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    Raiffeisen

    Österreichische Raiffeisen Bankengruppe möchte Euro tokenisieren

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    von Redaktion cvj.ch am 20. Mai 2020 News

    Die Raiffeisen Bankengruppe (RBG) möchte den Euro für den Interbankentransfer tokenisieren. Dabei will die österreichische «Raiffeisen Bank International» mit der polnisch-britischen Fintech-Firma Billon an einem eigenen Projekt arbeiten.

    Die österreichische Bankengruppe ist die größere der beiden genossenschaftlich strukturierten Bankengruppen Österreichs und die größte des Landes. Der Marktanteil der RBG über die verschiedenen Marktsegmente liegt bei ungefähr 30 %, ihre konsolidierte Bilanzsumme beträgt rund 287 Milliarden Euro.

    Die Raiffeisen Bank möchte den Euro für den Interbankentransfer tokenisieren. Dabei will die österreichische «Raiffeisen Bank International» mit der polnisch-britischen Fintech-Firma Billon an einem eigenen Projekt in diesem Bereich arbeiten. Eine RBI-Tokenisierungsplattform, derzeit noch ein Pilotprojekt, soll bis Ende 2020 getestet werden und es ermöglichen, grenzüberschreitende Interbanken-Transaktionen zu beschleunigen. Dies soll beispielsweise zu einem verbesserten Liquidititätsmanagement führen, so die beiden Unternehmen.

    Die nationale Währung soll durch einen sogenannten RBI-Coin abgebildet und entwickelt werden. Dieser Coin soll im Sinne eines Stablecoins 1:1 an den Euro oder eine andere Währung gekoppelt werden können. Damit sollen die Vorteile auch durch die Tochtergesellschaften der Raiffeisenbanken in anderen Ländern genutzt werden können, die den Euro nicht als nationale Währung haben.

    Tochtergesellschaften arbeiten bereits mit Blockchain Technologie

    Eine Zusammenarbeit mit Billon besteht seit November 2019, dort hatte das Unternehmen am Elevator Lab Partnership Program des RBI teilgenommen. Billon hatte die eigene Blockchaintechnologie zur Schaffung, sowie zur Übertragung von tokenisierten Euros genutzt. Das Elevator Lab Partnership Programm ist allerdings nicht die einzige Aktivität der Raiffeisenbanken im Blockchainbereich, bereits 2019 hatte beispielsweise eine russische Tochterbank der RBI eine auf der Blockchain basierte Plattform entwickelt.

    Die Raiffeisen Bank, welche in vielen osteuropäischen Ländern tätig ist, möchte das Pilotprojekt nach erfolgreichem Abschluss auch in den Staaten Weissrussland, der Tschechischen Republik, Polen, Russland oder der Ukraine einführen. Derzeit bestimmt das Unternehmen noch, welche Banken am Pilotprojekt teilnehmen werden, die ersten Tests würden sich allerdings auf Überweisungen zwischen Österreich und den RBI-Banken in den entsprechenden Osteuropäischen Ländern beziehen.

    Banken bevorzugen zunehmend die Effizienz der Blockchain für grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr

    Die grösste deutsche Bank (Deutsche Bank AG) hatte sich im vergangenen Jahr dem „Interbank Information Network“ (IIN) von JPMorgan angeschlossen. Die 2017 von der US-Amerikanischen Bank eingeführte Blockchain-Initiative besteht mittlerweile aus einem Netzwerk von 320 Banken.

    Während Banken den Zahlungsverkehr mit Blockchain und tokenisierten Vermögenswerten effizienter gestalten wollen, sind auch Zentralbanken mit der Entwicklung von digitalen Währungen beschäftigt.

    Grosse zukünftige Relevanz von CBDC's erwartet

    In einer in diesem Jahr durchgeführten Umfrage der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) unter 66 Zentralbanken, hatten 80 Prozent der befragten Institute angegeben, dass sie sich aktiv an der Konzeption eines CBDC’s beteiligen. 40 Prozent der Banken haben die theoretische Erforschung von CBDC’s (Central Bank Digital Currencys) bereits übersprungen und befinden sich mittlerweile in einer experimentellen Phase.

    Auch die Zentralbank der Niederlande, «De Nederlandsche Bank» (DNB), hatte am 21. April ein Dokument veröffentlicht, welches sich auf die Einführung einer digitalen Zentralbankenwährung bezieht. Im Schreiben kündigt die Bank die Bereitschaft an, eine führende Rolle in der Entwicklung einnehmen zu wollen.

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    Die Redaktion des Crypto Valley Journal berichtet seit 2018 aus Zug, dem Sitz des Schweizer Crypto Valley, über Bitcoin, Krypto, Blockchain und die regulatorische Entwicklung digitaler Vermögenswerte. Hinter der kollektiven Redaktionsstimme steht ein Team aus Autoren mit Hintergrund in Finanzmarkt, Recht und Technologie.

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