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    Terra Luna Gründer Do Kwon steht vor Urteilsverkündung in New York

    Terra/Luna-Gründer Do Kwon zu 15 Jahren Haft verurteilt

    von Redaktion cvj.ch am 11. Dezember 2025 Legal/Compliance

    Der Terraform-Labs-Gründer Do Kwon wird heute vor einem US-Bundesgericht in Manhattan verurteilt. Die Staatsanwaltschaft fordert zwölf Jahre Haft für den 33-jährigen Südkoreaner, der im August schuldig bekannt hat, Investoren über die Stabilität seiner Kryptowährungen getäuscht zu haben.

    Der Zusammenbruch des Terra-LUNA-Ökosystems im Mai 2022 vernichtete über 40 Milliarden US-Dollar an Marktwert. Kwon plädierte am 12. August 2025 vor dem Manhattan Federal Court schuldig auf Verschwörung zum Betrug und Überweisungsbetrug. Die Anklagepunkte betreffen den Zusammenbruch von Terraform Labs, dessen algorithmischer Stablecoin TerraUSD (UST) und der Schwester-Kryptowährung LUNA im Mai 2022 innerhalb weniger Tage kollabierten. Die Staatsanwaltschaft betonte, dass die Verluste durch den Terraform-Crash jene von FTX, Celsius und OneCoin zusammen übertrafen.

    Update, 12. Dezember 2025: Bundesrichter Paul Engelmayer verurteilte Do Kwon zu 15 Jahren Haft – drei Jahre mehr als von der Staatsanwaltschaft gefordert und zehn Jahre mehr als von der Verteidigung erbeten. Der Richter bezeichnete die Empfehlung der Staatsanwaltschaft als "unangemessen milde" und den Antrag der Verteidigung als "völlig undenkbar und masslos unvernünftig". Engelmayer charakterisierte den Fall als "Betrug in epischem, generationenübergreifendem Ausmass" und betonte, dass "echte Menschen 40 Milliarden Dollar in echtem Geld verloren haben, nicht irgendeinen Papierverlust". Der Richter schätzt die Zahl der Opfer auf etwa eine Million. Kwons Antrag, seine Strafe in Südkorea zu verbüssen, wurde abgelehnt. Nach Verbüssung der Hälfte seiner US-Haftstrafe kann Kwon einen Antrag auf Überstellung einreichen, bevor ihm die Auslieferung nach Südkorea droht, wo er mit bis zu 40 Jahren Haft rechnen muss.

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    Zwölf Jahre gefordert, fünf Jahre erbeten

    Die US-Staatsanwaltschaft argumentiert für eine Haftstrafe von zwölf Jahren. Sie berücksichtigt dabei Kwons Schuldgeständnis, die Tatsache, dass er bereits 17 Monate in Montenegro in Untersuchungshaft verbrachte, sowie die bevorstehende Strafverfolgung in Südkorea. Die Verteidigung forderte hingegen eine Höchststrafe von fünf Jahren. In ihrem Plädoyer argumentieren Kwons Anwälte, sein Verhalten habe nicht aus Gier resultiert, sondern aus Hybris und Verzweiflung.

    Bundesrichter Paul Engelmayer stellte vor der Urteilsverkündung kritische Fragen zur Strafzumessung. Er forderte Klarheit darüber, ob Kwon für die 17 Monate montenegrinischer Haft eine Anrechnung erhalten solle. Zudem thematisierte der Richter die Wahrscheinlichkeit einer anschliessenden Auslieferung nach Südkorea, wo Kwon mit einer bis zu 40-jährigen Haftstrafe rechnen muss. Die föderalen Richtlinien würden normalerweise etwa 25 Jahre Haft empfehlen.

    Von der Vision zur Katastrophe

    TerraUSD war als algorithmischer Stablecoin konzipiert, der seinen Wert von einem US-Dollar durch ein Mint-and-Burn-Protokoll aufrechterhalten sollte. Nutzer konnten jederzeit LUNA im Wert von einem Dollar verbrennen, um einen UST zu prägen, oder umgekehrt einen UST verbrennen, um LUNA im Wert von einem Dollar zu erhalten. Dieser Mechanismus sollte Arbitrage-Anreize schaffen: Fiel UST unter einen Dollar, wurden Trader ermutigt, UST zu verbrennen und vergünstigt LUNA zu erhalten. Stieg UST über einen Dollar, sollten sie LUNA verbrennen und UST prägen.

    Anders als traditionelle Stablecoins wie USDT oder USDC besass UST keine direkten Reserven in Fiat-Währung oder Vermögenswerten. Der Wert beruhte ausschliesslich auf der Stabilität des Algorithmus und dem Marktwert von LUNA. Diese zirkuläre Struktur erwies sich als kritische Schwachstelle. Als am 7. Mai 2022 zwei grosse Adressen 375 Millionen UST von der Anchor-Plattform abzogen, verlor UST seinen Dollar-Peg. Der Mechanismus kippte in eine "Todesspirale": Nutzer tauschten massenhaft UST gegen LUNA, was den LUNA-Preis einbrechen liess und die Verwässerung weiter beschleunigte.

    Flucht, Verhaftung und Auslieferung

    Nach dem Kollaps im Mai 2022 tauchte Kwon unter. Im März 2023 verhafteten montenegrinische Behörden ihn am Flughafen Podgorica, als er mit einem gefälschten costa-ricanischen Pass versuchte, nach Dubai zu fliegen. Auch Terraform-CFO Han Chang-joon wurde bei derselben Aktion festgenommen. Ein montenegrinisches Gericht verurteilte beide im Juni 2023 zu vier Monaten Haft wegen Urkundenfälschung. Kwons Berufung wurde vom High Court im November 2023 abgewiesen.

    Es folgte ein monatelanger juristischer Kampf zwischen den USA und Südkorea, die beide Kwons Auslieferung forderten. Südkorea hatte das Ersuchen zwar zeitlich früher eingereicht, doch Montenegros Justizminister Bojan Božović entschied im Dezember 2024 zugunsten der USA. Am 31. Dezember 2024 traf Kwon in den Vereinigten Staaten ein. Seine Auslieferung nach Südkorea ist nach Verbüssung der US-Haftstrafe wahrscheinlich.

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    Zivilrechtliche Konsequenzen und Anlegerschäden

    Parallel zum Strafverfahren erreichte Kwon im Juni 2024 eine Einigung mit der US-Börsenaufsicht SEC. Ein Bundesgericht genehmigte ein Vergleichsurteil über 4.5 Milliarden Dollar. Terraform Labs muss 3.59 Milliarden Dollar an Gewinnabschöpfung, 467 Millionen Dollar an Verzugszinsen und 420 Millionen Dollar Zivilstrafe zahlen. Kwon selbst soll mindestens 204 Millionen Dollar an die Insolvenzmasse von Terraform Labs überweisen, darunter 7 Millionen Dollar in Barmitteln sowie sämtliche Krypto-Assets der Luna Foundation Guard.

    Eine Jury hatte im April 2024 Terraform Labs und Kwon einstimmig in weniger als zwei Stunden für schuldig befunden. Die SEC wird erst dann Zahlungen erhalten, wenn Investoren und Gläubiger vollständig entschädigt wurden. Zusätzlich verständigte sich Kwon im Rahmen seines Schuldgeständnisses auf die Herausgabe von über 19 Millionen Dollar.

    Ausblick auf ein längeres Verfahren

    Die heutige Urteilsverkündung markiert lediglich eine Etappe in Kwons juristischem Marathon. Nach Verbüssung der Hälfte seiner US-Haftstrafe könnte er einen Antrag auf Überstellung ins Ausland stellen. Die Staatsanwaltschaft hat signalisiert, einem solchen Antrag nicht entgegenzutreten. In Südkorea erwarten ihn weitaus härtere Strafen: Die Anklage fordert dort bis zu 40 Jahre Haft.

    Die Frage der Opferentschädigung bleibt komplex. Analysen zeigen, dass vermögende und erfahrene Investoren frühzeitig verkauften und deutlich geringere Verluste erlitten. Weniger erfahrene Anleger verkauften hingegen später oder versuchten sogar, "den Dip zu kaufen", was ihre Verluste massiv erhöhte. Richter Engelmayer forderte vor der Urteilsverkündung Klarheit darüber, wie die Opferentschädigung bei einer wahrscheinlichen Auslieferung nach Südkorea funktionieren würde.

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