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    Weltgrösstes Clearinghaus DTCC experimentiert mit Blockchain-Daten

    von Redaktion cvj.ch am 17. Mai 2024 Blockchain

    Das Pilotprojekt "Smart NAV" des Zentralverwahrers Depository Trust & Clearing Corporation (DTCC) in Zusammenarbeit mit dem Oracle-Projekt Chainlink und führenden US-Banken testete die Darstellung von Marktdaten auf der Blockchain.

    DTCC betreibt das weltweit grösste Wertpapierabwicklungssystem. Um die Tokenisierung traditioneller Vermögenswerte zu unterstützten, lancierte das Clearinghaus das Pilotprojekt "Smart NAV". Mithilfe des Chainlink-Interoperabilitätprotokolls CCIP konnte DTCC über ein standardisiertes Verfahren die Nettoinventarwerte (Net Asset Value, NAV) tokenisierter Fonds auf verschiedenen Blockchains zur Verfügung stellen. Unter den Teilnehmern des Pilotprojekts befinden sich die US-Finanzriesen BNY Mellon, Franklin Templeton, JP Morgan, State Street, Invesco und weitere.

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    Wichtige Infrastruktur für Tokenisierung

    Der Begriff Tokenisierung beschreibt die Darstellung herkömmlicher Vermögenswerte (auch bekannt als Real-World Assets, RWAs) auf einem Blockchain-Netzwerk. Beispielsweise bietet BlackRock seit März 2024 einen Geldmarktfonds auf der Ethereum-Blockchain an. Zu den Vorteilen zählen unter anderem erhöhte Transparenz für traditionelle Finanzprodukte, breitere Zugänglichkeit und grenzüberschreitende Abwicklung.

    Wichtig für solche Unterfangen ist eine akkurate Darstellung des Nettoinventarwerts (NAV). Dieser liegt letztendlich dem Marktpreis für neue Zeichnungen eines Produkts zugrunde. Mit Smart NAV möchte DTCC diese Daten direkt auf der Blockchain verteilen. Chainlinks CCIP ermöglicht die Anwendung auf eine Vielzahl von Netzwerken. Damit können die Daten effizienter abgefragt und verarbeitet werden.

    Diagramm des Smart NAV Projekts / Quelle: DTCC

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    Potenzieller Ausbau des Experiments

    Laut DTCC zeigte das Pilotprojekt, wie viele verschiedene Anwendungsfälle von der Darstellung essenzieller Marktdaten direkt auf der Blockchain profitieren könnten. Konkret nannte das Clearinghaus tokenisierte Fonds, Smart Contracts für Grossbanken und Brokerage-Portfolioanwendungen. Weitere Vorteile seien die automatisierte Datenverbreitung in Echtzeit und der integrierte Zugriff auf historische Daten.

    Auf der Grundlage des Blockchain-Experiments sehe DTCC die Möglichkeit, den Anwendungsbereich auszuweiten. Damit könne man untersuchen, wie die im Rahmen des Pilotprojekts genutzten technischen Möglichkeiten ein breiteres Spektrum von Anwendungsfällen und über eine grössere Anzahl von Blockchains hinweg ermöglichen könnten. Smart NAV könne in folgenden Bereichen expandieren:

    • Nutzung eines ähnlichen Verbreitungsmodells mit erweiterten Datensätzen (z.B. wichtige Referenzdaten)
    • Automatisierung von Arbeitsabläufen über Blockchains, die durch den verbreiteten Datensatz ausgelöst werden (z.B. Portfolio-Rebalancing, ausgelöst durch den NAV)
    • Ausweitung der in Smart NAV verwendeten Smart-Contract-Governance-Funktionen, um die Datenerfassung direkt von den Beteiligten zu ermöglichen (im Gegensatz zu einer zentralisierten Übermittlungsstelle)
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    Redaktion cvj.ch
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    Die Redaktion des Crypto Valley Journal berichtet seit 2018 aus Zug, dem Sitz des Schweizer Crypto Valley, über Bitcoin, Krypto, Blockchain und die regulatorische Entwicklung digitaler Vermögenswerte. Hinter der kollektiven Redaktionsstimme steht ein Team aus Autoren mit Hintergrund in Finanzmarkt, Recht und Technologie.

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