Krypto-Studie der Universität Cambridge verzeichnet 101 Millionen Kryptowährungsnutzer weltweit

Die Universität Cambridge hat ihre dritte Studie zur Nutzung von Kryptowährungen veröffentlicht. Die 71-seitige Studie mit dem Namen „Global Cryptocurrency Benchmarking Study“ untersucht das Wachstum der Industrie und wirft einen Blick auf die Aktivitäten in den verschiedenen Sektoren.

Die Studie wurde von der University of Cambridge und dem Centre for Alternative Finance durchgeführt.  Es wurden zwei Umfragen vom März und Mai 2020 genutzt, um eine Reihe von Kennzahlen in einem Bericht zusammenzustellen. Eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte dieser Studie:

Wachstum innerhalb des Ökosystems

Der Bericht geht zunächst auf die Beschäftigungszahlen des Krypto-Asset-Ökosystems ein und stellt fest, dass die Branche zwar Chancen bietet, aber seit 2017 ein Rückgang zu verzeichnen ist.

„Die Befragten aus allen Marktsegmenten berichteten von einem jährlichen Wachstum von 21% im Jahr 2019 gegenüber 57% im Jahr 2018“ – erläutern die Autoren des UC-Berichts.

Darüber hinaus wurde der Miningsektor am härtesten getroffen; sein aggregiertes Beschäftigungsniveau verzeichnete einen Rückgang um 37 Punkte. Den Daten zufolge verzeichneten die Befragten aus dem asiatisch-pazifischen Raum (APAC) im Jahr 2019 den höchsten Anteil an wachstumsstarken Unternehmen.

Hohes Wachstum ist vor allem bei jüngeren Firmen ersichtlich. Diese machen 49% des Anteils der Befragten aus. Einige wenige befragte Dienstleistungsanbieter gaben an, dass sie 2019 im Vergleich zu den Jahren zuvor einen Gewinnzuwachs verzeichnen konnten.

Branchenweit ging das Wachstum der Beschäftigung in Vollzeitäquivalenten zwischen 2017 und 2019 um 36 Prozent zurück, während die mittelgrossen Unternehmen eine Veränderung des Beschäftigungswachstums um 75 Prozent nach unten meldeten.

Beliebtheitsgrad und Mining

In der Studie wird auch das Krypto-Währungs Mining-Ökosystem diskutiert, und der Bericht hebt hervor, dass die Mining-Industire stetig einen „industriellen Massstab“ erreicht.

Der Benchmark-Bericht stellt fest, dass Bitcoin der am meisten giminte Coin ist. 89% der befragten Miners wenden zumindest einen Teil ihrer Arbeit dafür auf. Auf Bitcoin folgt Ethereum und anschliessend Bitcoin Cash. Auch sind regionale Unterschiede bezüglich bevorzugten Mining Aktivitäten ersichtlich.

Zum Beispiel scheint Ethereum unter lateinamerikanischen Minern besonders beliebt zu sein, während Bitcoin-Cash in APAC und Nordamerika populärer ist. Auch das Mining von Privacy Coins in westlichen Regionen weicht vom weltweiten Durchschnitt ab: 28% bzw. 19% der europäischen und nordamerikanischen Hascher geben an, dass sie Zcash minen. Ebenso viele nordamerikanische Miner sind auch im Monero Mining tätig.

Quelle: Global Cryptocurrency Benchmarking Study

Die „Digital Asset“ Landschaft und Krypto-Nutzerprofile

Was die wachsende Krypto-Asset-Landschaft betrifft, so ist Bitcoin nach wie vor die beliebteste Krypto-Währung und ist im Angebot von Verwahrungsdiensten, Zahlungsabwicklern, Börsen und Wallet Anbietern am meisten vertreten. Die Unterstützung ist im Laufe der Zeit leicht zurückgegangen. Von 98% der Dienstleistungsanbieter im Jahr 2017 auf 90% im Jahr 2020, sagen die UC-Autoren.

Quelle: Global Cryptocurrency Benchmarking Study

Ethereum ist der zweithäufigst genutzte Token, welcher auch weitgehend unterstützt wird, während Litecoin, Bitcoin Cash und Ripple bei mindestens 50% der Krypto-Dienstleister von 2020 verfügbar sind.

Darüber hinaus werden Zcash und Monero, die trotz einigen Delistings immer noch zunehmend verfügbar sind, von 24% bzw. 17% der Dienstanbieter unterstützt. Seit dem zweiten UC-Benchmark-Bericht haben die Krypto-Nutzer mit verifizierter Identität erheblich zugenommen.

Im Jahr 2018 schätzte die 2. Global Cryptocurrency Benchmarking Study die Zahl der identitätsgeprüften Nutzer weltweit auf etwa 35 Millionen. Unter Anwendung der gleichen Methodik ergibt eine Aktualisierung dieser Schätzung eine Gesamtzahl von bis zu 101 Millionen eindeutigen Krypto-Nutzern auf 191 Millionen Wallets. Dieser Anstieg der Nutzerzahl um 189% lässt sich sowohl durch einen Anstieg der Anzahl Wallets (die um 37% zunahm) als auch durch einen grösseren Anteil von Wallets erklären, die systematisch mit der Identität einer Person verknüpft sind. So ist auch die Schätzung der Mindest-Nutzerzahlen, die mit den Konten bei den einzelnen Dienstanbietern verbunden sind, höher.

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