Die Zürcher Privatbank Maerki Baumann & Co. AG plant die Gründung einer "Middle East" Niederlassung am Standort Abu Dhabi. Sie wird zu diesem Zweck bei der Aufsichtsbehörde der Freihandelszone Abu Dhabi Global Market eine entsprechende Lizenz beantragen, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht.
Im Fokus des neuen Middle East Hub stehen Tech-Firmenkunden in der Golfregion, die auf Blockchain-Technologie bzw. Krypto-Applikationen setzen. Damit baue das Familienunternehmen auf seine Kenntnisse und Erfahrungen im Bereich digitaler Vermögenswerte, die jüngst in der Krypto-Marke "ARCHIP" zusammengefasst wurden. Als Leiter der Niederlassung in Abu Dhabi hat Maerki Baumann den langjährigen Leiter Legal & Compliance Andreas Fröhlicher ernannt.
Expansion aus dem Crypto Valley in den nahen Osten
Verwaltungsrat und Geschäftsleitung von Maerki Baumann & Co. AG haben entschieden, eine Niederlassung in Abu Dhabi zu etablieren. Hierzu wurde der Prozess zur Erlangung einer Lizenz in der Freihandelszone Abu Dhabi Global Market lanciert, so die Mitteilung. Der neu geschaffene "Middle East Hub" soll sich auf die Marktnische der lokalen Tech-Firmenkunden, die sich Blockchain-Technologie bzw. Krypto-Applikationen zunutze machen, und die dahinterstehenden Unternehmer konzentrieren. Die Dienstleistungserbringung werde durch die bestehende Abteilung Tech Banking in Zürich erfolgen, die über umfassende Expertise in der Betreuung von Tech-Firmenkunden und Persönlichkeiten aus dem Krypto-Umfeld verfügt. ,
"Die Präsenz in Abu Dhabi wird es uns ermöglichen, am grossen Potenzial des dynamischen Marktes im Middle East zu partizipieren. Wir freuen uns darauf, unsere Kenntnisse und Erfahrungen aus der Betreuung von über 500 Tech-Firmenkunden einzubringen, indem wir unsere bewährten Bankdienstleistungen der lokalen Krypto-Community zugänglich machen." - Dr. Stephan A. Zwahlen, CEO Maerki Baumann
Krypto-Dienstleistungen für Banken
Der Middle East Hub werde unter der Marke "ARCHIP" stehen, die Maerki Baumann im März 2024 lancierte. Diese fasst sämtliche Krypto-Dienstleistungen zusammen, welche die Bank aufgebaut hat. Dazu zählen Handel, Verwahrung, Staking und Verwaltung von digitalen Vermögenswerten für Private und Institutionelle sowie umfassende Dienstleistungen im Bereich Zahlungsverkehr, Liquiditätsbewirtschaftung und Anlageberatung für Tech-Firmen.
Als Leiter der Niederlassung in Abu Dhabi wurde Andreas Fröhlicher, langjähriger Leiter Legal & Compliance von Maerki Baumann, ernannt. Der 48-jährige Schweizer Rechtsanwalt werde als Senior Executive Officer den Aufbau des Middle East Hub verantworten. Andreas Fröhlicher habe in seiner bisherigen Funktion seit Lancierung der Krypto-Strategie 2019 eine Schlüsselrolle inne. So habe er unter anderem mehrere Hundert Client Due Diligences von Kunden mit Krypto-Bezug verantwortet. Der Schweizer Rechtsanwalt äusserte sich erfreut über die neue Funktion.
