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    Sie sind hier:Home » Fokus » Hintergrund » Krypto-Ausblick 2025: Erneut ein starkes Jahr für die Branche?
    Ausblick auf 2026: Was Krypto-Investoren potenziell erwartet

    Krypto-Ausblick 2025: Erneut ein starkes Jahr für die Branche?

    von Redaktion cvj.ch am 8. Januar 2025 Hintergrund

    2024 war ein wegweisendes Jahr für die Krypto-Branche: Der erleichterte Zugang institutioneller Investoren zu Bitcoin, die stärkere Blockchain-Adoption und die pro-Krypto-Haltung des neuen US-Präsidenten prägten den Markt. Ein Blick auf 2025 zeigt, welche Chancen digitale Assets für Investoren bieten könnten.

    Das neue Jahr dürfte erneut durch Bitcoins Marsch in den Mainstream getrieben werden. Die Kryptowährung gilt als robuste Alternative in einer Welt voller Unsicherheiten und abwertender Währungen. Als digitales Gold bietet Bitcoin durch Mathematik, Kryptografie und Transparenz Sicherheit und Vertrauen – genau das, was der Finanzsektor heute braucht. Anstehende Entwicklungen im Jahr 2025 können der Krypto-Branche weiteren Rückenwind verleihen.

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    Bitcoin-Adoption auf verschiedenen Ebenen

    Die grösste Kryptowährung trifft eindeutig den Nerv der Zeit. Innerhalb der zwölf Monate seit Einführung von US-Bitcoin-ETFs erreichten die Fonds ein verwaltetes Vermögen (AuM) von fast 130 Mrd. USD. Für denselben Wert benötigten Gold-ETFs 20 Jahre. Die Frage bleibt, ob der Zug nach dem Preisanstieg auf 100'000 USD für Investoren schon abgefahren ist. Allerdings stehen im 2025 entscheidende Katalysatoren bevor.

    • Bitcoin auf der Bilanz: Bitcoin wird bislang von Unternehmen selten als Absicherung gegen Fiat-Entwertung genutzt. Abstimmungen bei Grosskonzernen wie Microsoft und Amazon sowie die Reform unvorteilhafter Accounting-Regeln deuten jedoch auf einen wachsenden Trend hin. MicroStrategy bleibt hier der Pionier.
    • Indirekte Geldflüsse durch Indexfonds: Die Aufnahme von MicroStrategy in den Nasdaq 100 zeigt, wie Kapital indirekt in Bitcoin fliesst. Neben Bitcoin-Zukäufen des Unternehmens bringen auch die Aufnahme von Kryptobörsen und Mining-Unternehmen in Indizes zusätzliches Kapital in den Markt. Passive Indexfonds spielen dabei eine wachsende Rolle.
    • Portfolio-Adoption: Die Integration von Bitcoin in Portfolios steckt noch in den Anfängen. Laut der "Global Family Office 2024 Survey" der Citibank wird Bitcoin von Vermögensverwaltern und Family Offices bisher kaum berücksichtigt. Mit einer Marktkapitalisierung von 1.9 Billionen USD bleibt die digitale Goldalternative deutlich unter den 18 Billionen USD des physischen Goldes.
    • Vorsorgegelder erhalten Zugang: Pensionskassen und Vorsorgegelder sind global bislang kaum in Bitcoin investiert, vor allem wegen regulatorischer Hürden. Doch digitale Assets dürften bald auch in Vorsorgeportfolios Einzug halten. In den USA setzen einige Staatspensionskassen mit Bitcoin-ETFs bereits erste Akzente.
    • Nationale Bitcoin-Reserve: Die zensurresistente Natur von Bitcoin weckt zunehmend staatliches Interesse. El Salvador und Bhutan investieren bereits stark, während Russland und die BRICS-Staaten ähnliche Pläne prüfen. In den USA wird seit Trumps Wahl diskutiert, Bitcoin als Reservewährung aufzubauen – eine Entscheidung, die durch den Lummis-Bill andere Länder zum Nachziehen zwingen könnte.

    Zudem dürfte der Amtsantritt Donald Trumps der Kryptoindustrie in den USA starke Impulse verleihen. Regulatorische Erleichterungen sollen Mining, Krypto-Börsen und Blockchain-Unternehmen fördern sowie die Integration in traditionelle Finanzsysteme beschleunigen. Die Ablösung von SEC-Chair Gensler durch den pro-Krypto Paul Atkins und die Zulassung weiterer ETFs dürften dabei eine Schlüsselrolle spielen. Diese Entwicklungen schaffen Rechtssicherheit, fördern den Handel und stärken den Bereich der Verwahrung, was das Wachstum zahlreicher Kryptowährungen erheblich antreiben wird.

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    Blockchain-Nutzerzahlen auf Allzeithochs

    Das Wachstum der Branche geht allerdings weit über Bitcoin hinaus. Globaler Werttransfer und Handel verlagert sich zunehmend auf die Blockchain, die schneller, sicherer und effizienter ist als traditionelle Abwicklungssysteme. Moderne Blockchains ermöglichen durch ihre Geschwindigkeit neue Anwendungen für Endkunden. Immer mehr Transaktionen werden transparent und sicher über Blockchains abgewickelt – oft, ohne dass Nutzer dies bewusst wahrnehmen. Ein einfacher Internetzugang genügt, um Zugang zu diesem effizienten, globalen Finanzsystem zu erhalten – ein Wendepunkt für den Finanzsektor. Öffentliche Blockchain-Netzwerke treiben diese Transformation voran, da sie geschlossenen Systemen technologisch und durch ihre Dezentralität überlegen sind.

    Täglich aktive Adressen auf öffentlichen Blockchains / Quelle: Artemis

    Fundamental lässt sich diese Behauptung mit Nutzungszahlen der führenden Blockchains bestätigen. So knackten täglich aktive Adressen - die oft synonym mit Nutzern verwendet werden - kürzlich die Zehn-Millionen-Marke. Zum Vergleich: das Internet erreichte diesen Meilenstein in den 90er-Jahren, wobei die Blockchain-Branche eine ähnliche Wachstumsrate ausweisen kann. Auch andere Metriken befinden sich auf Höchstständen. Laut dem gängigen S-Kurven-Modell tritt der Sektor allmählich in die exponentielle Phase ein. 2025 dürfte in dieser Hinsicht ein entscheidendes Jahr werden.

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    Die Redaktion des Crypto Valley Journal berichtet seit 2018 aus Zug, dem Sitz des Schweizer Crypto Valley, über Bitcoin, Krypto, Blockchain und die regulatorische Entwicklung digitaler Vermögenswerte. Hinter der kollektiven Redaktionsstimme steht ein Team aus Autoren mit Hintergrund in Finanzmarkt, Recht und Technologie.

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