Nike möchte Schuhe tokenisieren

Der Sportartikelhersteller Nike hat ein Patent erhalten, welches es ermöglicht, Nike Schuhe auf der Ethereum-Blockchain zu tokenisieren.

Dies belegt ein Dokument, welches am 10. Dezember beim U.S. Patent and Trademark Office veröffentlicht wurde. Darin erklärt Nike, dass es der Plan sei den Schuhen eigene IDs zuzuweisen und ERC 721 Token für diese zu erstellen. Beim Kauf von Schuhen können die Käufer diese Token «entsperren» und sie dann mit eindeutigen Besitzer-IDs verknüpfen, was den Besitz der Schuhe bestätigt.

Der Token ist dann nicht nur Repräsentant eines digitalen Schuhs, sondern dient auch zur Erfassung sogenannter Genotyp-Informationen eines digitalen Schuhs. Diese Informationen beinhalten spezifische Attribute wie Farben, Stile, Hintergründe, etc.

Gefälschte Artikel sind für Nike ein Problem

Nike ist seit 1989 weltweit führender Sportartikelanbieter und kam Mitte 2018 auf eine Marktkapitalisierung von 110,3 Milliarden US-Dollar, womit es zu den 100 wertvollsten Unternehmen weltweit zählt. Fälschungen sind ein zunehmendes Problem für Nike. In einem Bericht der NY Times über Fälschungen, schätzte ein Nike-Mitarbeiter, dass auf zwei authentische Artikel einen gefälschten Nike-Artikel existiert. Oft sind auch Kunden verunsichert, ob sie ein Original Produkt erworben haben.

Dieses Patentdebüt könnte es den Kunden ermöglichen, mehr Informationen über die Herkunft der Schuhe und das Schuhdesign zu erlangen. In China beispielsweise ist die Nachfrage nach Schuhen in limitierter Auflage gross. Allerdings resultieren aus dieser grossen Nachfrage auch gefälschte Produkte, die den Markt überschwemmen, Gewinne von etablierten Marken reduzieren und gleichzeitig dem Ruf der Marke schaden.

Durch die Blockchain lassen sich die Produkte bis zum Ursprung zurückverfolgen

Durch die Blockchain können Hersteller und Designer ihre Marke vor Fälschungen schützen, da für jedes Objekt Herkunft und Besitz bis hin zur Quelle verfolgt werden kann. Gefälschte Produkte haben keine authentische Aufzeichnung und können daher leicht ermittelt werden. Die Daten auf der Blockchain lassen sich auch nicht manipulieren, was die Authentifikation sicher macht.

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Redaktion cvj.ch

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