Close Menu
Crypto Valley Journal
    Facebook X (Twitter) Instagram
    Crypto Valley Journal
    • Aktuell
      • News
      • Köpfe
    • Fokus
      • Hintergrund
      • Blockchain
      • Legal/Compliance
      • Nicht-Fungible Token (NFTs)
    • Invest
      • Märkte
      • Finanzprodukte
      • Dezentrale Finanzen (DeFi)
      • Börsenübersicht
    • Wissen
      • Basiswissen
      • Glossar
      • Politiker zu Krypto
    • Statistiken
      • Bitcoin-ETF-Flows
      • Ethereum-ETF-Flows
      • Krypto-Marktdaten
      • On-Chain-Daten
    • Akademie
      • Übersicht
      • Teil 1: Blockchain
      • Teil 2: Geld
      • Teil 3: Bitcoin
      • Teil 4: Kryptowährungen
      • Teil 5: Dezentrale Finanzen
      • Teil 6: Investieren
    • Deutsch
      • English
    Crypto Valley Journal
    Sie sind hier:Home » Aktuell » News » Ledger erleidet erneutes Datenleck über Zahlungsdienstleister Global-e
    Der führende Hardware-Wallet-Hersteller Ledger wurde über den Drittanbieter Global-e von einem weiteren Datenleck betroffen.

    Ledger erleidet erneutes Datenleck über Zahlungsdienstleister Global-e

    0
    von Redaktion cvj.ch am 5. Januar 2026 News

    Der Hardware-Wallet-Hersteller Ledger wurde von einem weiteren Datenleck betroffen. Der Vorfall ereignete sich über den Drittanbieter Global-e, einen Zahlungsdienstleister des Unternehmens. Blockchain-Analyst ZachXBT machte die Sicherheitsverletzung öffentlich und warnte Nutzer vor einer erhöhten Phishing-Gefahr.

    Global-e bestätigte den unbefugten Zugriff auf personenbezogene Daten von Ledger-Kunden, darunter Namen und Kontaktinformationen. Die genaue Anzahl der betroffenen Nutzer gab das Unternehmen jedoch nicht bekannt. Ledger betonte in einer ersten Stellungnahme, dass die eigene Infrastruktur nicht kompromittiert wurde. Die Sicherheitslücke betraf ausschliesslich die Cloud-Systeme von Global-e. Recovery-Phrasen, Private Keys, Wallet-Guthaben oder Zahlungsinformationen seien nicht betroffen, da Global-e keinen Zugang zu diesen sensiblen Daten habe.

    Abonnieren Sie unseren Newsletter

    Die besten Artikel der Woche direkt in ihre Mailbox geliefert.

    Drittanbieter-Risiko im Fokus der Sicherheitsdebatte

    Der Vorfall verdeutlicht die Verwundbarkeit von Hardware-Wallet-Anbietern durch externe Dienstleister. Global-e entdeckte die ungewöhnliche Aktivität in seinem Netzwerk und leitete unmittelbar Gegenmassnahmen ein. Das Unternehmen engagierte forensische Experten, um den Umfang der Sicherheitsverletzung zu untersuchen. Die Analyse bestätigte dabei, dass Angreifer auf personenbezogene Daten zugegriffen hatten.

    Ledger nutzt Global-e als E-Commerce-Partner für die Abwicklung internationaler Zahlungen. Dieser Ansatz ermöglicht es dem Hardware-Wallet-Hersteller, Kunden in verschiedenen Regionen zu bedienen, schafft allerdings Abhängigkeiten. Die Auslagerung von Zahlungsprozessen an spezialisierte Dienstleister ist in der Branche üblich. Dabei entsteht jedoch eine erweiterte Angriffsfläche, da Kundendaten bei mehreren Unternehmen gespeichert werden.

    Die kompromittierten Informationen – Namen und Kontaktdaten – erscheinen auf den ersten Blick weniger kritisch als Wallet-Zugangsdaten. Sicherheitsexperten warnen dennoch vor den Folgen. Die Daten ermöglichen gezielte Phishing-Kampagnen, bei denen Angreifer sich als Ledger-Mitarbeiter ausgeben und Nutzer zur Preisgabe ihrer Recovery-Phrasen verleiten könnten.

    Eskalierendes Phishing-Risiko nach Datenlecks

    Die exponierten Daten bieten Cyberkriminellen eine Grundlage für ausgefeilte Social-Engineering-Angriffe. Betroffene Nutzer müssen dabei mit einer Zunahme betrügerischer E-Mails rechnen. Diese sind professionell gestaltet und wirken legitim. Angreifer nutzen hierbei die Tatsache, dass echte Kundendaten vorliegen, um Vertrauen zu schaffen.

