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    tunesische flagge wehend im wind

    Tunesien bringt mit E-Dinar den weltweit ersten CBDC

    von Redaktion cvj.ch am 11. November 2019 News

    Gemäss einem Bericht der Nachrichtenagentur TASS soll die tunesische Zentralbank die erste sein, die mit dem E-Dinar eine digitale Währung herausgibt. Das russische ICO-Startup Universa wird Tunesiens Central Bank Digital Currency (CBDC) herausgeben und verwalten.

    UPDATE 13.11.2019:

    Nachdem bereits diverse Medien über das Thema berichteten, meldet sich nun die tunesische Zentralbank in einem Communiqué zu Wort. Darin heisst es, dass das Land zwar verschiedene Alternativen im Bereich digitale Zahlungsmittel prüft, jedoch noch keine abschliessende Lösung für diesen Bereich hat.

    Auszug aus der Mitteilung: "Nach Gerüchten über die Annahme einer Lösung für digitales Geld durch die Tunesische Zentralbank (BCT) und ihre Zusage an ein ausländisches Unternehmen, diese Lösung umzusetzen, weist die BCT alle diese unbegründeten Informationen zurück."

    Wie ledger insights berichtet, soll der "E-Dinar" das erste Mal offiziell in Testform im Forex Club of Tunisia mit einem symbolischen Transfer eines Dinars zwischen dem Leiter der Zentralbank, Marouane El Abassi, und einem Vertreter des Internationalen Währungsfonds (IWF) eröffnet worden. Der Anlass gilt als einer der größten Finanzveranstaltungen in Tunesien.

    Einführung des E-Dinar für den inländischen Konsum, sowie den grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr

    E-Dinare sollen ab sofort verfügbar sein. Transfers zwischen Bürgern sowie Einkäufe in Geschäften, Cafés und Restaurants, sollen in einigen Monaten verfügbar sein. So soll die digitale Währung den Verbrauchern online und über zweitausend Kioske, die in Tunesien eingerichtet werden, zur Verfügung gestellt werden. Dort können sie über eine Browseranwendung oder in Zukunft über eine mobile App Gelder in eine digitale Brieftasche einzahlen. Transfers zwischen Personen und Unternehmen werden durch das Scannen eines QR-Codes durchgeführt. Die Zentralbank plant, es auch im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr einzusetzen und den Bedarf an US-Dollar zu umgehen.

    Russisches Startup kümmert sich um Herausgabe und Verwaltung

    Universa Blockchain hat vor rund einem Jahr mit der Arbeit an der E-Dinar-Blockchain-Plattform begonnen. Während das Unternehmen einen Prozentsatz jeder Transaktion auf dem System erhält, hat es keinen Zugriff auf Verschlüsselungscodes oder die Berechtigung, Datensätze zu sehen. Sie schützt die Souveränität Tunesiens weiter, indem sie über das Unternehmen Universa Hub Africa arbeitet. Die Firma behauptet, dass sie damit von SWIFT getrennt wird.

    Weitere Länder sollen folgen

    Universa behauptet, dass Tunesien bald von Malaysia, den Philippinen, Argentinien, Brasilien und China bei der CBDC-Emission gefolgt werden könnte.

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    Über den Autor

    Redaktion cvj.ch

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