Der Ethereum-ETF von Grayscale hat erstmals Staking-Erträge an seine Anteilseigner ausgeschüttet, nachdem das Produkt innerhalb der letzten Monate passive Renditen angesammelt hatte.
Grayscales Ethereum-ETF, der Anlegern ein reguliertes Investment in ETH bietet, hat als erster ETH-Fonds mit der Auszahlung von Staking-Rewards begonnen. Die Ausschüttungen reflektieren die Erträge, die durch das On-Chain-Staking von Ethereum innerhalb des Fonds-Ökosystems erzielt wurden. Dieses neue Feature macht den ETF für viele Investoren attraktiver, da es Renditeelemente neben der reinen Preisentwicklung schafft.
Staking im Ethereum-ETF
Mit dem Wechsel von Ethereum zu einem Proof-of-Stake-Konsens Mechanismus wurde Staking zu einer zentralen Komponente des Netzwerks. Nutzer, die ETH für Staking bereitstellen, sichern das Netzwerk und erhalten dafür Rewards in Form zusätzlicher ETH. Grayscale nutzt diese Mechanik, indem der ETF entsprechend ETH-Bestände staked und die Erträge kumuliert. Die Auszahlung an Anteilinhaber erfolgt periodisch und basiert auf den tatsächlich erzielten Staking-Rewards abzüglich etwaiger Gebühren oder Kosten des Fonds-Managements. Für Anleger bedeutet dies eine regelmässige Ertragskomponente, die über die reine Kursentwicklung hinausgeht.
Die Integration von Staking-Rewards in ein reguliertes ETF-Produkt verändert die Wertproposition gegenüber klassischen Bitcoin- oder Ethereum-ETFs, die keine laufenden Erträge generieren. Für institutionelle Anleger, die Renditen über mehrere Quellen anstreben, ist dies ein wichtiger Fortschritt im Krypto-Produktangebot. Zudem erleichtert der ETF strukturierten Anlegern den Zugang zum Ethereum-Staking: Statt sich individuell um verwahrungstechnische Aspekte oder Validator-Betrieb zu kümmern, können sie über den ETF indirekt an den Erträgen partizipieren, ohne selbst direkt ETH staken zu müssen.
Marktreaktion und Kontext
Die Einführung von Staking-Rewards hebt Ethereum-ETFs thematisch weiter von Bitcoin-ETFs ab, da letzteres kein direktes Pendant besitzt. Längerfristig könnte dies auch die Nachfrage nach Ethereum-ETFs im Vergleich zu Non-Yield-Produkten steigern, da Investoren zunehmend Renditequellen kombinieren wollen.
Die erste Auszahlung der Staking-Rewards ist nur der Anfang. Sollte sich das Produkt am Markt bewähren, könnten weitere ETFs diesem Modell folgen oder zusätzliche Komponenten wie automatisiertes Reinvestieren der Rewards anbieten. Für Anleger bleibt wichtig, die Kostenstruktur und Steuerfragen in ihrem jeweiligen Rechtsgebiet zu beachten, da die Behandlung von Staking-Rewards variieren kann. Generell signalisiert dieser Schritt, dass regulierte Krypto-Investmentvehikel zunehmend Funktionen integrieren, die zuvor nur direkten On-Chain-Teilnehmern vorbehalten waren.








