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    China drängt Börsenmakler zur Pause bei RWA-Tokenisierung in Hongkong

    China drängt Börsenmakler zur Pause bei RWA-Tokenisierung in Hongkong

    von Redaktion cvj.ch am 23. September 2025 News

    Chinas Wertpapieraufsicht (China Securities Regulatory Commission, CSRC) hat kürzlich einige inländische Broker dazu aufgefordert, ihre Aktivitäten zur Tokenisierung realwirtschaftlicher Vermögenswerte (Real-World Assets, RWA) in Hongkong vorübergehend auszusetzen.

    Die CSRC hat mehreren führenden Maklerfirmen signalisiert, dass sie ihr Geschäft mit der Tokenisierung von Aktien, Anleihen, Immobilien etc. auf Blockchain-Basis in Hongkong ruhen lassen sollen. Diese informelle Anweisung reflektiert Pekings vorsichtigen Kurs gegenüber Offshore-Digital-Aasset-Geschäften trotz des Booms bei Tokenisierungs-Projekten. Der regulatorische Vorstoss soll dazu dienen, das Risikomanagement in diesem Bereich zu stärken und sicherzustellen, dass die zugrundeliegenden Vermögenswerte legitim sind. Betroffene Aktien chinesischer Broker fielen daraufhin deutlich. Gleichzeitig plant Hongkong weiter den Ausbau seines Status als Digital-Asset-Zentrum, wie Reuters berichtet.

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    Peking hält restriktiven Kurs bei

    China hat seit 2021 einen restriktiven Kurs bei Krypto-Handel und Mining, vor allem aus Sorge um die Stabilität des Finanzsystems. RWA-Tokenisierung dagegen wächst rasant, insbesondere von chinesischen Firmen in Hongkong, die traditionelle Vermögenswerte in digitale Tokens umwandeln. Die Anweisung der CSRC zielt offenbar darauf ab, dass solche Projekte nicht schneller voranschreiten als die Regulierung und Risikokontrollen es erlauben.

    Die unmittelbaren Auswirkungen zeigten sich bereits an den Kursen: Aktien grosser chinesischer Broker mit Engagement in Hongkong fielen um 2% bis über 7%. Marktbeobachter sehen in dieser Pause eine Korrekturphase, in der regulatorische Unsicherheit abgebaut werden muss. Hongkong wiederum prüft parallel gesetzlichen Rahmen für Tokenisierung, z.B. im Anleihemarkt. Prognosen zufolge könnte der globale Markt für tokenisierte Real-World Assets bis 2030 auf über 2 Billionen US-Dollar wachsen. Wie lange diese Pause anhält, ist unklar - ebenso, wie Betroffene die Anweisung umsetzen werden.

    Ein weiterer Punkt ist die geopolitische Dimension: Während Hongkong versucht, sich als führendes Zentrum für digitale Vermögenswerte in Asien zu etablieren, zeigt der Schritt der CSRC, dass Peking weiterhin die Oberhand über kritische Finanzinnovationen behalten will. Analysten sehen darin einen Balanceakt zwischen Innovation und Kontrolle - Hongkong soll international konkurrenzfähig bleiben, ohne dass dies mit den restriktiven Vorgaben auf dem Festland kollidiert.

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