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    Sie sind hier:Home » Märkte » Marktrückblick Kalenderwoche 9 – 2021
    Rückblick Kryptomärkte

    Marktrückblick Kalenderwoche 9 – 2021

    von Editorial Office CVJ.CH am 2. März 2021 Märkte

    Eine zusammenfassende wöchentliche Rückschau auf die Geschehnisse an den Kryptomärkten mit Fokus auf Trendsektoren, Liquidität, Volatilität, Spreads und mehr in Zusammenarbeit mit Marktdatenanbieter Kaiko.

    Die letzten 7 Tage an den Kryptomärkten:

    • Preis-Bewegungen: Ein immenser Verkaufsdruck trug zum Flash-Crash von ETH auf Kraken bei.
    • Handelsvolumen: Das Sell-Off der letzten Woche führte zu dem zweithöchsten jemals verzeichneten täglichen Handelsvolumen.
    • Orderbuch-Liquidität: Die steigende Orderbuch-Tiefe für den BTC-USD-Markt lässt darauf schliessen, dass Händler einen anhaltenden Abwärtstrend erwarten.
    • Volatilität und Korrelationen: Optimismus für die US-Wirtschaft könnte ein bärisches Signal für Krypto sein.

    Preis-Crash erschüttert Märkte

    Chart: Tradingview

    Vieles hat sich im letzten Jahr verändert, aber der marktweite Preissturz der letzten Woche war eine deutliche Erinnerung daran, dass Krypto noch einen langen Reifeprozess vor sich hat, bevor es reif ist. Zum einen sind die Märkte immer noch stark gehebelt, was das Ausmass der Preisabstürze extrem und unvorhersehbar macht. Letzte Woche gab es das höchste Volumen an Futures-Liquidationen aller Zeiten, sogar mehr als bei der Marktspirale im letzten März. Die gute Nachricht ist jedoch, dass es immer mehr Anzeichen dafür gibt, dass sich die Marktliquidität insgesamt verbessert hat. Spreads und Markttiefe erholen sich nach extremer Volatilität schneller als noch vor einem Jahr.

    Analyse des Kraken-Flashcrashs

    Source: Kaiko

    Letzte Woche crashte der Preis von Ethereum auf Kraken plötzlich um 50% und fiel weit unter den Marktpreis. Der CEO von Kraken sagt, dass der Absturz mit dem Verkaufsdruck verbunden war, und nicht mit einer Störung im System. Daher haben wir uns entschieden, die Tick-by-Tick-Handelsdaten zu analysieren, um die Ursache dieses Absturzes zu erforschen. In der einen Stunde, die dem Flash-Crash vorausging, war eine grosse Mehrheit aller ausgeführten Trades Verkaufsaufträge.

    In der obigen Grafik können wir die minütliche Aufteilung des Volumens und den entsprechenden Durchschnittspreis auf Kraken beobachten. Von den ca. 10'000 Trades, die in der Stunde vor dem Crash getätigt wurden, waren 7'600 Verkaufsaufträge, die ca. 75% des gesamten Handelsvolumens ausmachen. Der immense Verkaufsdruck erschöpfte die Orderbuchtiefe auf der Kaufseite, was zu einer Abwärtsspirale von ETH auf $700 führte, weit unter dem Marktpreis von $1'600.

    Wenn wir uns die Daten ansehen, können wir bestätigen, dass der Absturz wahrscheinlich mit dem Verkaufsdruck verbunden war. Doch die grössere Frage ist, wer waren die Verkäufer? Der Flash-Crash hätte für denjenigen, der diese Verkaufsaufträge ausführte, zu enormer Slippage geführt. Letztendlich schliessen die Daten ein Problem auf Seiten von Kraken nicht aus.

    Volumina steigen während eines Preiscrashs

    Der Crash im letzten März führte zum höchsten tägliche Handelsvolumen. Über $2 Milliarden bei sieben der liquidesten BTC-USD-Paare wurden damals gehandelt. Seit dem Beginn der jüngsten Hausse sind die Volumina sprunghaft angestiegen und liegen nun um GröSSenordnungen über dem Tagesdurchschnitt von 2020. Der jüngste Preisabsturz sah Volumina von mehr als 8 Mrd. US-Dollar, eines der höchsten Tagesvolumina überhaupt (an zweiter Stelle nach dem Preisabsturz vom 11. Januar), was das immense Wachstum der Märkte im vergangenen Jahr demonstriert.

    Wirtschaftliche Bedingungen könnten bärisch für Krypto sein

    Das grösste Thema an den Finanzmärkten in der vergangenen Woche waren die steigenden Renditen von US-Treasury-Anleihen, wahrscheinlich als Reaktion auf Inflationsängste. Steigende Renditen deuten darauf hin, dass Händler mit einer strafferen Fiskalpolitik rechnen, da sich die Wirtschaft schneller als erwartet erholt - was ein negatives Zeichen für Aktien sein könnte. Im vergangenen Jahr haben Aktien stark von der aggressiven Fiskal- und Geldpolitik profitiert, wobei die Märkte trotz des schwachen Wirtschaftswachstums neue Höchststände erreichten. Jede Änderung dieser Politik wurde als bärisch interpretiert, trotz der guten Nachrichten, dass die Wirtschaft auf dem Weg zu einer V-förmigen Erholung zu sein scheint.

    Sowohl Kryptowährungen als auch Aktien und Gold haben in der letzten Woche stark gelitten, da Händler in allen Märkten das Risiko reduzierten. Die Korrelation von Bitcoin mit Aktien hat sich im letzten Monat auf einem Plateau eingependelt, aber die Korrelation mit Gold ist stetig in den positiven Bereich gestiegen.

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    Über den Autor

    Editorial Office CVJ.CH
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    Since 2018, the editorial team at Crypto Valley Journal has been reporting from Zug - the heart of Switzerland’s Crypto Valley - on Bitcoin, cryptocurrency, blockchain, and regulatory developments in digital assets. Behind the publication’s collective editorial voice is a team of writers with backgrounds in financial markets, law, and technology.

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