    Ledger warnte bereits nach früheren Vorfällen, dass das Unternehmen niemals nach Recovery-Phrasen, Passwörtern oder Verifizierungscodes fragt. Diese Grundregel bleibt zentral für den Schutz digitaler Assets. Nutzer sollten jegliche Kommunikation, die zur Eingabe sensibler Daten auffordert, als betrügerisch einstufen – unabhängig davon, wie authentisch sie erscheint.

    Sicherheitsforscher empfehlen betroffenen Nutzern, erhöhte Wachsamkeit zu wahren. Dazu gehört, verdächtige E-Mails zu ignorieren, keine Links aus unverifizierten Quellen anzuklicken und grundsätzlich keine QR-Codes zu scannen, die zur Eingabe von Recovery-Phrasen auffordern. Zusätzlich sollten Nutzer Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren, wo immer möglich.

    Ray Dalio rät zu 10 bis 15% Gold und einem kleinen Bitcoin-Anteil, weil er in rund drei Jahren eine US-Schuldenkrise erwartet. Köpfe

    Starinvestor Ray Dalio stuft Bitcoin als Gold unterlegen ein

    Bitcoin notiert 2026 bei rund 84'000 USD, US-Spot-ETFs halten rund 102 bis 104 Mrd. USD und kotierte Unternehmen 1.27 bis 1.29 Mio. BTC. Hintergrund

    Bitcoin 2026: Was die Zahlen tatsächlich zeigen

    Finanzprodukte

    Memecoins auf Robinhood Chain verzerren Aktien-Kurse

    Basiswissen

    Unit Bias im Krypto-Markt: Warum günstige Coins Anleger täuschen

    Ray Dalio rät zu 10 bis 15% Gold und einem kleinen Bitcoin-Anteil, weil er in rund drei Jahren eine US-Schuldenkrise erwartet. Köpfe

    Starinvestor Ray Dalio stuft Bitcoin als Gold unterlegen ein

    Bitcoin notiert 2026 bei rund 84'000 USD, US-Spot-ETFs halten rund 102 bis 104 Mrd. USD und kotierte Unternehmen 1.27 bis 1.29 Mio. BTC. Hintergrund

    Bitcoin 2026: Was die Zahlen tatsächlich zeigen

    Historie wiederkehrender Sicherheitsvorfälle bei Ledger

    Der aktuelle Vorfall reiht sich in eine Serie von Datenlecks ein, die Ledger in den vergangenen Jahren betrafen. Im Juli 2020 ereignete sich die bislang schwerwiegendste Sicherheitsverletzung. Angreifer erlangten Zugriff auf die E-Commerce- und Marketing-Datenbank des Unternehmens und kompromittierten Informationen von etwa 1.1 Millionen E-Mail-Adressen sowie detaillierte Daten von 272'000 Kunden, darunter vollständige Namen, Telefonnummern und Wohnadressen.

    Die gestohlenen Daten wurden zunächst verkauft und im Dezember 2020 öffentlich in Hackerforen veröffentlicht. Dies löste eine Welle von Phishing-Kampagnen und Erpressungsversuchen aus. Ledger gab damals an, innerhalb von zwei Monaten 171 Phishing-Websites geschlossen zu haben. Die Folgen reichten jedoch weit über digitale Angriffe hinaus. Kriminelle nutzen exponierte Adressen von Krypto-Besitzern für physische Überfälle – sogenannte "Wrench Attacks". Im Januar 2025 entführten Täter Ledger-Mitgründer David Balland und seine Frau aus ihrem Zuhause in Frankreich. Die Angreifer forderten Lösegeld in Kryptowährungen und trennten Balland einen Finger ab. Die französische Polizei befreite das Paar nach mehrtägiger Geiselnahme. Der Vorfall verdeutlicht, dass Datenlecks bei Krypto-Unternehmen lebensbedrohliche Konsequenzen haben können.

    Im Dezember 2020 ereignete sich ein weiterer Vorfall über den E-Commerce-Dienstleister Shopify. Dort exportierten korrupte Mitarbeiter illegal Kundentransaktionsdaten im April und Juni 2020. Eine daraufhin eingereichte Sammelklage gegen Ledger und Shopify wurde im November 2021 von einem kalifornischen Gericht abgewiesen. Im Dezember 2023 kompromittierten Angreifer die Connect-Kit-JavaScript-Bibliothek von Ledger durch einen Supply-Chain-Angriff. Während eines kurzen Zeitfensters wurden knapp 500'000 US-Dollar von Nutzern gestohlen, die mit betroffenen dezentralen Anwendungen interagierten. Dieser Vorfall betraf erstmals nicht nur Kundendaten, sondern führte zu direkten finanziellen Verlusten.

