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    Korrektur verunsichert Wall Street: US-Bitcoin-ETFs verzeichnen erhebliche Abflüsse

    Korrektur verunsichert Wall Street: US-Bitcoin-ETFs verzeichnen erhebliche Abflüsse

    von Redaktion cvj.ch am 2. Mai 2024 News

    Seit der Einführung Mitte Januar dominierten die beeindruckenden Zuflüsse in die frisch genehmigten US-Bitcoin-ETFs die Schlagzeilen der Finanzmedien. Über 12 Milliarden USD flossen in einem Quartal in die Produkte: ein überwältigender Rekord. Jetzt beginnt der Trend zu drehen.

    Am 11. Januar 2024 erhielten fast ein Dutzend Fondsanbieter das grüne Licht zur Lancierung der ersten Spot-basierten Bitcoin-ETFs in den Vereinigten Staaten. Unter den Emittenten befinden sich Finanztitanen wie BlackRock, Fidelity, und viele weitere. Seit dem Startschuss flossen wöchentlich mehrere hundert Millionen US-Dollar in die Produkte. Dies drückte den Bitcoin-Preis erheblich nach oben. Die jüngste Welle an negativen Schlagzeilen für Krypto-Assets sowie ein erschwertes Makro-Umfeld verunsichert die ETF-Käufer. Gestern verzeichneten die US-Bitcoin-ETFs über 500 Millionen USD an Abflüssen.

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    BlackRocks makelloser Rekord wird gebrochen

    Abgesehen von Grayscales Bitcoin Trust (GBTC) erhielten die meisten ETFs täglich neue Gelder. Zeitweise überstieg der tägliche Nettozufluss 600 Mio. USD. Ein Grossteil wurde in BlackRocks IBIT und Fidelitys FBTC investiert. ARKB, ein gemeinsamer Fonds der US-amerikanischen ARK Invest und der Schweizer ETP-Emittentin 21Shares, rangierte an dritter Stelle nach Gesamtvermögen (Assets under Management, AuM). Über die vergangenen Wochen verlangsamten sich die Zuflüsse schliesslich. Und am 24. April stoppte der Ansturm auf IBIT. Einen Tag später verlor Fidelitys FBTC erstmals an AuM.

    DatumIBITFBTCBITBARKBGBTCAndereTotal (USDm)

    Aufschlüsselung der Zu- und Abflüsse der US-Spot-Bitcoin-ETFs (USDm) / Quelle: CVJ.CH

    Bis gestern konnte BlackRock seine makellose Historie beibehalten. Dann zwangen die steigenden Makro-Bedenken und eine Trendwende an den Aktienmärkten das Vertriebsteam des weltgrössten Vermögensverwalters in die Knie. Ein Abfluss von 563 Mio. USD war der Stand zum Ende des Tages, wie auf der automatisierten ETF-Übersicht von CVJ.CH ersichtlich war. Statt "buy the dip" (dt. = kauf die Korrektur) hiess es "risk off". Der Bitcoin-Preis korrigierte innerhalb zwei Tage um über 10%. Jetzt steht die Kryptowährung nur leicht über dem durchschnittlichen Einstiegspreis der ETF-Investoren, der laut Berechnungen der Redaktion um 56'989 USD liegt.

    Bitcoin (BTC/USD) mit durchschnittlichem Einstiegspreis der ETF-Anleger (blau) / Quelle: CVJ.CH, Tradingview
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    Die Krypto-Welle ist nicht vorbei, meint BlackRock-Manager

    Verunsichern lässt sich BlackRock allerdings nicht. Robert Mitchnick, Leiter der Digital-Asset-Abteilung beim weltgrössten Vermögensverwalter, erwartet eine kommende Einstiegswelle von Staatsfonds, Pensionskassen und Stiftungen. Dies teilte er der Krypto-Publikation CoinDesk mit. Und dieses Interesse sei nicht neu. BlackRock habe mit dieser Art von Institutionen bereits mehrere Jahre über Bitcoin gesprochen.

    "Wir sehen eine Wiederbelebung der Diskussion um Bitcoin. Viele dieser interessierten Firmen - ob es sich nun um Pensionskassen, Stiftungen, Staatsfonds, Versicherungen, andere Vermögensverwalter oder Family Offices handelt - führen fortlaufend Prüfungs- und Forschungsgespräche." - Robert Mitchnick, Head of Digital Assets bei BlackRock

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    Die Redaktion des Crypto Valley Journal berichtet seit 2018 aus Zug, dem Sitz des Schweizer Crypto Valley, über Bitcoin, Krypto, Blockchain und die regulatorische Entwicklung digitaler Vermögenswerte. Hinter der kollektiven Redaktionsstimme steht ein Team aus Autoren mit Hintergrund in Finanzmarkt, Recht und Technologie.

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