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    CVJ Wochenrückblick

    Wochenrückblick Kalenderwoche 50 – 2022

    von Redaktion cvj.ch am 17. Dezember 2022 News

    Was hat sich diese Woche rund um Blockchain und Kryptowährungen getan? Die relevantesten lokalen und internationalen Geschehnisse sowie ansprechende Hintergrundberichte pointiert und kompakt im Wochenrückblick.

    Selektierte Artikel der Woche:

    Der FTX-Skandal gilt als vorläufiger Tiefpunkt des sich seit Mitte 2022 fortwährenden „contagion effekts“ der Kryptobranche. In diesem Fall gesellt sich zu dem Liquiditätsmangel, der zum Zusammenbruch der ehemals zweitgrössten Kryptobörse geführt hat, auch noch Zweckentfremdung von Kundengeldern und weiteres potenziell illegales Gebaren. Einen Tag vor der geplanten Anhörung des FTX Gründers Sam Bankman Fried (SBF) vor dem US-Kongress, leiteten US-Strafverfolgungsbehörden die Verhaftung des selbsternannten Altruisten auf den Bahamas ein. Fried wird von mehreren Instanzen Überweisungsbetrug, Verschwörung zu Überweisungsbetrug, Wertpapierbetrug, Verschwörung zu Wertpapierbetrug sowie Geldwäscherei vorgeworfen. Die Klagen des Justizministeriums, der Börsenaufsicht (SEC) und der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) könnten im Falle einer Verurteilung zu einer Maximalstrafe von 115 Jahren Gefängnis führen. Eine beantragte Kaution verweigerte das lokale Gericht in Nassau. Schlussendlich wird eine Auslieferung in die Vereinigten Staaten erwartet.

    Ehemaliger FTX-CEO Sam Bankman-Fried SBF in den Bahamas verhaftet / Quelle: NYT Dealbook Summit

    Ehemaliger FTX-CEO Sam Bankman-Fried (SBF) in den Bahamas verhaftet

    Ein Monat nach der FTX-Insolvenzanmeldung haben Behörden in den Bahamas den Gründer und ehemaligen CEO Sam Bankman-Fried festgenommen.

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    Das Vertrauen der Marktteilnehmer in Krypto-Börsen und sonstige zentrale Kryptodienstleister ist nach der FTX-Insolvenz verständlicherweise stark angeschlagen. So sehen sich die Handelsplätze dazu gezwungen, das verlorene Vertrauen durch sogenannte „Proof-of-Reserves“ wiederherzustellen. Der durch die Blockchain verifizierte Nachweis von Aktiven ist zwar ein Anfang einer besseren Transparenz, stellt jedoch durch das Fehlen der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden eine unzureichende Durchsichtigkeit dar. Der bezüglich Handelsvolumen unangefochtene Marktführer Binance, ging in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Mazars einen Schritt in die Richtung erweiterter Transparenz. Das Unterfangen liess jedoch etliche Fragen offen, was sich in subsequenten Kundenabhebungen im Umfang von über $5 Mrd. an Vermögenswerten widerspiegelte.

    Binances Reservennachweis ("Proof-of-Reserves") lässt Fragen offen

    Binances Reservennachweis („Proof-of-Reserves“) lässt Fragen offen

    Finanzexperten und Konkurrenten zweifeln an der Vollständigkeit und Glaubwürdigkeit des Binance-Reservennachweises.

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    Bekennende Krypto-Gegner im US-Kongress nutzen das FTX Debakel, um ihre Haltung zu unterstreichen. So versucht Senatorin Elizabeth Warren ein parteiübergreifendes Vorgehen gegen Geldwäsche in der Krypto-Industrie durchzusetzen. Ihre Bemühungen zielen laut eigenen Aussagen darauf ab, gleiche Wettbewerbsbedingungen zu schaffen. Die Gesetzgebung würde das Financial Crimes Enforcement Network (FinCEN) innerhalb des Finanzministeriums anweisen, Anbieter von Digital Asset Wallets (Verwahrer), Miner, Validatoren und NFT-Marktplätze als Gelddienstleister zu bezeichnen. Dies wiederum würde die Verantwortlichkeiten im Bank Secrecy Act auf die Krypto-Industrie ausweiten, einschliesslich der Anforderungen an die Kundenidentifizierung (KYC). Die FinCEN soll zudem Aufzeichnungen führen, die Märkte beobachten und Berichte über Transaktionen mit digitalen Vermögenswerten erstellen, an denen „nicht gehostete“ Wallets beteiligt sind.

    Elizabeth Warren stellt Gesetzentwurf zur Bekämpfung der Krypto-Geldwäsche vor

    Elizabeth Warren stellt Gesetzentwurf zur Bekämpfung der Krypto-Geldwäsche vor

    Senatorin Elizabeth Warren versucht im US-Kongress ein parteiübergreifendes Vorgehen gegen Geldwäsche in der Krypto-Industrie durchzusetzen.

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    Die Blockchain Technologie hat das Potenzial, die bestehende Finanzinfrastruktur bezogen auf Transparenz und Effizienz drastisch zu verbessern. Hauptakteure des Schweizer Finanzsektors (UBS, Credit Suisse, Vontobel, Pictet & mehr) haben zum ersten Mal erfolgreich einen neuartigen Abwicklungsmechanismus für tokenisierte Anlageprodukte auf einer öffentlichen Blockchain-Infrastruktur entwickelt und getestet. Das Proof of Concept beinhaltet die Emission von tokenisierten Anlageprodukten, die auf einer Ethereum Test-Blockchain geführt werden. Ein neuartiger Abwicklungsmechanismus ermöglicht den Handel und die Abwicklung der Produkte an einer regulierten Schweizer Wertpapierbörse über einen Smart Contract. Ein Meilenstein für den Finanzplatz Schweiz.

    Finanzplatz Schweiz testet tokenisierte Anlageprodukte auf öffentlicher Blockchain

    Finanzplatz Schweiz testet tokenisierte Anlageprodukte auf öffentlicher Blockchain

    Das Unternehmen CMTA testet mit verschiedenen Schweizer Banken einen neuen Abwicklungsmechanismus für tokenisierte Anlageprodukte.

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    Ausserdem: Das Vereinigte Königreich möchte sich als „Stablecoin-Hub“ etablieren. Dazu will das britische Finanzministerium einen Rechtsrahmen für die Verwendung von Stablecoins erlassen. Die neu angekündigte „FSM Bill“ sieht vor, die derzeitigen Vorschriften für Krypto-Assets zu erweitern und klare Regeln für die neue Technologie zu schaffen. Der Schritt ist Teil der Bemühungen des amtierenden Premierministers, das Vereinigte Königreich im globalen Wettbewerb im Sektor zu positionieren.

    Britisches Finanzministerium erlässt regulatorische Richtlinien für Stablecoins

    Britisches Finanzministerium erlässt regulatorische Richtlinien für Stablecoins

    Das Vereinigte Königreich plant eine neue Reform zur weiteren Regulierung von Kryptowährungen, um Verbraucher vor Betrug und Missmanagement zu schützen.

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