Die US-amerikanische Bundesbehörde für Einlagensicherung (FDIC) hat kürzlich ihre Richtlinien geändert und erlaubt es Banken nun, ohne vorherige Genehmigung in Krypto-Aktivitäten einzutreten, sofern sie die damit verbundenen Risiken angemessen mitigieren.
Zuvor mussten Banken vor der Aufnahme von Krypto-bezogenen Geschäften eine ausdrückliche Genehmigung der FDIC einholen. Diese Anforderung führte oft zu Verzögerungen und hinderte viele Institute daran, in den Kryptowährungsmarkt einzutreten. Mit der neuen Richtlinie können Banken nun eigenständig entscheiden, ob und wie sie in diesem Bereich tätig werden möchten, solange sie ein solides Risikomanagement vorweisen können. Das dürfte einige Institute dazu ermutigen, in den Markt einzutreten.
Ende der Operation Choke Point 2.0
Travis Hill, der amtierende Vorsitzende der FDIC, bezeichnete die vorherige Vorgehensweise als fehlerhaft und betonte die Notwendigkeit eines neuen Ansatzes. Diese Änderung wird voraussichtlich den Weg für eine stärkere Integration von Kryptowährungen in traditionelle Finanzdienstleistungen ebnen. Banken könnten nun beginnen, Dienstleistungen wie die Verwahrung von Kryptowährungen oder die Abwicklung von Transaktionen in digitalen Assets anzubieten.
Diese Entscheidung steht im Einklang mit der Krypto-freundlichen Haltung der US-Regierung unter Präsident Donald Trump. Die Administration hat mehrere Massnahmen ergriffen, um die Integration von Kryptowährungen in das traditionelle Finanzsystem zu fördern, einschliesslich der Ernennung von Befürwortern digitaler Assets in Schlüsselpositionen und der Bildung von Task Forces zur Unterstützung der Branche.
Mit der Lockerung der regulatorischen Hürden wird erwartet, dass mehr Banken und Finanzinstitute in den Kryptowährungsmarkt eintreten. Die sogenannte Operation Choke Point 2.0 - eine rechtswidrige Kampagne gegen die Branche - verhinderte dies unter Biden. Die FDIC war ebenfalls massgeblich an der Kampagne beteiligt.
Politischer Kontext
Mit der neuen FDIC-Regelung wird das Krypto-Geschäft für Finanzinstitute erheblich leichter. Banken haben nun die Möglichkeit, innovative Finanzprodukte zu entwickeln, darunter Krypto-Sparkonten, Blockchain-basierte Zahlungssysteme und tokenisierte Vermögenswerte. Dies könnte nicht nur neue Einnahmequellen für Banken schaffen, sondern auch das Vertrauen institutioneller Investoren in den Krypto-Sektor stärken.
Besonders Stablecoins könnten von dieser Entscheidung profitieren, da Banken sie nun direkt ausgeben und verwalten können, ohne sich um langwierige Genehmigungsverfahren sorgen zu müssen. Experten erwarten zudem, dass Traditionsbanken wie JPMorgan und Citibank vermehrt Blockchain-Technologien in ihre Geschäftsmodelle integrieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben.