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    Sie sind hier:Home » Aktuell » News » Celsion Bank AG startet operativen Betrieb als Digital-Asset-Bank in Liechtenstein
    Die Celsion Bank AG in Vaduz startet als MiCAR-autorisierte Digital-Asset-Bank für institutionelle Kunden in EU, EWR und Schweiz.

    Celsion Bank AG startet operativen Betrieb als Digital-Asset-Bank in Liechtenstein

    von Redaktion cvj.ch am 10. April 2026 News

    Die Celsion Bank AG mit Sitz in Vaduz nimmt den operativen Betrieb auf. Denn das Institut verfügt über eine liechtensteinische Bankenlizenz und eine MiCAR-Autorisierung, die den Zugang zum gesamten EWR-Markt eröffnet.

    Damit positioniert sich die Celsion Bank als Volllizenz-Bank mit Fokus auf digitale Vermögenswerte. Dazu zählen Unternehmen, Vermögensverwalter und Stiftungen mit Digital-Asset-Exposure in der EU, dem EWR und der Schweiz.

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    Bankenlizenz und MiCAR-Autorisierung aus Liechtenstein

    Die FMA Liechtenstein erteilte die Bankenlizenz im Herbst 2025. Danach erfolgte am 18. Februar 2026 die Registrierung im offiziellen Bankenregister. Einen Monat später, am 13. März 2026, erhielt die Celsion Bank die MiCAR-Autorisierung gemäss Art. 60 Abs. 1 der EU-Verordnung 2023/1114. Konkret umfasst die Autorisierung Verwahrung und Verwaltung von Krypto-Assets, den Tausch gegen Fiat-Währungen oder andere Krypto-Assets sowie Transferdienstleistungen.

    Die MiCAR-Autorisierung ist der strategische Kern des Vorhabens. Denn sie ermöglicht Passporting-Rechte in allen 30 EWR-Staaten - ohne separate Lizenz pro Land. MiCAR gilt in Liechtenstein seit dem 24. Juni 2025 vollständig, nachdem das Umsetzungsgesetz am 1. Februar 2025 in Kraft trat.

    Neben reiner Verwahrung bietet die Bank Digital-Asset-Custody mit rechtlich segregierten Kundenkonten und 24/7-Handel mit institutioneller Auftragsausführung. Staking auf Proof-of-Stake-Assets im regulierten Rahmen gehört ebenfalls zum Angebot, ebenso Multi-Währungskonten in CHF, EUR und USD mit individuellen IBANs. Zusätzlich sind Derivate, strukturierte Produkte und kapitaleffizientes Settlement geplant.

    Standortwahl Vaduz statt Zürich

    Die Celsion Bank hat eine bewegte Vorgeschichte. Das Projekt operierte zunächst unter dem Namen Crypto Helvetica mit Büro an der Zürcher Fraumünsterstrasse. Nach rund zwei Jahren Entwicklungszeit ging im Juni 2024 die Website als Celsion Finance AG online. Schliesslich folgte mit der Bankenregistrierung die Umbenennung in Celsion Bank AG.

    Die Standortwahl fiel bewusst auf Liechtenstein. Der Grund ist simpel: EU-Marktzugang. Denn als EWR-Mitglied bietet Liechtenstein vollständigen Zugang zum EU-Binnenmarkt. Für eine Bank mit internationalen Skalierungsambitionen ein konkreter Vorteil gegenüber dem Schweizer Finanzplatz, der ausserhalb des EWR liegt. Zudem schuf Liechtenstein bereits 2020 mit dem TVTG - dem sogenannten Blockchain Act - einen umfassenden Rechtsrahmen für die Token-Ökonomie.

    Als Core-Banking-System setzt die Celsion Bank auf Finnova. CEO ist Dr. Markus Federspiel, der das Institut als Brücke zwischen traditionellem Bankwesen und digitalen Vermögenswerten positionieren will. Den Verwaltungsrat präsidiert Lee Weiss. CTO Thomas Müller kommt aus dem Vorgängerprojekt Crypto Helvetica.

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    Wettbewerbsumfeld: Schweizer Krypto-Banken als Benchmark

    Die Celsion Bank tritt in einen Markt ein, in dem etablierte Akteure bereits signifikante Kundenvermögen aufgebaut haben. Sygnum Bank in Zürich verwaltet rund 4.5 Milliarden CHF und erreichte 2025 den Unicorn-Status. AMINA Bank (ehemals SEBA) in Zug kommt auf rund 3.5 Milliarden CHF Kundenvermögen. Beide Institute halten FINMA-Lizenzen seit 2019 und sind mittlerweile profitabel.

    Auffällig ist, dass auch Sygnum mittlerweile eine MiCAR-Strategie über Liechtenstein verfolgt. Der EWR-Zugang wird damit zum strategischen Standard für Krypto-Banken mit europäischen Ambitionen. In der Schweiz sind derzeit rund 20 Krypto-Banken aktiv, davon 17 mit Custody-Angeboten und 16 mit Handelsdienstleistungen.

    Die Celsion Bank konkurriert allerdings nicht nur mit Krypto-nativen Instituten. In Liechtenstein selbst bietet die 1998 gegründete Bank Frick bereits institutionelle Digital-Asset-Dienste an. Gleichzeitig drängen traditionelle Banken in den Markt. Bis Anfang 2026 erteilten EU-Behörden mehr als 200 MiCAR-Lizenzen. Folglich sinken die Eintrittshürden.

    MiCAR als Türöffner für den EU-Markt

    Die europäische MiCAR-Verordnung ist seit dem 30. Dezember 2024 in der gesamten EU vollständig anwendbar. Somit schafft sie erstmals einen einheitlichen Regulierungsrahmen für Krypto-Assets in allen Mitgliedstaaten. Für Liechtenstein als EWR-Staat gelten dieselben Regeln.

    Bisher unter dem TVTG registrierte Krypto-Dienstleister in Liechtenstein haben bis zum 1. Juli 2026 Zeit für eine MiCAR-Autorisierung. Die Celsion Bank startete hingegen direkt mit der neuen Regulierung und umgeht damit die Übergangsphase. Entsprechend bedeutet das für institutionelle Kunden regulatorische Klarheit von Tag eins.

    Konkret bündelt die Celsion Bank traditionelle Bankdienstleistungen - Zahlungsverkehr, FX und Treasury - mit Digital-Asset-Services unter einem Dach. Für Kunden entfällt so die Koordination zwischen verschiedenen Anbietern. Ob sich dieses Modell im zunehmend kompetitiven Umfeld durchsetzt, hängt von der Geschwindigkeit beim Kundenaufbau ab. Die Benchmark ist klar: Sygnum und AMINA brauchten rund fünf Jahre bis zur Profitabilität.

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    Über den Autor

    Redaktion cvj.ch
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    Die Redaktion des Crypto Valley Journal berichtet seit 2018 aus Zug, dem Sitz des Schweizer Crypto Valley, über Bitcoin, Krypto, Blockchain und die regulatorische Entwicklung digitaler Vermögenswerte. Hinter der kollektiven Redaktionsstimme steht ein Team aus Autoren mit Hintergrund in Finanzmarkt, Recht und Technologie.

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