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    Krypto Steuern in der Schweiz 2025: Der umfassende Leitfaden für die Steuererklärung

    Schweizer Krypto-Verbände stellen 12-Punkte-Programm vor

    von Redaktion cvj.ch am 6. Mai 2025 News

    Die drei Branchenverbände Swiss Blockchain Federation, Crypto Valley Association und Bitcoin Association Switzerland warnen in einem gemeinsamen 12-Punkte-Programm vor dem Vorsprungsverlust der Krypto-Nation Schweiz und stellen konkrete Massnahmen zur Stärkung des Standorts vor.

    Das umfassende Dokument analysiert die aktuelle Lage sowie die Stärken und Schwächen des Schweizer Finanzplatzes und leitet daraus Aktionspunkte und Empfehlungen für Politik, Verwaltung und Industrie ab. Ziel sei es, die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft der Schweiz im Bereich Blockchain und Fintech nachhaltig zu sichern und auszubauen. Das geht aus einer Medienmitteilung hervor.

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    Verliert die Schweiz den Anschluss?

    Die Schweiz habe sich in den vergangenen Jahren als führender Standort für Blockchain-Technologien etabliert – dank fortschrittlicher regulatorischer Rahmenbedingungen, einer innovationsfreundlichen Haltung der Behörden und enger Zusammenarbeit zwischen Politik und Industrie.

    Doch dieser Vorsprung sei gefährdet: Länder in Asien und im Nahen Osten holen rasant auf und bieten zunehmend attraktive Bedingungen für Blockchain-Unternehmen; der scharfe Politikwechsel der Trump-Regierung wirke wie ein Fanal. Gleichzeitig würden in der Schweiz langwierige Prozesse, regulatorische Unsicherheiten und neue internationale Anforderungen als Hindernisse wahrgenommen. Das hat CVJ.CH wiederholt in Berichterstattungen thematisiert.

    Um diesem Trend entgegenzuwirken und den Standort Schweiz zukunftsfähig zu machen, sei ein gemeinsames und koordiniertes Vorgehen notwendig. Das 12-Punkte-Programm des Manifests soll genau hier ansetzen und konkrete Massnahmen bieten, um Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit zu fördern sowie regulatorische Hürden abzubauen.

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    Das 12-Punkte-Programm

    Das Manifest formuliert zwölf konkrete Handlungsfelder, um als Grundlage für eine starke und zukunftsorientierte Blockchain-Industrie in der Schweiz zu dienen:

    1. Innovationsfreundliche Rahmenbedingungen stärken: Die FINMA soll die Innovationsförderung wieder als strategisches Ziel aufnehmen und über Fortschritte berichten.
    2. Technologieneutrale und verhältnismässige Regulierung: Anforderungen für Kryptodienstleister und Stablecoins müssen differenziert und wettbewerbsfähig gestaltet werden.
    3. Verbindliche Fristen für FINMA-Bewilligungsverfahren: Verfahren sollen klar strukturiert und innert sechs Monaten abgeschlossen werden.
    4. Digitales Geld fördern: Stablecoins und digitale Zentralbankwährungen (CBDCs) sollen die Grundlage für eine digitale Wirtschaft schaffen.
    5. Technologieeinsatz für Compliance: Innovative Technologien sollen Compliance-Prozesse effizienter und kostengünstiger gestalten.
    6. Selbstregulierung stärken: Selbstregulierungsorganisationen (SROs) sollen mehr Handlungsspielraum erhalten.
    7. Transparente Aufsichtspraxis: Die FINMA soll ihre Aufsichtspraxis offener gestalten und den Dialog mit der Branche stärken.
    8. Technische Investitionshürden abbauen: Hürden für ausländische Investitionen sollen identifiziert und reduziert werden.
    9. Präzisere Regulierung: Vage Normen sollen durch Dialog zwischen Behörden und Industrie konkretisiert werden.
    10. Internationale Standards kritisch prüfen: Die Übernahme internationaler Standards in Schweizer Recht muss den Interessen des Standorts dienen.
    11. Industrie zur Eigeninitiative ermutigen: Die Branche soll Standards entwickeln und Schwächen proaktiv adressieren.
    12. Finanzierung für Start-ups und KMU stärken: Staatliche Förderprogramme und steuerliche Anreize sollen ausgebaut werden.

    Die Swiss Blockchain Federation, die Crypto Valley Association und die Bitcoin Association Switzerland haben dieses Manifest initiiert, um die Schweiz langfristig als führenden Blockchain-Standort zu positionieren, so die Medienmitteilung. Die Umsetzung der Ziele würden regelmässig überprüft und bei Bedarf angepasst mit dem Ziel, konkrete Massnahmen umzusetzen. Interessierte Organisationen seien herzlich eingeladen, sich der Initiative anzuschliessen und aktiv zur Stärkung des Blockchain-Standorts Schweiz beizutragen.

    Update 12.05.2025: In einer nachfolgenden Stellungnahme zu Punkt vier stellte die Bitcoin Association Switzerland klar, dass der Verein die Einführung von digitalen Zentralbankwährungen (CBDCs) entschieden ablehnt:

    "Solche Instrumente stellen ein ernstes Risiko für die finanzielle Privatsphäre, die individuelle Freiheit und den Grundsatz der Selbstbestimmung dar, der den Kern des Bitcoin-Ethos bildet. Wir glauben, dass die Entwicklung von CBDCs – insbesondere solcher, die eine zentralisierte Kontrolle oder Überwachung ermöglichen – die Aushöhlung der bürgerlichen Freiheiten beschleunigen und den offenen und dezentralisierten Werten widersprechen würde, für deren Schutz wir uns einsetzen." - Stellungnahme Bitcoin Association Switzerland

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    Über den Autor

    Redaktion cvj.ch
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    Die Redaktion des Crypto Valley Journal berichtet seit 2018 aus Zug, dem Sitz des Schweizer Crypto Valley, über Bitcoin, Krypto, Blockchain und die regulatorische Entwicklung digitaler Vermögenswerte. Hinter der kollektiven Redaktionsstimme steht ein Team aus Autoren mit Hintergrund in Finanzmarkt, Recht und Technologie.

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