Close Menu
Crypto Valley Journal
    Facebook X (Twitter) Instagram
    Crypto Valley Journal
    • Aktuell
      • News
      • Köpfe
    • Fokus
      • Hintergrund
      • Blockchain
      • Legal/Compliance
      • Nicht-Fungible Token (NFTs)
    • Invest
      • Märkte
      • Finanzprodukte
      • Dezentrale Finanzen (DeFi)
      • Börsenübersicht
    • Wissen
      • Basiswissen
      • Glossar
      • Politiker zu Krypto
    • Statistiken
      • Bitcoin-ETF-Flows
      • Ethereum-ETF-Flows
      • Krypto-Marktdaten
      • On-Chain-Daten
    • Akademie
      • Übersicht
      • Teil 1: Blockchain
      • Teil 2: Geld
      • Teil 3: Bitcoin
      • Teil 4: Kryptowährungen
      • Teil 5: Dezentrale Finanzen
      • Teil 6: Investieren
    • Deutsch
      • English
    Crypto Valley Journal
    Sie sind hier:Home » Fokus » Blockchain » Von öffentlichen und privaten Blockchains

    Von öffentlichen und privaten Blockchains

    von Redaktion cvj.ch am 13. Juni 2019 Blockchain

    Die wahre Innovation sind öffentliche Blockchain-Protokolle, schreibt 10x10 Kolumnist Fabian Schär.

    Immer wieder werden Stimmen laut, welche die Blockchain-Technologie als überbewertet oder gar unnütz bezeichnen. Blockchains seien ineffizient, so das Argument. Zentralisierte Alternativen könnten dieselben Daten schneller und kostengünstiger verarbeiten. Das Effizienz-Argument ist zwar korrekt, ignoriert aber die eigentliche Innovation und damit die Stärke einer öffentlichen Blockchain.

    Erstmals entsteht eine Datenbank, deren Inhalte durch alle Teilnehmer verifiziert werden können. Unilaterale Manipulationen sind daher ausgeschlossen. Daten können besichert, nachweislich korrekt verarbeitet und Zustände eindeutig festgehalten werden. Spannend ist, dass der Begriff Blockchain vermehrt auch in zentralisierten Projekten auftaucht. So existieren Beispiele von Blockchain-Implementierungen, die durch wenige Parteien – teilweise sogar durch eine einzige Partei – kontrolliert werden. Die Rede ist von sogenannten Permissioned Ledgers, also von Systemen, die den Teilnehmerkreis auf Datenbankebene beschränken.

    Eine solche Einschränkung muss nicht per se schlecht sein, unter gewissen Umständen kann sie Sinn machen. Wichtig ist aber, dass man sich bewusst ist, dass so essenzielle Vorteile der Blockchain verloren gehen, darunter auch der Schutz vor Manipulationen. Es besteht folglich die Gefahr, dass die neue Technologie jeglicher Innovation beraubt wird und die Grenzen zu normalen Datenbanken verschwinden.

    Als vermeintliche Vorteile werden meist wohldefinierte Schnittstellen, standardisierte Kommunikationsprotokolle und eine gut geschnittene Architektur hervorgehoben. Dabei handelt es sich aber nicht um Vorzüge der Blockchain-Technologie: Diese Aspekte können mit jeder normalen Datenbank umgesetzt werden. Die Parallelen zu den Anfängen des Internets sind unverkennbar. So gab es auch damals Unternehmen, die auf eingeschränkte Versionen des Internets setzten – auf teilabgeschottete Netzwerke.

    Heute befinden wir uns in einer ähnlichen Situation. Erstmals in der Menschheitsgeschichte können knappe digitale Werteinheiten geschaffen werden – auf einer dezentralisierten Infrastruktur, einem «Internet of Value», das nicht durch einzelne Unternehmen kontrolliert wird. Das ist die wahre Innovation der Blockchain-Technologie. Und doch wird genau dieser Vorteil heute bei vielen Projekten beschränkt oder gänzlich zunichte gemacht. Dabei könnten benötigte Einschränkungen innerhalb von Smart Contracts, über Sidechains oder durch kryptografische Hilfsmittel implementiert werden. Es könnte eine mehrschichtige Architektur entstehen, ähnlich wie beim Internet.

