Ripple bereitet sich auf eine Klage der SEC vor

Ripple, das Unternehmen hinter der drittgrössten Kryptowährung XRP, erwartet eine Klage der United States Securities and Exchange Commission (SEC). Die FinTech Firma würde beschuldigt werden, unlizenzierte Wertpapiere in Form ihrer XRP-Tokens verkauft zu haben.

Die US-Börsenaufsicht (SEC) wird eine Klage gegen Ripple, CEO Brad Garlinghouse und Mitgründer Chris Larsen einreichen, so ein Statement des CEOs. Sie würden behaupten, dass das Unternehmen Gesetze gegen den Verkauf von nicht registrierten Wertpapieren verletzte, als es XRP an Investoren verkaufte. Sie gehen davon aus, dass die Klage noch vor Weihnachten eingereicht wird.

Update 23.12.2020: Die SEC reichte ihre Klage nun offiziell ein, mehr Details dazu hier.

Angriff auf die Krypto-Branche?

CEO Garlinghouse ist der Meinung, dass die Klage „grundlegend falsch in rechtlicher und faktischer Hinsicht“ sei. Ripple würde das Gerichtsverfahren der SEC anfechten, da es sich dabei um Diskriminierung des Unternehmens handle. In einem Tweet nannte er die Klage einen „Angriff auf die Krypto-Branche“.

Die SEC würde Ripple unfair behandeln, da die zwei Top-Kryptowährungen Bitcoin und Ethereum auch nicht als Wertpapiere eingestuft wurden. Wertpapieren sind dabei Finanzinstrumente, die einen Anteil an einem Unternehmen repräsentieren, im Gegensatz zu einer reinen Währung. Garlinghouse argumentierte, dass XRP eine alleinstehende Kryptowährung mit einem stark genutzten dezentralen Netzwerk sei, kein Wertpapier.

Trotzdem sind knapp 60 Milliarden der insgesamt 100 Milliarden Tokens im Besitz der Firma Ripple und deren Verkauf auf dem Markt ist zentral für die Finanzstrategie des Unternehmens ist. Der CEO ist jedoch weiterhin überzeugt, dass XRP eine legitime Alternative zu Bitcoin ist, wie einem aktuellen Dokument zu entnehmen ist.

Ripple Klage, XRP Alternative zu Bitcoin

Quelle: Ripple

Reaktion der Krypto-Community

Obwohl Ripple von einem Angriff auf die ganze Branche sprach, stellte sich die Mehrheit der Community auf die Seite der SEC. Viele stimmten mit der Börsenaufsicht überein, dass XRP tatsächlich als Wertpapier klassifiziert werden sollte und die Klage somit berechtigt ist. Jurist Jake Chervinsky hielt sogar ein Delisting auf den grössten zentralen Börsen (CEX) für möglich. Einige waren ausserdem der Meinung, dass XRP ohnehin ein Betrug ist und gar nicht zur Krypto-Branche gezählt werden sollte.

Share.

Über den Autor

Redaktion cvj.ch

Die CVJ Redaktion besteht aus einem Team von Blockchain Experten und informiert täglich und unabhängig über die spannendsten Neuigkeiten.

dobalance