Die Finanzlandschaft wird 2026 durch einen Wandel vom spekulativen Handel hin zu funktionalen, nutzenorientierten Anwendungen neu definiert. Laut dem neuesten Forschungsbericht von Bitget Wallet stehen drei strukturelle Trends im Zentrum dieser Entwicklung.
Dazu zählen die zunehmende Verbreitung von Stablecoin-Zahlungen, der Aufstieg autonomer KI-Agenten und die Reifung der Real-World-Asset-Märkte (RWA). Zusammen formen diese Technologien ein zunehmend automatisiertes, grenzüberschreitendes und effizientes Finanzökosystem. Es funktioniert immer stärker im Hintergrund des täglichen Handels, wie im Bericht dargelegt wird.
Wachstum bei der Stablecoin-Akzeptanz und im Zahlungsverkehr
2025 war das Jahr, in dem Stablecoins den Sprung in den finanziellen Mainstream schafften. Entschieden bewegten sie sich von einem Zustand der regulatorischen Unsicherheit hin zu formeller globaler Anerkennung. Da digitale Assets zunehmend wie alltägliches Geld funktionieren, ist das Ausmass dieses Wandels nicht mehr zu übersehen. Allein im Jahr 2025 erreichte das Stablecoin-Transaktionsvolumen rund 33 Billionen US-Dollar. Gleichzeitig wuchs das globale Angebot um mehr als 50% auf über 300 Milliarden US-Dollar an. Am aufschlussreichsten ist vielleicht, dass die Ausgaben über kryptogekoppelte Kreditkarten im Jahresvergleich um 525% anstiegen. Das beweist, dass diese Vermögenswerte nicht mehr nur der Spekulation dienen, sondern zunehmend in die unsichtbare Infrastruktur des globalen Handels eingebettet sind. Mit Blick auf die Zukunft wird sich diese Akzeptanz in drei Hauptrichtungen ausweiten:
- Erstens werden grenzüberschreitende Zahlungen durch Modelle skaliert, bei denen Stablecoins als Motor im Hintergrund agieren und internationale Überweisungen für den Endnutzer wie inländische wirken lassen.
- Zweitens definiert der Aufstieg von "PayFi" das Wesen des Geldes neu: Anstatt untätig herumzuliegen, werden Stablecoins zu programmierbaren Vermögenswerten, die automatisch Rendite erwirtschaften oder innerhalb des Finanzsystems eingesetzt werden können.
- Drittens beobachten wir eine Abkehr von einem reinen Dollar-Markt. Da immer mehr Regionen konforme Versionen ihrer eigenen lokalen Währungen einführen, werden Stablecoins zunehmend als lokales digitales Bargeld für den alltäglichen Einkauf fungieren und nicht nur als Werkzeuge für professionelle Händler.
KI-Agenten werden zu autonomen Wirtschaftsakteuren
Die KI-Wirtschaft vollzieht einen Wandel von menschengeführter Entscheidungsunterstützung hin zu echter Autonomie. Bisher waren KI-Systeme auf Analyse und Optimierung beschränkt und stoppten vor der Ausführung, weil ihnen ein nativer Mechanismus für den Werttransfer fehlte. Traditionelle Abrechnungs- und Abonnementmodelle sind schlichtweg zu starr für KI-Agenten, die mit hochfrequenten, dienstübergreifenden und bedarfsgesteuerten Anforderungen operieren.
Dieser Engpass beginnt sich aufzulösen. Angetrieben durch maschinen-native Zahlungsprotokolle beginnen KI-Agenten, eigenständig Transaktionen durchzuführen und wechseln von beratenden zu operativen Rollen. Folglich erfordert dies eine neue Art von Finanzinfrastruktur: Wallets, die mehr können als Vermögenswerte zu verwahren. Sie müssen nun agentenbasiertes Verhalten finanzieren, überwachen und steuern.
Da diese Agenten zu dauerhaften Wirtschaftsakteuren werden, entwickelt sich auch das Vertrauensmodell weiter. "Know Your Agent" (KYA) etabliert sich als notwendiges Rahmenwerk für delegierte Berechtigungen und Verantwortlichkeit. Darüber hinaus reifen Onchain-Wallets zu verhaltensbasierten Kreditschichten heran, bei denen die historische Aktivität eines Agenten dessen Zugangsstufe und Vertrauen bestimmt. In dieser neuen Landschaft sind Privatsphäre und verifizierbare Reputation nicht nur Features, sondern die essenzielle Infrastruktur für eine skalierbare KI-Wirtschaft.
Marktreife und Real-World-Assets
Mit zunehmender Reife der digitalen Finanzwelt bewegt sich der Markt für "Real-World Assets" (RWAs) über einfache digitale Abbildungen von Eigentum hinaus. Dabei handelt es sich um physische Vermögenswerte wie Gold oder Aktien, die auf die Blockchain gebracht werden. Heute ermöglichen fortschrittliche Datennetzwerke und synthetische Infrastruktur den Nutzern, die Preisbewegungen nahezu jedes globalen Vermögenswerts zu handeln.
Der Fokus hat sich von der blossen Ausgabe dieser Vermögenswerte hin zu deren tatsächlicher Nutzung verschoben. Anstatt untätig zu bleiben, werden tokenisierte Vermögenswerte in Kredit- und Leihprotokolle eingebunden. So können Eigentümer ihre realen Bestände als Sicherheit nutzen, um Zinsen zu erzielen oder Risiken zu steuern. Diese erhöhte Nutzbarkeit half dezentralen Märkten, im Jahr 2025 ein Nominalvolumen von Billionen von Dollar zu verarbeiten und damit den Abstand zu traditionellen Finanzinstitutionen deutlich zu verringern.
Schliesslich expandiert der Markt über seinen frühen Fokus auf den US-Dollar hinaus. Investoren handeln zunehmend tokenisierte Aktien aus Europa, Korea und Japan und verwandeln die Blockchain in einen wirklich globalen Marktplatz. Dies spiegelt sich im Aufstieg der Prognosemärkte wider, die inzwischen ein Volumen von über 40 Milliarden US-Dollar abwickeln. Sie ermöglichen den Handel auf die Ergebnisse realer Ereignisse. Zusammengenommen haben diese Verschiebungen die Blockchain in ein schnelles, vielfältiges und ausgereiftes Finanzökosystem verwandelt.
Disclaimer: Dieser Artikel dient ausschliesslich allgemeinen Informationszwecken und stellt keine Anlage-, Rechts- oder Finanzberatung dar, noch ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten oder digitalen Vermögenswerten. Alle geäusserten Ansichten basieren auf aktuellen Marktbeobachtungen und können sich ändern. Die vergangene Wertentwicklung ist kein Indikator für zukünftige Ergebnisse. Digitale Vermögenswerte sind volatil und möglicherweise nicht für alle Anleger geeignet. Leser sollten eigene unabhängige Recherchen durchführen und professionelle Beratung einholen, bevor sie Anlageentscheidungen treffen. Es können Einschränkungen gelten.







