Close Menu
Crypto Valley Journal
    Facebook X (Twitter) Instagram
    Crypto Valley Journal
    • Aktuell
      • News
      • Köpfe
    • Fokus
      • Hintergrund
      • Blockchain
      • Legal/Compliance
      • Nicht-Fungible Token (NFTs)
    • Invest
      • Märkte
      • Finanzprodukte
      • Dezentrale Finanzen (DeFi)
      • Börsenübersicht
    • Wissen
      • Basiswissen
      • Glossar
      • Politiker zu Krypto
    • Statistiken
      • Bitcoin-ETF-Flows
      • Ethereum-ETF-Flows
      • Krypto-Marktdaten
      • On-Chain-Daten
    • Akademie
      • Übersicht
      • Teil 1: Blockchain
      • Teil 2: Geld
      • Teil 3: Bitcoin
      • Teil 4: Kryptowährungen
      • Teil 5: Dezentrale Finanzen
      • Teil 6: Investieren
    • Deutsch
      • English
    Crypto Valley Journal
    Sie sind hier:Home » Fokus » Hintergrund » Nordkorea stiehlt 2025 Kryptowährungen im Wert von 2 Milliarden US-Dollar
    Nordkoreanische Hacker haben im Jahr 2025 Kryptowährungen im Wert von 2 Milliarden USD erbeutet und damit einen neuen Höchststand erreicht.

    Nordkorea stiehlt 2025 Kryptowährungen im Wert von 2 Milliarden US-Dollar

    von Redaktion cvj.ch am 18. Dezember 2025 Hintergrund

    Nordkoreanische Hacker haben im Jahr 2025 Kryptowährungen im Wert von 2.02 Milliarden Dollar erbeutet und damit einen neuen Höchststand erreicht. Das entspricht einem Anstieg von 51 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie das Blockchain-Analyseunternehmen Chainalysis in einem heute veröffentlichten Bericht bekannt gab.

    Die Angriffe machen 76 Prozent aller kompromittierten Krypto-Dienste aus und erhöhen die Gesamtsumme der seit 2017 von Nordkorea gestohlenen digitalen Assets auf 6.75 Milliarden Dollar. Die Lazarus-Gruppe, eine dem nordkoreanischen Militärgeheimdienst zugerechnete Hackergruppe, wird für die Mehrzahl der Vorfälle verantwortlich gemacht. Allein der Angriff auf die Börse Bybit im Februar, bei dem 1.5 Milliarden Dollar in Ethereum erbeutet wurden, stellt den grössten Krypto-Diebstahl der Geschichte dar. Insgesamt entfallen 59 Prozent der weltweit gestohlenen Kryptowährungen in Höhe von 3.4 Milliarden Dollar auf nordkoreanische Akteure.

    Abonnieren Sie unseren Newsletter

    Die besten Artikel der Woche direkt in ihre Mailbox geliefert.

    Weniger Angriffe, höherer Schaden durch gezielte Infiltration

    Die Analyse von Chainalysis offenbart eine bemerkenswerte Entwicklung: Nordkorea erreichte das Rekordergebnis 2025 mit 74 Prozent weniger bekannten Angriffen als im Vorjahr. Diese Effizienzsteigerung deutet dabei auf eine strategische Neuausrichtung hin. Statt auf Massenangriffe setzen die staatlich gestützten Akteure verstärkt auf hochwertige Ziele und langfristige Infiltrationskampagnen.

    Die drei grössten Hacks des Jahres – Bybit (1.5 Milliarden Dollar), ein weiterer nicht näher benannter Vorfall sowie der Angriff auf die südkoreanische Börse Upbit (30.4 Millionen Dollar im November) – machen zusammen 69 Prozent aller Verluste durch kompromittierte Dienste aus. Diese Konzentration auf Einzelereignisse mit massiver Wirkung unterscheidet sich deutlich von früheren Jahren mit zahlreicheren, aber kleineren Angriffen.

    Ein zentrales Element der neuen Taktik ist die Platzierung nordkoreanischer IT-Spezialisten innerhalb von Krypto-Unternehmen. Binance berichtete, dass nordkoreanische Hacker täglich versuchen, sich bei der Börse einzustellen. Dabei nutzen sie zunehmend KI-generierte Live-Videos und Stimmenverzerrer in Bewerbungsgesprächen. So verschleiern sie ihre wahre Identität. Diese eingeschleusten Mitarbeiter erlangen privilegierte Zugriffsrechte und ermöglichen somit Angriffe von innen.

