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    E-Mails von Jeffrey Epstein belegen Dialog mit der Krypto-Branche

    E-Mails von Jeffrey Epstein belegen Kontakt zur Krypto-Branche

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    von Redaktion cvj.ch am 17. November 2025 News

    E-Mails aus dem Jahr 2018 zeigen, dass Jeffrey Epstein bereits früh versuchte, die US-Steuer- und Krypto-Regulierung zu beeinflussen. In den Dokumenten bat er seinen Kontakt Steve Bannon um Unterstützung bei der Kontaktaufnahme mit dem Finanzministerium und plädierte für eine freiwillige Meldepflicht bei Krypto-Gewinnen.

    Laut kürzlich veröffentlichten E-Mails forderte der ehemalige Investmentbanker und Sexualstraftäter Jeffrey Epstein, Kryptowährungen wie Bitcoin klar steuerlich zu behandeln - insbesondere Transaktionen via Online-Kauf oder Sachwertzahlung. Er kritisierte das geplante Libra-Projekt von Facebook Inc. scharf und forderte eine globale Koordination bei der Regulierungsentwicklung für digitale Vermögenswerte.

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    Fakten im Detail

    Epstein korrespondierte über E-Mail mit Trumps ehemaligem Chefstrategen Steve Bannon und drängte ihn, beim Treasury eine klare Antwort auf die Frage zu erwirken: „Will [T]reasury respond…?“ In diesen Nachrichten identifizierte er unter anderem Möbelkäufe mit Bitcoin als steuerpflichtige Ereignisse und schlug vor, ein Formular für die freiwillige Meldung von Krypto-Gewinnen zu etablieren. Ausserdem organisierte er Treffen mit Schlüsselpersonen der Tech- und Finanzwelt wie Peter Thiel und Brock Pierce, um politischen Einfluss im Bereich digitale Assets aufzubauen.

    Diese E-Mails zeigen: Bereits vor 2019 war Krypto-Regulierung kein zufälliges Thema für Epstein - er sah sie als strategisches Spielfeld und versuchte, frühzeitig Einfluss zu nehmen. Die Verbindung zu Steve Bannon deutet darauf hin, dass er auf politische Unterstützung setzte, nicht nur auf marktbezogene Themen. Gleichzeitig wirft dies Fragen zur Transparenz und Einflussnahme im frühen Krypto-Lobbyfeld auf.

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    Epsteins Fokus auf digitale Überwachung und Steuerdurchsetzung

    Aus den E-Mails geht zudem hervor, dass Epstein die aufkommende Krypto-Iindustrie nicht nur steuerlich, sondern auch sicherheitspolitisch bewertete. In seinen Nachrichten argumentierte er, dass fehlende Dokumentationspflichten bei Bitcoin-Transaktionen ein „systemisches Risiko“ für die Steuerbehörden darstellen könnten, da Kapitalbewegungen ohne zentrale Instanz schwer nachzuverfolgen seien.

    Er forderte daher explizit eine stärkere Daten­erfassung bei Wallet-Transfers und eine klar definierte Reporting-Struktur für Börsen und Zahlungsdienstleister. Laut den Dokumenten warnte Epstein davor, dass die US-Regierung ohne frühzeitige Regulierung in eine Position geraten könne, in der grosse Vermögensmengen ausserhalb des steuerlichen Zugriffs entstehen. Diese Einschätzung zeigt, dass er Krypto-Assets bereits 2018 als Thema für staatliche Überwachung und Compliance sah - Jahre bevor strengere Meldepflichten wie die heute diskutierte „crypto broker rule“ breit auf der politischen Agenda standen.

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    Über den Autor

    Redaktion cvj.ch
    Redaktion cvj.ch
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    Die Redaktion des Crypto Valley Journal berichtet seit 2018 aus Zug, dem Sitz des Schweizer Crypto Valley, über Bitcoin, Krypto, Blockchain und die regulatorische Entwicklung digitaler Vermögenswerte. Hinter der kollektiven Redaktionsstimme steht ein Team aus Autoren mit Hintergrund in Finanzmarkt, Recht und Technologie.

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