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    Europäische Zentralbank will Pilotphase des digitalen Euro ab 2027 starten

    Europäische Zentralbank will Pilotphase des digitalen Euro ab 2027 starten

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    von Redaktion cvj.ch am 4. November 2025 News

    Die EZB bereitet sich auf eine Pilotphase für den Euro-CBDC (Central Bank Digital Currency) vor, die bereits ab Mitte 2027 starten könnte. Die vollständige Ausrollung sei, vorbehaltlich gesetzlicher Grundlagen, für das Jahr 2029 geplant.

    Nach vierjähriger Vorbereitungszeit gab die EZB bekannt, dass sie - unmittelbar nachdem das Europäische Parlament und der Rat der EU die benötigte Rechtsgrundlage verabschiedet haben - digitale Euro-Transaktionen in einem Pilotprogramm ermöglichen will. Damit wolle die EZB die finanzielle Autonomie der Euro-Zone gegenüber US-dominierten Zahlungssystemen und privaten Stablecoins stärken, wie Reuters berichtet.

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    Pilotphase innerhalb der nächsten zwei Jahre

    Die geplante Pilotphase könnte bereits Mitte 2027 starten, abhängig von einem Gesetzgebungsverfahren, das die Bedingungen für Ausgabe und Nutzung des digitalen Euro festlegt. Der vollständige Einsatz des digitalen Euro ist für rund 2029 vorgesehen. Laut EZB wird die Einführung „nur als koordiniertes Projekt im gesamten Eurosystem“ erfolgen. Kosten für die Branche werden auf 4 bis 5.7 Milliarden Euro geschätzt, wobei Synergien die Last senken sollen.

    Die EZB betont, dass der digitale Euro keine Einzelwährung ersetzt, sondern eine Ergänzung zum Bargeld und bestehenden digitalen Zahlungssystemen bildet. Die rechtliche Kontrolle über Digital-Euro-Token bleibe bei den nationalen Zentralbanken der Euro-Zone, wobei die Höhe möglicher Besitzlimits für Bürger weiterhin diskutiert wird.

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    Bedeutung für den europäischen Markt

    Der digitale Euro gilt als strategisches Projekt für Europas Zukunft - er soll eine Alternative zu ausserhalb Europas kontrollierten Zahlungsnetzen werden sowie die Fragmentierung im Zahlungsverkehr beseitigen. Mit dem Einstieg in die CBDC-Technologie stellt sich die Euro-Zone auf eine neue Ära des digitalen Geldes ein und will Bürgern und Unternehmen eine geplante, staatlich regulierte digitale Zahlungsmethode bieten.

    Ein wesentlicher Bestandteil der geplanten Pilotphase ist die technische Zusammenarbeit mit führenden europäischen Finanzinstituten und Zahlungsdienstleistern. Die EZB arbeitet bereits mit mehreren Zentralbanken und Partnerbanken aus Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien zusammen, um Testinfrastrukturen für Wallet-Integrationen und Offline-Zahlungen zu entwickeln.

    Bedenken bezüglich eines digitalen Euros bestehen primär darin, dass Transaktionen von einer Zentralbank vollständig zurückverfolgt werden können. Im Gegensatz zu Bargeld, das anonyme Transaktionen ermöglicht, würden CBDC-Transaktionen eine permanente digitale Spur hinterlassen, die der Zentralbank einen beispiellosen Zugang zu den Ausgabengewohnheiten einer Person ermöglicht. Dies könnte zu Verletzungen der Privatsphäre führen, z.B. in Form von gezielter Werbung, staatlicher Überwachung oder Datenschutzlecks, sofern keine angemessenen Vorkehrungen getroffen werden. So warnte Thomas Moser, stellvertretendes Mitglied des SNB-Direktoriums, im Interview mit CVJ.CH vor Retail-CBDCs, wie sie die EZB einführen möchte.

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    Die Redaktion des Crypto Valley Journal berichtet seit 2018 aus Zug, dem Sitz des Schweizer Crypto Valley, über Bitcoin, Krypto, Blockchain und die regulatorische Entwicklung digitaler Vermögenswerte. Hinter der kollektiven Redaktionsstimme steht ein Team aus Autoren mit Hintergrund in Finanzmarkt, Recht und Technologie.

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