    Der Bybit-Hack: Anatomie des Rekord-Diebstahls

    Der Bybit-Angriff vom 21. Februar 2025 veranschaulicht die ausgefeilten Methoden der Lazarus-Gruppe. Die Hacker kompromittierten zunächst den Arbeitsrechner eines Entwicklers von Safe{Wallet}. Dabei handelt es sich um die Multi-Signatur-Plattform, die Bybit für sichere Transaktionen nutzt. Über einen Social-Engineering-Angriff verschafften sich die Angreifer Zugang. Sie stahlen AWS-Session-Tokens und umgingen damit die Multi-Faktor-Authentifizierung.

    Nachdem die Hacker Zugriff auf das AWS-Konto von Safe{Wallet} erlangt hatten, manipulierten sie die Benutzeroberfläche, die Bybit-Mitarbeiter angezeigt bekamen. Sie ersetzten harmlosen JavaScript-Code durch bösartigen Code, der 401'000 ETH – damals rund 1.5 Milliarden Dollar wert – auf Wallets unter nordkoreanischer Kontrolle umleitete. In den ersten 48 Stunden nach dem Diebstahl wuschen die Täter bereits 160 Millionen Dollar durch Krypto-Mixer, die die Herkunft von Transaktionen verschleiern.

    Bybit stabilisierte die Situation innerhalb von zwölf Stunden und verzeichnete Zuflüsse von vier Milliarden Dollar, was die Auswirkungen des Hacks kompensierte. Das FBI veröffentlichte später 51 Ethereum-Adressen, die mit den gestohlenen Geldern in Verbindung stehen.

    Ray Dalio hält zwar selbst 1% seines Vermögens in Bitcoin, sieht die Kryptowährung gegenüber Gold aber als ungeeignetes Reserve-Asset. Köpfe

    Starinvestor Ray Dalio stuft Bitcoin als Gold unterlegen ein

    Die Tokenisierung eröffnet Unternehmen neue Wege, Investoren flexibel einzubinden und Finanzierungen effizient zu gestalten. Hintergrund

    Tokenisierte Beteiligungen: steuerlich effiziente Alternative zu klassischen Beteiligungen?

    VanEck listet mit VBNB den ersten US-Spot-BNB-ETF an der Nasdaq. Fee 0.39%, Verwahrung bei Anchorage Digital, kein Staking zum Start. Finanzprodukte

    VanEck startet ersten US-BNB-ETF (VBNB) an der Nasdaq

    Transparenz im Digital Finance basiert auf Proof of Reserves, Merkle Trees, MPC-Verwahrung und 24/7-Monitoring für Solvenznachweise. Basiswissen

    Transparenz als Fundament der Sicherheit im Digital Finance

    Ray Dalio hält zwar selbst 1% seines Vermögens in Bitcoin, sieht die Kryptowährung gegenüber Gold aber als ungeeignetes Reserve-Asset. Köpfe

    Starinvestor Ray Dalio stuft Bitcoin als Gold unterlegen ein

    Die Tokenisierung eröffnet Unternehmen neue Wege, Investoren flexibel einzubinden und Finanzierungen effizient zu gestalten. Hintergrund

    Tokenisierte Beteiligungen: steuerlich effiziente Alternative zu klassischen Beteiligungen?

    Geldwäsche-Muster und internationale Verflechtungen

    Chainalysis identifizierte ein konsistentes Muster in der Geldwäsche nordkoreanischer Diebstähle. Die gestohlenen Gelder durchlaufen typischerweise ein etwa 45-tägiges Zeitfenster. Dieses gliedert sich in mehrere Phasen von der unmittelbaren Verschleierung bis zur finalen Integration. Diese Regelmässigkeit über mehrere Jahre hinweg bietet Strafverfolgungsbehörden und Compliance-Teams somit wertvolle Ansatzpunkte.

    Nordkoreanische Hacker transferieren Gelder überwiegend in kleineren Tranchen – über 60 Prozent des Volumens bewegt sich unterhalb von 500'000 Dollar. Ihre Geldwäsche-Aktivitäten zeigen eine deutliche Präferenz für chinesischsprachige Garantie- und Geldtransferdienste, Cross-Chain-Bridges, Mixing-Dienste und spezialisierte Plattformen. Diese geografische und technische Diversifizierung erschwert die Nachverfolgung erheblich.

    Das US-Finanzministerium reagierte im November 2025 mit Sanktionen gegen acht Personen und zwei Organisationen, die an der Geldwäsche nordkoreanischer Cyberkriminalitäts-Erlöse beteiligt waren. Die Massnahmen zielen darauf ab, die Netzwerke zu zerschlagen, die es Nordkorea ermöglichen, gestohlene Kryptowährungen in nutzbare Mittel umzuwandeln.