"Maerki Baumann wird im Middle East von ihrem breiten Erfahrungsschatz in der Betreuung von Kundinnen und Kunden mit Krypto-Hintergrund profitieren. Meine bisherige Tätigkeit bei der Privatbank, meine persönlichen Kontakte zum Hauptsitz in Zürich sowie meine internationale Erfahrung werden die Etablierung des Middle East Hub entscheidend begünstigen." - Andreas Fröhlicher, Leiter des Middle East Hub

![Zürcher Privatbank öffnet Krypto-Büro in Abu Dhabi Die CfC St. Moritz sagt ihre erste Konferenz im Nahen Osten ab. CEO Nicolo Stoehr informierte die eingeladenen Teilnehmer per Email über die Verschiebung. Das für den 21. bis 24. April geplante Event sollte im Qasr al Sarab stattfinden, einem Luxusresort in der Liwa-Wüste von Abu Dhabi. Die Entscheidung fiel nach Konsultation mit der Schweizerischen Botschaft in den UAE und Bahrain. Stoehr begründete den Schritt somit mit der eskalierenden geopolitischen Lage in der Golfregion. Eine Absage ist es laut CfC allerdings nicht. Die Organisation bekräftigt ihr Commitment zum Standort Abu Dhabi und will ein neues Datum bekanntgeben, wie aus einer CVJ.CH vorliegenden E-Mail hervorgeht. [elementor-template id="44236"] Iranische Angriffe treffen die UAE direkt Der Hintergrund der Verschiebung ist konkret. Am 28. Februar starteten die USA und Israel gemeinsame Militäroperationen gegen Iran unter dem Codenamen "Operation Epic Fury". Die Offensive tötete unter anderem Irans Obersten Führer Ali Khamenei. Iran reagierte daraufhin mit Hunderten von Raketen und Tausenden von Drohnen auf Ziele in der gesamten Region. Die UAE erlitten in den ersten vier Tagen des Konflikts die höchste Anzahl iranischer Angriffe unter allen Golfstaaten. Zu den Zielen gehörten der Flughafen Abu Dhabi und weitere Landmarks in der Hauptstadt. Drohnenangriffe beschädigten gleichzeitig den Dubai International Airport und legten ihn vorübergehend still. Am 2. März trat schliesslich Hezbollah in den Krieg ein. Laut der Notiz an die Teilnehmer erlaube die aktuelle Lage es nicht, die gewohnte "High-Trust Experience" zu garantieren. Denn genau dieses Vertrauen sei konstitutiv für die Marke CfC. Alle Konferenzen laufen unter Chatham-House-Regeln, ohne Medien, ohne Aufnahmen, ohne Pressezugang. Entsprechend hoch seien die Anforderungen an die Rahmenbedingungen. Erste Expansion in den Nahen Osten Das Abu-Dhabi-Event hätte einen strategischen Wendepunkt für die CfC-Reihe markiert. Bisher stellte die Organisation sieben Präsenz-Konferenzen in St. Moritz auf die Beide, eine Ausgabe in Half Moon Bay und zwei virtuelle Editionen während der Pandemie. Eine CfC im Nahen Osten gab es hingegen noch nie. Konzipiert war das Gathering als eigenständiges "Anchor Event" mit bis zu 150 globalen Führungspersönlichkeiten. Die Teilnehmerstruktur spiegelte den Brückencharakter. Geplant war eine 50/50-Balance zwischen Gästen aus dem Nahen Osten und dem bestehenden globalen CfC-Netzwerk. Botschafter Arthur Mattli fungierte als offizieller Patron. Die Website cfc-abudhabi.com zeigt bereits den Status "POSTPONED". Stoehr hatte Dubai und Abu Dhabi im März 2025 persönlich besucht, um die Grundlage für die Expansion zu legen. Abu Dhabi galt als idealer Standort mit progressivem regulatorischem Rahmen für digitale Assets. Neben dem Regulierungsvorteil sprach auch die strategische Lage zwischen Europa, Asien und Afrika für die Wahl. Laut dem CfC-St.-Moritz-Report 2026 bleibt die UAE die weltweit bevorzugte Krypto-Jurisdiktion, obwohl die USA inzwischen auf Platz 2 aufgeholt haben. [elementor-template id="32002"] CfC St. Moritz - vom Krypto-Boom zur institutionellen Plattform Die CfC St. Moritz entstand 2017 als spontane Veranstaltung auf der Bitcoin-Welle. Marc P. Bernegger und Tobias Reichmuth legten den Grundstein. Nicolo Stoehr übernahm die Konferenzleitung anschliessend gemeinsam mit seinem Bruder im März 2018, unmittelbar nach dem Markt-Crash. Seither hat sich das Format zu einer der exklusivsten Investorenkonferenzen der Krypto-Branche entwickelt. Bis zu 250 internationale UHNWI, Family Offices, Fonds und institutionelle Investoren treffen sich jährlich im Suvretta House in St. Moritz. Der Termin liegt jeweils unmittelbar vor dem WEF Davos. Die Zulassungsquote beträgt nur 12 Prozent. Trotz der Verschiebung betont CfC St. Moritz, am Standort Abu Dhabi festzuhalten. Stoehr kündigte an, persönlich in die UAE zu reisen, sobald die Umstände es erlauben. Ziel sei es, die lokalen Beziehungen weiter auszubauen. Ein neues Datum für die Konferenz steht dennoch noch nicht fest. Zunächst muss sich die Sicherheitslage in der Golfregion stabilisieren. Der Flugverkehr bleibt gestört, Behörden leiteten Shipping-Routen um, und die Hormuzstrasse ist weiterhin bedroht.](https://cvj.ch/wp-content/uploads/2024/10/CVJ.CH-Maerki-Baumann-Krypto-Abu-Dhabi-1-768x432.jpg)






