anwälte von Bankman-Fried seinen Antrag, das Urteil seiner 2023 ausgesprochenen Verurteilung und die Strafe von 25 Jahren Haft anzufechten. Die Richter äusserten Zweifel daran, dass Ausschlüsse von Beweisen im Prozess Bankman-Fried entscheidend benachteiligt hätten und führten wenig Anlass zur Aufhebung des Urteils an. Laut Reuters haben Unterstützer aus seinem Umfeld zudem versucht, eine Begnadigung durch Donald Trump zu mobilisieren, während das Gericht klarstellte, dass dies nicht Bestandteil der derzeitigen Verfahren sei.

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    Details der juristischen Überprüfung

    Das Berufungsgericht konzentrierte sich auf zwei zentrale Aspekte: Erstens, ob relevante Beweismittel unzulässig ausgeschlossen wurden, und zweitens, ob die verbleibenden Beweise zur Verurteilung ausgereicht haben. Eine Richterin wies darauf hin: „Wenn Sie nicht die Beweislage anfechten, gestehen Sie damit ein, dass sie ausreichend war.“ Die Regierung argumentiert, dass Bankman-Fried gemeinsam mit drei Zeugen, die als Kronzeugen aussagten, Einlagen von FTX-Kunden in seine Hedgefondsgruppe Alameda Research umgeleitet und die Gelder zur Absicherung eigener Verluste verwendet habe.

    Parallel berichtet Reuters, dass ein Teil von Bankman-Frieds Unterstützkreis bereits mit der Idee einer Pardon-Anfrage bei Donald Trump operierte. „Mitglieder aus Bankman-Frieds engstem Kreis haben sich bei US-Präsident Donald Trump für eine Begnadigung eingesetzt,” heisst es in dem Artikel. Trump selbst hat bislang keine öffentliche Aussage hierzu gemacht.

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    Branchenvertreter hoffen auf keine Begnadigung

    Sympathie erhält der ehemalige FTX-CEO kaum. Laut dem Leiter des Insolvenzverfahrens hatten Sam Bankman-Fried und sein Mitgründer Gary Wang die vollständige Kontrolle über die digitalen Assets der Hauptgeschäfte der FTX Gruppe. Der Zugang zu Private Keys und sensitiven Daten sei über ein "ungesichertes Gruppen-E-Mail-Konto" geregelt worden. Ausserdem sei Software zur Verschleierung des Missbrauchs von Kundengeldern genutzt worden, welche Transaktionen zwischen der Krypto-Börse FTX und dem Handelshaus Alameda Research vor Wirtschaftsprüfern verstecken konnte. Darüber hinaus wurde Alameda von einigen Aspekten des Autoliquidationsprotokolls der Börse ausgeschlossen.

    Weiter bestätigten Anwälte die Vermutung, dass die Geschäfte der eigentlich separaten Entitäten FTX und Alameda Research kaum voneinander getrennt wurden. Fast keine der 130 untergeordneten Firmen hielten Vorstandssitzungen, und die Governance-Struktur wurde primär von SBF gesteuert (inkl. die von Alameda Research). Dies wirft nicht zuletzt auch die Frage auf, ob die insgesamt 3.3 Mrd. USD in Alameda-Darlehen an Bankman-Fried aus der Tasche von FTX-Kunden finanziert wurde. Schliesslich sei die Anzahl der von Nutzern hinterlegten Kryptowährungen für einige der Tochterfirmen - inklusive der unter US-amerikanischem Recht regulierten "FTX US" Börse - in keinem Finanzbericht auffindbar.

    "Zu den Verfahrensmängeln bei der Mittelverwaltung gehörten das Fehlen einer genauen Liste der Bankkonten und der Kontobevollmächtigten sowie die unzureichende Beachtung der Kreditwürdigkeit von Bankpartnern in aller Welt. [...] Ich habe erhebliche Bedenken hinsichtlich der in diesen geprüften Jahresabschlüssen enthaltenen Informationen, insbesondere in Bezug auf das Dotcom-Silo. Ich halte es nicht für angemessen, dass sich die Beteiligten oder das Gericht auf die geprüften Jahresabschlüsse als zuverlässigen Hinweis auf die finanziellen Verhältnisse dieser Silos verlassen." - John J. Ray, neuer FTX-CEO und Leiter des Insolvenzverfahrens in Delaware

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    Die Redaktion des Crypto Valley Journal berichtet seit 2018 aus Zug, dem Sitz des Schweizer Crypto Valley, über Bitcoin, Krypto, Blockchain und die regulatorische Entwicklung digitaler Vermögenswerte. Hinter der kollektiven Redaktionsstimme steht ein Team aus Autoren mit Hintergrund in Finanzmarkt, Recht und Technologie.

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