    Finanzierung des Atomwaffenprogramms durch Krypto-Diebstahl

    Die Vereinten Nationen, das FBI und private Sicherheitsforscher sind sich einig: Die gestohlenen Kryptowährungen finanzieren Nordkoreas Atomwaffen- und Raketenprogramm. Die Annual Threat Assessment der US-Geheimdienste für 2025 stellt fest, dass Nordkorea seine militärische Entwicklung durch den Diebstahl von Hunderten Millionen Dollar pro Jahr in Kryptowährungen finanziert und damit eine grössere Gefahr für die Vereinigten Staaten und ihre indopazifischen Verbündeten darstellt.

    Die Lazarus-Gruppe untersteht vermutlich dem Reconnaissance General Bureau des nordkoreanischen Militärs. Sie setzte dieselben Strukturen bereits bei hochkarätigen Angriffen wie dem Sony-Pictures-Hack 2014 ein. Krypto-Diebstähle ermöglichen es dem Regime dabei, internationale Sanktionen zu umgehen und ausserhalb des traditionellen Finanzsystems zu operieren. Die dezentrale Natur von Kryptowährungen macht die Nachverfolgung anspruchsvoll – wenn auch nicht unmöglich.

    Trotz der Rekordsummen zeigen die Daten von Chainalysis auch positive Entwicklungen. Kompromittierungen einzelner Wallets stiegen zwar auf 158'000 Vorfälle mit 80'000 betroffenen Opfern. Im DeFi-Bereich blieben die Hack-Verluste in den Jahren 2024 und 2025 trotz gestiegenem Total Value Locked unterdrückt. Dies deutet auf verbesserte Sicherheitspraktiken hin. Die Branche macht somit Fortschritte – doch staatlich gestützte Akteure mit unbegrenzten Ressourcen bleiben dennoch die grösste Herausforderung für die Krypto-Industrie.

    Share. Facebook Twitter LinkedIn Email Telegram WhatsApp

    Über den Autor

    Redaktion cvj.ch
    • Website
    • Twitter
    • LinkedIn

    Die Redaktion des Crypto Valley Journal berichtet seit 2018 aus Zug, dem Sitz des Schweizer Crypto Valley, über Bitcoin, Krypto, Blockchain und die regulatorische Entwicklung digitaler Vermögenswerte. Hinter der kollektiven Redaktionsstimme steht ein Team aus Autoren mit Hintergrund in Finanzmarkt, Recht und Technologie.

    Verwandte Artikel

    Die Tokenisierung eröffnet Unternehmen neue Wege, Investoren flexibel einzubinden und Finanzierungen effizient zu gestalten.

    Tokenisierte Beteiligungen: steuerlich effiziente Alternative zu klassischen Beteiligungen?

    CLARITY Act DeFi

    CLARITY Act: Der wichtigste Krypto-Deal des Jahres steht vor der Entscheidung

    KelpDAO Hack: 292 Millionen USD Verlust im grössten DeFi-Angriff 2026. Investoren zogen über 15 Milliarden USD aus dem Sektor ab.

    KelpDAO-Kettenreaktion: 15 Milliarden USD aus den grössten DeFi-Protokollen abgehoben

    Jamie Dimon attackiert Coinbase-CEO Armstrong und bekämpft im CLARITY Act Krypto-Lobbying die Stablecoin-Yield-Regel der Banken.
    31. Mai 2026

    Jamie Dimon vs. Coinbase: JPMorgan eskaliert CLARITY Act-Streit

    CVJ Wochenrückblick
    30. Mai 2026

    Wochenrückblick: Raiffeisen steigt ins Krypto-Geschäft ein

    Krypto-Assets bei Raiffeisen ab 2027: Die Schweizer Genossenschaftsbank bietet Handel und Verwahrung mit Sygnum als Partner.
    29. Mai 2026

    Exklusiv: Raiffeisen bietet ab 2027 Krypto-Handel und -Verwahrung an

    twitter bild button instagram bild button linkedin bild button youtube bild button

    Über Crypto Valley Journal
    Über Crypto Valley Journal

    Am Puls der Bewegung

    • Akademie
    • Kontakt
    • Werbung
    • Über uns
    • Partner
    • Impressum
    • Datenschutz
    • Disclaimer
    Suche

    Type above and press Enter to search. Press Esc to cancel.