JPMorgan offenbar an Ethereum Startup interessiert

JPMorgan Chase & Co. ist in Gesprächen, um seine Blockchain-Einheit Quorum mit dem Startup und Ethereum Entwickler ConsenSys zu fusionieren.

Wie einem Reuters Bericht zu entnehmen ist, soll die Blockchain-Einheit „Quorum“ des Bankengiganten JPMorgan und der Ethereum-Beschleuniger ConsenSys von Joseph Lubin über eine Fusion diskutieren. Diese Angaben sollen von Personen stammen, die mit den Plänen vertraut sind. Der Deal soll innerhalb der nächsten sechs Monate formell bekannt gegeben werden.

JPMorgan schon länger mit Ethereum unterwegs

JPMorgan beschäftigt derzeit ein Team von etwa 25 Mitarbeitern in seiner Quorum-Blockchain-Einheit. Quorum baut nicht nur auf der Ethereum-Blockchain auf, sondern JPMorgans JPM-Coin läuft als Stablecoin über Quorum und ermöglicht sofortige Zahlungen zwischen institutionellen Konten. JPMorgan hat die Quorum-Blockchain intern mit Hilfe des Ethereum-Netzwerks aufgebaut, der Software, die mit Ether die zweitgrösste Kryptowährung nach Marktkapitalisierung, unterstützt.

JPMorgan erwägt seit etwa zwei Jahren die Ausgliederung von Quorum und evaluiert Optionen wie die Gründung einer Open-Source-Stiftung, die Gründung eines neuen Startups oder die Fusion mit einem anderen Unternehmen so die Quelle. Eine Fusion mit ConsenSys wurde als der geeignetste Weg  angesehen. Beide Organisationen arbeiten mit Ethereum und waren in der Vergangenheit an gemeinsamen Initiativen beteiligt.

ConsenSys ist ein prominentes Blockchain-Startup und wurde von einem der Mitbegründer von Ethereum, Joe Lubin, gegründet.

Ein früher Trend der traditionellen Finanzfusionen mit Fintech-Startups?

Dieser Schritt würde eine weitere Veränderung in einem sich schnell verändernden Umfeld bedeuten, indem sich mehr etablierte Finanzinstitutionen mit flexiblen Fintech-Startups zusammenschließen oder fusionieren.

Erst letzten Monat hat sich Visa zum Kauf von Plaid entschieden, einem Unternehmen, das über Anwendungen Zugang zu Finanzkonten ermöglicht.

JPMorgan als auch der spanische Bankengigant Santander beschäftigten sich schon länger mit Ethereum. Vor kurzem hat Santander eine Anleihe über 20 Millionen Dollar auf die Ethereum-Blockchain ausgegeben.

Dem Bericht zufolge ist noch unklar, ob das Quorum-Team nach der Fusion zu ConsenSys wechseln wird. Außerdem ist es unwahrscheinlich, dass ein formeller Deal bekannt gegeben wird, solange die Gespräche noch andauern. Auch die finanziellen Details müssen noch bestätigt werden.

 

 

 

Share.

Über den Autor

Redaktion cvj.ch

Die CVJ Redaktion besteht aus einem Team von Blockchain Experten und informiert täglich und unabhängig über die spannendsten Neuigkeiten.