    Vertrauensfrage und Branchenstandards

    Die wiederkehrenden Sicherheitsvorfälle werfen Fragen zur Resilienz von Hardware-Wallet-Anbietern auf. Ledger betont stets, dass die eigentlichen Hardware-Wallets und die darin gespeicherten Private Keys nicht kompromittiert wurden. Diese Trennung zwischen Produktsicherheit und Unternehmensdaten ist technisch korrekt, greift jedoch zu kurz.

    Die langfristigen Folgen von Datenlecks zeigen sich in anhaltenden Phishing-Kampagnen. Betroffene des 2020er-Lecks berichten auch Jahre später von betrügerischen Kontaktversuchen. Die Daten behalten ihren Wert für Kriminelle, solange die betroffenen Personen Kryptowährungen halten.

    Für die Branche stellt sich die Frage nach angemessenen Sicherheitsstandards für Drittanbieter. Hardware-Wallet-Hersteller müssen nicht nur ihre eigenen Systeme schützen, sondern auch sicherstellen, dass Partner vergleichbare Sicherheitsmassnahmen implementieren. Die Auslagerung von Zahlungsprozessen und Marketing-Services schafft Abhängigkeiten, die schwer zu kontrollieren sind. Ledger-Nutzer stehen vor der Entscheidung, ob sie dem Unternehmen weiterhin vertrauen. Die Hardware-Wallets selbst gelten weiterhin als sicher – sofern Nutzer ihre Recovery-Phrasen nicht preisgeben. Das grössere Risiko liegt in der exponierten Identität als Krypto-Besitzer, die Angreifer für gezielte Kampagnen nutzen können.

    Share. Facebook Twitter LinkedIn Email Telegram WhatsApp

    Über den Autor

    Redaktion cvj.ch
    Redaktion cvj.ch
    • Website
    • X (Twitter)
    • LinkedIn

    Die Redaktion des Crypto Valley Journal berichtet seit 2018 aus Zug, dem Sitz des Schweizer Crypto Valley, über Bitcoin, Krypto, Blockchain und die regulatorische Entwicklung digitaler Vermögenswerte. Hinter der kollektiven Redaktionsstimme steht ein Team aus Autoren mit Hintergrund in Finanzmarkt, Recht und Technologie.

    Verwandte Artikel

    CVJ Wochenrückblick

    Wochenrückblick: SEC startet Krypto-Offensive ohne Clarity Act

    Grosse Stablecoins ausserhalb des Bankensystems könnten laut SNB-Direktoriumsmitglied Tschudin die Wirkung der Geldpolitik schwächen.

    SNB sieht in Stablecoins eine Belastung für die Geldpolitik

    In der Reserve von Blockstreams Liquid Network fehlen nach dem Hack rund 600 BTC, zudem platzte ein 4-Mrd.-Deal aus Adam Backs Umfeld.

    Adam Backs Blockstream kämpft nach Liquid-Hack um 50 Mio. USD

    Comments are closed.

    CVJ Wochenrückblick
    3. Oktober 2026

    Wochenrückblick: SEC startet Krypto-Offensive ohne Clarity Act

    Die SEC will Investmentberatern und Fonds die Krypto-Verwahrung über Staats-Trust-Gesellschaften und eng begrenzt in Eigenregie erlauben.
    2. Oktober 2026

    SEC will Krypto-Verwahrung für Investmentberater regeln

    Grosse Stablecoins ausserhalb des Bankensystems könnten laut SNB-Direktoriumsmitglied Tschudin die Wirkung der Geldpolitik schwächen.
    1. Oktober 2026

    SNB sieht in Stablecoins eine Belastung für die Geldpolitik

    twitter bild button instagram bild button linkedin bild button youtube bild button

    Über Crypto Valley Journal
    Über Crypto Valley Journal

    Am Puls der Bewegung

    • Akademie
    • Kontakt
    • Werbung
    • Über uns
    • Partner
    • Impressum
    • Datenschutz
    • Disclaimer
    Suche
    © 2026 ThemeSphere. Designed by ThemeSphere.

    Type above and press Enter to search. Press Esc to cancel.