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    seoul

    Seoul führt Blockchain Petitionssystem ein

    von Redaktion cvj.ch am 26. Februar 2020 Blockchain

    Die südkoreanische Stadt Seoul führt zum 1. März ein blockchain-basiertes Petitionssystem ein. Das System soll den Bürgern die Möglichkeit geben, Themen direkt bei der Stadtverwaltung vorzuschlagen.

    Die Bewohner der Hauptstadt können der Regierung über die Lösung Vorschläge zu möglichen Änderungen zur bestehenden Politik oder zu anderen Problemen unterbreiten.

    Die Blockchain kommt dabei hauptsächlich zur Identitätsprüfung zum Einsatz, die Regierung möchte sicherstellen, dass jede Person im Netzwerk überprüft wird, damit mögliche Doppel-Abstimmungen verhindert werden. Die Initiative, die unter dem Namen «Democracy Seoul» steht, soll die Vision der Zentralregierung unterstützen, eine offenere Plattform für Diskussionen zwischen der Regierung und der Öffentlichkeit zu schaffen. Die Stadt hat seit Oktober 2018 rund 109 Millionen Dollar in Entwicklungen im Rahmen der Blockchain-Technologie investiert.

    Petitionssystem auch national im Einsatz

    Bereits seit einigen Jahren erlaubt Südkorea den Einwohnern des Landes Petitionen einzureichen. Diese können direkt auf der Website des «Blauen Hauses» (Büro des Präsidenten) eingereicht werden. Sobald eine Petition landesweit 200.000 Unterstützer findet, ist die Regierung verpflichtet sich dieser anzunehmen.

    Die Anwendung, die nun in Seoul (rund 10 Millionen Einwohner) zum Einsatz kommen soll, wird analog der Plattform der Regierung funktionieren, ist jedoch ausschliesslich für Einwohner der Stadt Seoul bestimmt. Dementsprechend geringer ist auch die Anzahl der benötigten Unterstützer. Bereits bei 1.000 Stimmen von Anwohnern, wird Bürgermeister Park Won-soon auf die Petition reagieren.

    Derzeitiges System lässt Mehrfachabstimmung zu

    Die Stadt Seoul hat sich ausserdem mit einem der Hauptkritikpunkte am nationalen Petitionssystem beschäftigt, welches von doppelten Abstimmungen und falschen Identitäten geplagt wird. Ein Professor der Kookmin-Universität ist der Meinung, dass selbst Personen mit geringen technischen Kenntnissen bis zu viermal abstimmen können. Dazu müssen lediglich verschiedene Benutzernamen und andere Internetanbieter genutzt werden. Seoul möchte dieses Problem nun mit einem System lösen, welches die Bürger direkt via Blockchain authentifiziert und für einen demokratischen Prozess sowie eine angenehme Zusammenarbeit zwischen Stadt und Einwohner sorgt.

     

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    Redaktion cvj.ch

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