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    Sie sind hier:Home»Fokus»Hintergrund»Bitcoin Cash Hard Fork – Es gibt nur Verlierer

    Bitcoin Cash Hard Fork – Es gibt nur Verlierer

    von Redaktion cvj.ch am 11. Dezember 2018 Hintergrund

    Rund um Bitcoin Cash ist ein Streit entbrannt. Bitcoin Cash existiert seit August 2017 und ist ein Fork von Bitcoin. Vor dem Hard Fork im November stellte Bitcoin Cash die viertgrösste Kryptowährung gemessen an der Marktkapitalisierung. Doch die Community um Bitcoin Cash hat sich in zwei Lager separiert, welchen unterschiedliche Vorstellungen bezüglich dem zukünftigen Protokoll vorschwebten. Die Auffassung wie es mit dem Bitcoin Cash Protokoll weitergehen soll lagen so weit auseinander, dass es am 15. November zum unausweichlichen «Hardfork»gekommen ist - also einer Aufsplittung der Blockchain in zwei separate Protokolle. Ab diesem Zeitpunkt hatte jeder BitcoinCash Eigentümer anstelle des alten BitcoinCash (BCH) Coins zwei neue Coins in seinem Wallet: Bitcoin CashABC (BCHABC) und Bitcoin Cash SV (BCHSV).

    Das BCHABC Projekt (ABC steht für «AdjustableBlocksize Cap») vertritt den Standpunkt, dass die Währung BCHABC ausser der Erhöhung der Block Grösse keine radikalen Änderungen erfahren sollte. Hinter dieser Community steht der bisher grösste Promoter von Bitcoin Cash Roger Ver, inklusive dem Co-founder von Bitmain Jihan Wu. Sie sind dem «konservativen Lager» zuzuordnen.

    Die BCHSV (SV steht für Satoshi’s Vision) Community wird vom umstrittenen Craig Wright angeführt, der von sich behauptet Satoshi Nakomoto zu sein. Ihre Vorstellung und aktuelle Implementation im Protokoll besteht vor allem in einer möglichst hohen Block Grösse welche neu mit 128MB gegenüber 32MB von BCHABC geführt wird. Auch wurden gewisse Änderungen bezüglich dem Einsatz von «smart contracts» im Protokoll vorgenommen. 

    Seit dem 15 November werden also zwei separate BCH Blockchainsgeführt und es wird mit allen Mitteln um Rechenpower (hash power) und Anwender gekämpft. Da mehrere Börsen die BCHABC Variante als Bitcoin Cash weiterführen wird von einem Sieg des BCHABC Lagers um Roger Ver gesprochen. Schlussendlich dürften aber beide Parteien viel verloren haben. So hat die Berichterstattung über die Auseinandersetzung für Verwirrung gesorgt und der Stabilität von Kryptowährungen allgemein nicht geholfen. Der addierte Wert der zwei neuen Bitcoin Cash Varianten ist aktuell noch gut halb so viel wert als die Marktkapitalisierung am Tag des Forks darstellte. Auch hat der Krieg um Miningpower die beiden Lager viel Geld gekostet. Eine dieser neuen Währungen wird wohl mittelfristig für immer in der Bedeutungslosigkeit verschwinden.

    Abschliessend muss in dieser Auseinandersetzung die Frage gestellt werden, ob vielleicht die Egos der Protagonisten der zwei Lager einen gewichtigeren Standpunkt als der technologische Fortschritt des Bitcoin Cash Protokolls einnahmen.

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    Über den Autor

    Redaktion cvj.ch

      Die CVJ Redaktion besteht aus einem Team von Blockchain Experten und informiert täglich und unabhängig über die spannendsten Neuigkeiten.

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