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    Vorwurf gegen Cardano-Gründer: Zweckentfremdung von 620 Mio. USD in ADA?

    Vorwurf gegen Cardano-Gründer: Zweckentfremdung von 620 Mio. USD in ADA?

    von Redaktion cvj.ch am 19. Mai 2025 News

    Laut dem NFT-Künstler Masato Alexander soll Cardano-Gründer Charles Hoskinson im Jahr 2021 seine Genesis-Schlüssel missbraucht haben, um die Cardano-Blockchain umzuschreiben und die Kontrolle über 318 Millionen ADA (620 Mio. USD) zu übernehmen. Dieser wiederum bestreitet den Vorwurf.

    Alexander veröffentlichte auf X (vormals Twitter) einen Beitrag, in dem er behauptet, Charles Hoskinson habe während des Cardano-Allegra-Hard-Forks im Jahr 2021 über 300 Millionen ungenutzte ADA-Token in die Netzwerkreserven verschoben. Der Künstler wirft Hoskinson vor, seine Genesis-Schlüssel verwendet zu haben, um die ursprünglichen “UTxOs” aus dem Initial Coin Offering (ICO) von 2017 zu löschen und die Kontrolle über diese Mittel zu erlangen. Ein UTxO (Unspent Transaction Output) beschreibt das Guthaben eines Wallets.

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    Hintergrund: Was bei dem Allegra-Hard-Fork passierte

    Der Allegra-Hard-Fork im Dezember 2020 war Teil des Shelley-Upgrades von Cardano, das Funktionen wie Token-Locking und Vorbereitung auf dezentrale Governance einführte. In diesem Rahmen wurden auch UTxOs angepasst, die seit dem ICO von 2017 unbeansprucht geblieben waren.

    Masato Alexander behauptet, genau in diesem Kontext sei ein stiller Transfer von über 300 Millionen ADA erfolgt. Die Behauptung belegt er mit einer Transaktion aus 2021. Hoskinson kontert, es habe sich um automatisierte Abläufe im Rahmen der Netzwerkentwicklung gehandelt, bei denen keine persönliche Bereicherung stattfand. Die Vorwürfe seien "Verleumdung und üble Nachrede," die er mit rechtlichen Schritten sanktionieren werde. Er führte aus, dass 99.8% der während des ICO ausgegebenen ADA-Gutscheine erfolgreich eingelöst wurden.

    Die verbleibenden 0.2% (etwa 18 bis 24 Millionen ADA) seien nach Ablauf einer siebenjährigen Einlösungsfrist unbeansprucht geblieben und schliesslich an Intersect, eine Governance-Gruppe innerhalb von Cardano, übertragen worden. Hoskinson betonte,er habe keinen direkten Zugriff auf diese Token gehabt. Alexander wiederum entgegnete, die Erklärung sei lückenhaft und belege nicht, was mit den 318 Mio. ADA passierte.

    Spaltung in der Cardano-Community

    Die Anschuldigungen haben zu einer Spaltung innerhalb der Cardano-Gemeinschaft geführt. Einige Mitglieder fordern mehr Transparenz und eine unabhängige Prüfung der Vorgänge rund um den Allegra-Hard-Fork. Andere verteidigen Hoskinsons Handlungen und verweisen auf die Komplexität der damaligen Situation, einschliesslich der Insolvenz von Attain - , dem Unternehmen, das ursprünglich die ADA-Gutscheine in Japan verkauft hatte.

    Eine Partei hat die Cardano-Blockchain angepasst, um nicht eingelöste ADA-Gutscheine des ICOs zu löschen und zu transferieren, obwohl in einem dezentralen Netzwerk die Community solche Prozesse durch ein Governance-Verfahren entscheiden sollte – wie beim umstrittenen Ethereum-DAO-Hack. IOHK und die Cardano Foundation reagierten nicht sofort auf Anfragen von CVJ.CH.

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    Die Redaktion des Crypto Valley Journal berichtet seit 2018 aus Zug, dem Sitz des Schweizer Crypto Valley, über Bitcoin, Krypto, Blockchain und die regulatorische Entwicklung digitaler Vermögenswerte. Hinter der kollektiven Redaktionsstimme steht ein Team aus Autoren mit Hintergrund in Finanzmarkt, Recht und Technologie.

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