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    Kryptoausblick 2020: Stablecoins

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    von Pascal Hügli am 24. Dezember 2019 | Aktualisiert 8. April 2020 Krypto Trends 2020

    Was gilt es im neuen Jahr in der Kryptowelt besonders auf dem Radar zu haben? Wir haben acht verschiedene Themen identifiziert, bei denen im nächsten Jahr einiges laufen wird. Die Trends 2020.
    Stablecoins werden eine gewichtige Rolle 2020 spielen, auch was die Regulation betrifft.

    Stablecoins

    Dieser Artikel ist Teil einer Kooperation und im Original auf 10x10.ch erschienen.

    Wie geht es weiter mit den Stablecoins? Gegen Ende 2019 hat sich eine Kontroverse zugespitzt. Im Zentrum steht die «erlaubte Pseudonymität». Sie erlaubt es, eine beliebige Menge Stablecoins zu versenden, ohne an eine Idendität gebunden zu sein. Es geht hier um die nur allzu bekannten Twitter-Posts: «30’000’000 USDC transferiert von unbekannter Wallet an unbekannte Wallet.» Es ist davon auszugehen, dass Regulierungen der «erlaubten Pseudonymität» bald den Riegel schieben werden. Zu den Stablecoins hat sich die Financial Action Task Force noch nicht gross geäussert. Doch ist klar, dass die FATF-Vorschriften technologieneutral sein sollten. Sprich: Für neue Technologien sollten die gleichen Regeln gelten wie für etablierte Technologien, so das Argument vieler.

    G20 sieht Risiken hinsichtlich Stablecoins

    Die G20 jedenfalls sieht bei Stablecoins klare Risiken: Geldwäscherei, Finanzierung von Kriminalität sowie Verletzung von Anleger- und Verbraucherrechten. In der EU bereitet man sich derzeit scheinbar auf eine Regulierung vor, um stärker gegen Stablecoins vorzugehen, die den Euro abbilden. Spannend ist natürlich, wie sich die USA mittel- bis langfristig zu diesem Thema positionieren werden. Gegenüber Facebooks Kryptowährung Libra ist die Haltung derzeit eher negativ. Mit welcher Arroganz und Herrschsucht US-Politiker über das Libra-Projekt herziehen, mutet bisweilen grotesk an. Werden sie die Libra-Privatwährung nächstes Jahr endgültig bodigen?

    Internationaler Wettbewerb

    Wir wissen es nicht. Trotz gegenwärtiger Abwehrhaltung könnte der US-Staat vielleicht schon 2020 umschwenken. Denn eine Nachfrage nach Libra wäre letztlich vor allem auch eine Nachfrage nach US-amerikanischen Staatsanleihen und könnte Gelder aus Drittweltländern in Schuldpapiere von Industriestaaten kanalisieren – allen voran in die USA. Und selbst bei anderen Stablecoins könnte die US-Regierung auf den Geschmack kommen. Immerhin dürften auf Dollar lautende Stablecoins die Dollarisierung in Hochinflationsländer vorantreiben. Ein Stablecoin auf Dollarbasis hat für einen Nutzer in einer zunehmend digitalen Welt technische wie wirtschaftliche Vorteile gegenüber physischen Dollar und könnte die Verdrängung lokaler Währungen beschleunigen. Und da jede Stablecoin-Transaktion auf einer öffentlichen Blockchain, einem Public Ledger, abgebildet ist, sind die Transaktionen pseudonym und nicht anonym, wie das mit Cash der Fall ist. Das entspricht klar den Präferenzen der US-Regierung.

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    Über den Autor

    Pascal Hügli
    Pascal Hügli

      Pascal Hügli ist Leiter Research für den Vermögensverwalter Schlossberg&Co. Nebenbei engagiert er sich als Moderator, Debattierer und Dozent an der HWZ, wo er zu den Themen Bitcoin, Kryptoassets und Fintech unterrichtet. In seinem Wirken ist er stets bestrebt darin, die reale Welt möglichst vorbehaltlos zu verstehen und zu deuten.

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