    Der grosse Vorteil dabei wäre, dass dadurch sämtliche Optionen offen blieben; eine Flexibilität, die nur möglich ist, wenn die grundlegende Infrastruktur dezentralisiert bleibt. Ist das Fundament zentralisiert, verkommt die Dezentralisierung auf Anwendungsebene zur reinen Alibiübung. Bei der Diskussion rund um die Dezentralisierung geht es also nicht um blinden Idealismus, sondern um die Überzeugung, dass die grundlegendste Infrastruktur nicht durch einzelne Unternehmen kontrolliert werden soll. Die Technologie ist ein gutes Instrument, um der Systemrelevanz einzelner Unternehmen und den damit verbundenen volkswirtschaftlichen Risiken entgegenzuwirken. Falsch eingesetzt, kann die Technologie aber genau den gegenteiligen Effekt haben.

    *Fabian Schär ist Geschäftsleiter des Center for Innovative Finance und hält eine Professur für «Distributed Ledger Technology (Blockchain) / FinTech» an der Universität Basel.

    Dieser Artikel ist im Original auf 10x10.ch erschienen und ist Teil einer Kooperation.

    Share. Facebook Twitter LinkedIn Email Telegram WhatsApp

    Über den Autor

    Redaktion cvj.ch
    • Website
    • Twitter
    • LinkedIn

    Die Redaktion des Crypto Valley Journal berichtet seit 2018 aus Zug, dem Sitz des Schweizer Crypto Valley, über Bitcoin, Krypto, Blockchain und die regulatorische Entwicklung digitaler Vermögenswerte. Hinter der kollektiven Redaktionsstimme steht ein Team aus Autoren mit Hintergrund in Finanzmarkt, Recht und Technologie.

    Verwandte Artikel

    Wall Street Blockchain

    Bitcoin sucht Halt, Wall Street baut auf Blockchain

    Volvo Group erprobt eine eigene Kryptowährung auf einem geschlossenen Blockchain-Netzwerk, um Zahlungen mit Lieferanten abzuwickeln.

    Volvo Group testet eigene Kryptowährung für Lieferanten

    17 Banken auf sechs Kontinenten pilotieren grenzüberschreitende Zahlungen mit tokenisierten Einlagen auf Swifts Blockchain Ledger.

    Swift startet Blockchain-Ledger für 17 Grossbanken

    Bitcoin überholt Gold in den USA: Laut dem River-Report besitzen 49.6 Mio. Amerikaner Bitcoin, nur 28.8 Mio. halten noch Gold.
    22. Juli 2026

    Bitcoin überholt Gold bei US-Anlegern erstmals

    S&P und Pantera lancieren den S&P Pantera Index, einen Krypto-Benchmark aus 18 Titeln, der Bitcoin mangels Protokoll-Umsatz ausschliesst.
    22. Juli 2026

    Neuer S&P-Pantera-Index lässt Bitcoin komplett aus

    Trump stimmt der Ethik-Klausel für den Clarity Act zu: Sie verbietet Amtsträgern Krypto-Emissionen und legt die Durchsetzung ins DOJ.
    22. Juli 2026

    Trump billigt Ethik-Klausel für den Clarity Act

    twitter bild button instagram bild button linkedin bild button youtube bild button

    Über Crypto Valley Journal
    Über Crypto Valley Journal

    Am Puls der Bewegung

    • Akademie
    • Kontakt
    • Werbung
    • Über uns
    • Partner
    • Impressum
    • Datenschutz
    • Disclaimer
    Suche

    Type above and press Enter to search. Press Esc to cancel.