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    Sie sind hier:Home » Fokus » Legal/Compliance » G20 fordert strenge Geldwäscherei Richtlinien von Krypto Börsen

    G20 fordert strenge Geldwäscherei Richtlinien von Krypto Börsen

    von Redaktion cvj.ch am 25. Juni 2019 Legal/Compliance

    FATF reguliert Dienstleister von virtuellen Währungen "asset service providers"

    Kryptowährungen werden immer populärer. Dank diesem Umstand verdienen nicht zuletzt die Börsen welche den Handel von Krypto Assets ermöglichen, gutes Geld am gesteigerten Handelsvolumen.

    Die Financial Action Task Force (FATF), eine regierungsübergreifende Organisation mit Sitz in Paris, hat am 21. Juni ihre Empfehlungen zur Bekämpfung der Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung im Umgang mit virtuellen Währungen abgegeben. Gut 200 Länder folgen den FATF-Empfehlungen und implementieren diese jeweils über ihre zuständigen Behörden in ihre Gesetzgebung. Bei Nichtbefolgung dieser Vorgaben droht die Platzierung auf einer schwarzen Liste. Im schlimmsten Fall der Ausschluss aus dem globalen Finanzsystem.

     «Durch die Annahme der in dieser Woche vereinbarten Standards und Richtlinien wird die FATF sicherstellen, dass virtuelle Asset-Dienstleister nicht im Schatten operieren», sagte US-Finanzminister Steven Mnuchin in seinen Bemerkungen vor der Plenarsitzung der FATF am Freitag in Orlando, Florida.

    Auch die USA ist FATF Mitglied, folglich betrifft diese Regelung dort ansässige Krypto Börsen wie Coinbase, Kraken Bittrex oder den Asset Manager Fidelity.

    Zukünftig sollen sogenannte «virtual asset service providers (VASPs)» nach den erlassenen Vorgaben operieren. Die Empfehlungen lehnen sich stark an die Regulierung des traditionellen Bankengeschäfts. Bei der sogenannten «Travel Rule» müssen Transfers über 1’000 USD Informationen des Senders sowie des Empfängers enthalten und an die empfangende Finanzinstitution weitergegeben werden. Diese Informationen umfassen nebst der Kontonummer auch den Namen, Adresse und eine Pass Nummer.

    Auch beinhalten die verabschiedeten Empfehlungen Richtlinien bezüglich den VASPs selber. So sollen neben Lizenzierungen für Betreiber auch Berichterstattungsstandards für Besitzverhältnisse und Managementfunktionen innerhalb der VASP’s eingeführt werden.  

    Hohe Kosten durch komplexe administrative Hürden erwartet

    Die FATF Empfehlung dürfte Krypto Börsen vor neue, hohe administrative Hürden stellen. So ist in der Krypto Welt der Empfänger einer Kryptowährung nur durch seine Wallet Adresse definiert. Eine Abfolge an Zahlen und Buchstaben welche keine Informationen über den Inhaber der Adresse beinhaltet. Insofern wären die Börsen künftig gezwungen, ein weitergehendes globales System neben der Blockchain zu führen, welches die neu benötigten Informationen beinhaltet.   

    Die neue Empfehlung wurde von den betroffenen Institutionen somit eher kritisch aufgenommen. Aussagen von Jeff Horowitz und John Roth, beides Compliance Officer von Coinbase respektive Bittrex, verweisen auf die komplexe Umsetzung dieser Vorgaben.

    Es bleibt abzuwarten wie die gut 200 Krypto Börsen weltweit auf die neuesten FATF Vorgaben reagieren werden.  

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    Die Redaktion des Crypto Valley Journal berichtet seit 2018 aus Zug, dem Sitz des Schweizer Crypto Valley, über Bitcoin, Krypto, Blockchain und die regulatorische Entwicklung digitaler Vermögenswerte. Hinter der kollektiven Redaktionsstimme steht ein Team aus Autoren mit Hintergrund in Finanzmarkt, Recht und Technologie.

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