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    Venezuela trotzt Dollar-Mangel: Stablecoins werden staatliches Zahlungsmittel

    Venezuela trotzt Dollar-Mangel: Stablecoins werden staatliches Zahlungsmittel

    von Redaktion cvj.ch am 4. September 2025 News

    Angesichts akuter US-Dollar-Knappheit drängt Venezuela verstärkt auf den Einsatz von Kryptowährungen im Zahlungsverkehr. Die Regierung öffnet sich schrittweise gegenüber dem Stablecoin Tether (USDT), um den privaten Devisenmarkt zu stabilisieren und die Wirtschaft am Laufen zu halten.

    Die US-Sanktionen haben den Dollar-Zufluss nach Venezuela fast vollständig blockiert. In Reaktion darauf öffnet die Regierung den Weg für Stablecoins wie Tether (USDT). Immer mehr Unternehmen und Bürger nutzen diese digitalen Währungen für Zahlungen und Wertaufbewahrung. Damit entwickelt sich digitale Assets zu einer wichtigen Stütze der venezolanischen Wirtschaft, wie aus Reuters hervorgeht.

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    Dollar knapp, Stablecoin gefragt

    Die US-Sanktionen haben den Zugang Venezuelas zu Devisen drastisch eingeschränkt - Ölverkäufe und internationale Kartenzahlungen bringen kaum noch Dollar ins Land. Selbst eine begrenzte Exportgenehmigung für Chevron erlaubt keine Zahlungen an die Regierung, was die Lage zusätzlich verschärft.

    Im Gegenzug erlaubt die Regierung seit Juni, dass zugelassene Unternehmen über Banken USDT mit Bolívares kaufen können. Diese digitalen Dollar sind dann für Inlands- und Auslandszahlungen nutzbar. Schätzungen zufolge wurden im Juli bereits rund 119 Mio. USD in Stablecoins umgesetzt - ein deutliches Signal für eine wachsende Bedeutung digitaler Assets als Tauschmittel.

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    Rolle von PDVSA und private Initiativen

    Auch der staatliche Ölkonzern PDVSA hat seine Aktivitäten auf USDT ausgeweitet und stützt sich auf digitale Währungen für Transaktionen, wie CVJ.CH bereits im April 2024 berichtete. In einem Umfeld, in dem der traditionelle Devisenmarkt austrocknet, agieren Unternehmen zunehmend selbst als Stabilitätsanker und sorgen über Exporte und Krypto-Geschäfte für dringend benötigte Liquidität.

    Venezuela befand sich bereits in einer ausgeprägten Hyperinflation - laut Chainalysis stieg die Krypto-Nutzung im Land 2024 um 110%, was das Land auf Platz 13 des globalen Krypto-Adoptionsindex katapultierte.

    Während der Bolívar dramatisch an Wert verlor, wurden Stablecoins wie USDT zu einem alternativen Zahlungsmittel für Gehälter, Handelsgeschäfte und Überweisungen. Selbst kleine Händler in Caracas akzeptieren inzwischen Stablecoins, um sich gegen tägliche Währungsverluste abzusichern.

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    Redaktion cvj.ch
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    Die Redaktion des Crypto Valley Journal berichtet seit 2018 aus Zug, dem Sitz des Schweizer Crypto Valley, über Bitcoin, Krypto, Blockchain und die regulatorische Entwicklung digitaler Vermögenswerte. Hinter der kollektiven Redaktionsstimme steht ein Team aus Autoren mit Hintergrund in Finanzmarkt, Recht und Technologie.

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