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    Sie sind hier:Home » Aktuell » News » YouTube lässt Krypto-Inhalte sperren
    Youtube

    YouTube lässt Krypto-Inhalte sperren

    von Redaktion cvj.ch am 27. Dezember 2019 News

    Die Beziehung von Google zu Bitcoin und Krypto-Währungen war lange Zeit eher angespannt, nun hat sich diese scheinbar wieder verschlechtert. So wurden in den letzten Tagen hunderte Videos hinsichtlich Bitcoin und Krypto-Währungen vom Video-Sharing Dienst YouTube entfernt.

    Google hat über Weihnachten scheinbar beschlossen, hunderte Videos hinsichtlich Bitcoin und Krypto-Währungen vom Video-Sharing Dienst YouTube zu entfernen. Dies führte dazu, dass sich viele Schaffer, welche in diesem Bereich Videos publizieren, gerechtfertigter Weise angegriffen und in ihrer Existenz bedroht fühlen. Die Krypto-Reinigungswelle scheint sich eher auf kleinere und mittelgrosse Kanäle bezogen zu haben. Videos wie beispielsweise dem Herausgeber von Wirtschaftsnachrichten, CNBC blieben gänzlich unberührt.

    Rede ist von "schädlichen oder gefährlichen Inhalten"

    Die Anzahl der verbannten Videos, auf die Googles YouTube abzielt, geht weit in die Hunderte. Viele der Anbieter kontaktierten konsequenterweise Google, auch via Twitter. Bei den betroffenen war die Meldung vernehmen, dass die betroffenen Inhalte aufgrund von «schädlichen oder gefährlichen Inhalten» entfernt worden waren.

    Hi @TeamYouTube with over 100 videos removed & 2 strikes in 24 hours I have still not even received an email from you. This is really scary. We've hired new staff. I have a wife & baby to support. I can't fix the problem if I don't know what I've done or who to communicate with!?

    — Alex Saunders (@AlexSaundersAU) December 26, 2019

    Der Moderator der CryptoTrader-Show auf CNBC Africa, Ran NeuNer nannte den Schritt einen «massiven Schlag gegen die Branche». YouTube sei die Anlaufstelle für Lehrvideos und Personen, die neu in das Ökosystem gelangen und dort Grundlagen erlernen wollen. Diese Entscheidung sollte die Gemeinschaft anfechten.

    Nur zögerliche Erklärung seitens Alphabet und YouTube

    Alphabet, die Google Muttergesellschaft, hat bisher keine Anstände gemacht, die Gründe für die Säuberung ausführlich zu erklären. Gegenüber dem Magazin Decrypt wurden folgende Äusserungen von einem Youtube Sprecher abgegeben:

    "Die Entfernung von hunderten von Krypto bezogenen Video-Seiten Anfang der Woche erfolgte "irrtümlich". Bei der enormen Menge an Videos auf unserer Seite, treffen wir manchmal eine falsche Entscheidung. Wenn wir darauf aufmerksam gemacht werden, dass ein Video irrtümlich entfernt wurde, handeln wir schnell um es wiederherzustellen."

    Der Sprecher fügte hinzu, dass es keine Änderung in den Richtlinien gegenüber "Krypto" gegeben hat und dass alle betroffenen Videos ohne "irgendeine Sanktion für den Anbieter" wieder eingestellt wurden.
    Trotzdem beklagen weiterhin viele Inhaltsanbieter gesperrte Videos.

    Alternative für zentralisierte Dienste gefordert

    Die angewandte Zensur der Videos, ohne Vorwarnung und ohne Angabe von Gründen zeigt, wie abhängig und ausgeliefert ein ganzes Ökosystem von einem zentralisierten Anbieter wie Youtube sein kann. Die Hilflosigkeit der Inhaltsanbieter ist nachvollziebar, zumal der Suchriese bereits zuvor verboten hatte, Bitcoin und Krypto-Währungs Anzeigen zu schalten. Bis dann im September letzten Jahres, nach dreimonatiger Blockade, die Inhalte wieder zugelassen wurden.

    Changpeng Zhao, Gründer und Geschäftsführer der Krypto-Börse Binance äusserte sich auf Twitter, dass es vielleicht Zeit wäre, eine eigene zensurresistente Social-Media-Plattform für die Krypto-Community basierend auf der Blockchain zu schaffen.

    Das ist eine lobenswerte Vorstellung, zumal die Blockchain unter anderem Attribute wie "zensurresistent" aufweist. Allerdings fehlen aktuell vor allem die Nutzer für derartige dezentrale Plattformen. Wie in unserem Bericht über die Blockchain Pläne von Twitter erwähnt, existieren solche Plattformen bereits, kämpfen aber mit stagnierenden Nutzerzahlen.

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    Über den Autor

    Redaktion cvj.ch
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    Die Redaktion des Crypto Valley Journal berichtet seit 2018 aus Zug, dem Sitz des Schweizer Crypto Valley, über Bitcoin, Krypto, Blockchain und die regulatorische Entwicklung digitaler Vermögenswerte. Hinter der kollektiven Redaktionsstimme steht ein Team aus Autoren mit Hintergrund in Finanzmarkt, Recht und Technologie.

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