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    Bitcoin in El Salvador: Eine Chance für die dritte Welt?
    streets of Santa Ana in El Salvador

    Bitcoin in El Salvador: Eine Chance für die dritte Welt?

    von Redaktion cvj.ch am 5. August 2021 Hintergrund

    In Europa und den Vereinigten Staaten werden Kryptowährungen oft als "reine Spekulationsmittel" verworfen. Doch Bitcoin kann durch offenen und zensurresistenten Werttransfer vielen Entwicklungsländern neue Türen öffnen, wie das Beispiel von El Salvador zeigt.

    Im Juni akzeptierte El Salvador als erster Nationalstaat Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel und setzte damit einen wichtigen Meilenstein in Bezug auf Adoption der Kryptowährung. Die Entscheidung, Bitcoin in das Finanzsystem des Landes zu integrieren, stiess beim Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen auf harsche Kritik. Sie argumentierten, dass Bitcoin ein reines Spekulationsmittel und nicht geeignet als Zahlungsmittel sei.

    Daher eher unerwartet zeigt nun die Bank of America (BofA) die Vorteile der Bitcoin Adoption in El Salvador auf. In ihrem aktuellen Global Research Report stellen sie viel Positives fest, wie Bitcoin den Menschen und Unternehmen im Land Inklusion ermöglicht, aber auch die internationalen Zahlungen vergünstigen und vereinfachen kann.

    BofA Global Research Report

    Als erstes stellt die zweitgrösste Bank Amerikas fest, dass sich die Regierung von El Salvador mit dieser Massnahme nicht bereichert. Es sei beruhigend, dass die Charta (organisches Gesetz) der Zentralbank von El Salvador die Vergabe von Krediten an die Regierung verbietet. So kann das Haushaltsdefizit nicht monetarisiert werden, damit wird auch das Risiko einer explosiven Inflationsdynamik verringert.

    Die BofA legt ausserdem dar, dass grenzüberschreitende Überweisungen, die 24% des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von El Salvador ausmachen, klar von der Nutzung Bitcoins profitieren können. Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) schätzt, dass die durchschnittlichen Kosten für solche Überweisungen über 10% betragen, was durch das Bitcoin-Netzwerk deutlich verringert werden könnte. Das sind hunderte Millionen Dollar pro Jahr, die Bewohner sparen oder bei lokalen Unternehmen in ihren Gemeinden ausgeben könnten.

    Fortschrittliche Digitalisierung

    Eine weitere positive Auswirkung sei die progressive Digitalisierung und die Demokratisierung der Finanzen. Mehr als 70% der erwachsenen Bevölkerung in El Salvador haben kein Bankkonto. Der einfache Zugang zu elektronischen Zahlungen durch Bitcoin habe einen "fortschrittlichen Touch", so die Analysten der Bank of America.

    Umfragedaten zeigen jedoch, dass die Hälfte der Salvadorianer skeptisch gegenüber der Verwendung von Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel sind. 83% der Einwohner El Salvadors wollen ihre Überweisungen nämlich nicht in der Kryptowährung erhalten. Diejenigen, die sich dafür entscheiden, Bitcoin für Transaktionen zu verwenden, können neben vielen anderen Optionen auch das staatlich unterstützte "Chivo" Wallet nutzen. Darin brauchen sie sich nicht um Bitcoin zu kümmern und verwenden Dollar zur elektronischen Zahlung.

    Grössere Auswahl für den Verbraucher

    Im Global Research Report missfällt den Analysten der Bank of America lediglich der Zwang, der Unternehmen gesetzlich dazu verpflichtet, Bitcoin als Zahlungsmittel zu akzeptieren. Grundsätzlich können die Unternehmen ablehnen, Bitcoin zu akzeptieren, wenn ihnen die Technologie dazu fehlt. Das staatliche Wallet Chivo soll dies durch automatische Konvertierung in Dollar erleichtern.

    Darüber hinaus erklärte die BofA, dass die Einführung von Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel in El Salvador der Bevölkerung, einschliesslich Verbrauchern und Händlern, mehr Wahlmöglichkeiten einräumt. Sie können selbstbestimmt entscheiden, unter welchem Währungsstandard sie Transaktionen durchführen und sparen möchten.

    Geschäfte mit amerikanischen Firmen

    Bei der Einführung von Bitcoin als Zahlungsmittel geht es nicht nur um mehr Auswahl für die Verbraucher. Es begünstigt auch Innovationen und den Handel mit internationalen Unternehmen. Die vereinfachten Transaktionen erlauben bessere Geschäfte mit amerikanischen Firmen. Das neue digitale Zahlungsmittel hat zudem das Potenzial, ausländische Direktinvestitionen in das saubere geothermale Bitcoin-Mining anzuziehen.

    "Die Idee ist, dass Bitcoin als Vermittler für den grenzüberschreitenden Transfer verwendet werden könnte, so dass Dollar vom Absender in Bitcoin umgewandelt werden und dann vom Empfänger im Inland wieder in Dollar umgewandelt werden." - BofA Bericht

    Das Bitcoin-freundliche Land zieht auch schon die ersten Unternehmen an, die sich niederlassen oder investieren wollen. So wendet Athena Bitcoin über 1 Million Dollar auf, um zunächst Dutzende von Bitcoin-Bankomaten (ATMs) im Land zu installieren, sowie Personal für den Betrieb in El Salvador einzustellen.

    Bitcoin in anderen Entwicklungsländern

    Doch nicht nur El Salvador kann von der dezentralen und zensurresistenten Natur Bitcoins profitieren. Gerade in Afrika erfreut sich die Kryptowährung zunehmend an Beliebtheit. Trotz strikten Vorgaben und teilweise direkten Verboten steigt die Nutzung Bitcoins in Ländern wie Nigeria rapide.

    Internationale Adoption von Kryptowährungen / Quelle: Cryptocurrency Adoption Index 2020

    Viele Bürger wenden sich nicht zuletzt wegen Einschränkungen des internationalen Handels und des Wertverlustes ihrer lokalen Währung an Bitcoin. So befand sich Nigeria, ein Land mit einer jährlichen Inflationsrate von über 15%, auf Rang 8 des Krypto-Adoptionsindex 2020. Besonders die junge Bevölkerung des Landes sucht nach Alternativen.

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    Über den Autor

    Redaktion cvj.ch

      Die CVJ Redaktion besteht aus einem Team von Blockchain Experten und informiert täglich und unabhängig über die spannendsten Neuigkeiten.

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