US Postbehörde meldet Patent für Blockchain-basiertes Wahlsystem an

Bald ist es 3. November, der Tag, an dem die USA entscheidet, ob Donald Trump seine zweite Amtszeit antreten darf. In der Präsidentschaftswahl spielt die Briefwahl eine wichtige Rolle. Nun hat die Postbehörde in den USA ein Patent für ein Blockchain-basiertes Wahlsystem angemeldet.

Der US-amerikanische Präsident Donald Trump hatte sich immer wieder negativ bezüglich der Briefwahl ausgesprochen. Seiner Meinung nach wären sie betrugsanfällig. Aufgrund der Corona-Pandemie rechnen jedoch die meisten US-Bundesstaaten mit deutlich mehr Briefwählerinnen und Briefwählern. Es ist anzunehmen, dass Republikaner befürchten, die Demokraten könnten von der Ausweitung der Briefwahlen profitieren.

Trump gegen Briefwahlen

Obwohl die Covid-19-Pandemie den standardmässigen, persönlichen Wahlprozess am 3. November stark erschwert, sprach sich Trump offen dafür aus, der Post finanzielle Mittel zur fristgerechten Beförderung der Briefwahlzettel vorzuenthalten. Die Demokraten sehen darin den Versuch des Präsidenten, die Wahlbeteiligung zu seinen Gunsten gering zu halten. Nancy Pelosi – die demokratische Vorsitzende des Repräsentantenhauses – rief die Abgeordneten im Streit rund um die US-Post aus der Sommerpause zurück. Am Freitag wurden interne Unterlagen bekannt, laut denen die Post derzeit zahlreiche Briefsortiermaschinen abbaut. Zudem hatte es Berichte über den Abbau von Briefkästen gegeben.

Im Zuge dieser Diskussion reichte der United States Postal Service (USPS) bereits im Februar ein Patent für ein Blockchain-basiertes Wahlsystem an und veröffentlichte diesen Schritt am Donnerstag. Die  Patentanmeldung hat 47 Seiten, die eine Vielzahl von Diagrammen umfasst, welche die verschiedenen Komponenten des vorgeschlagenen Abstimmungssystem zeigen.

Blockchain-Technologie für US Wahlen?

In den Patentanmeldung des Post Office heisst es:

„Ein Wahlsystem kann die Sicherheit der Blockchain und der Post nutzen, um ein zuverlässiges Wahlsystem bereitzustellen. Ein registrierter Wähler erhält in der Post einen computerlesbaren Code und bestätigt bei der Wahl seine Identität. Zudem bestätigt der Wähler die Korrektheit der Wahlinformationen. Das System trennt Wähleridentifikation und Stimmabgabe, um die Anonymität der Wahl zu gewährleisten, und speichert die Stimmen auf verteilten Ledgern in einer Blockchain.“  – Patentanmeldung des USPS

Die Blockchain-basierte Wahl soll gemäss Postbehörde sicherer sein, als die gewöhnliche Briefwahl und Manipulationen vollständig ausschliessen. Ob die Zeit reicht, die Technologie bereits bei der kommenden Wahl im November einzusetzen, ist noch unklar.

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Redaktion cvj.ch

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