Nestlé weitet Nutzung der IBM Food Trust Blockchain aus

Um die Rückverfolgbarkeit der eigenen Kaffeemarke «Zoégas» zu verbessern, weitet Nestlé die Nutzung der IBM Food Trust Blockchain aus und schliesst eine Kooperation mit der Rainforest Alliance.

Zoegas Kaffeeverpackungen werden mit QR-Codes versehen

Wie das Unternehmen mitteilt, werden mittels der IBM Food Trust Blockchain genauere Informationen über die logistischen Prozesse an den Konsumenten weitergeben. Im Rahmen dessen sollen in Schweden verkaufte Kaffeeverpackungen der Marke Zoégas mit QR-Codes versehen werden. Diese können dem Kunden verschiedene Informationen überliefern, beispielsweise welchen Weg die Kaffeebohnen von der Ernte bis zum Supermarkt zurückgelegt haben.

Zusammenschluss mit Rainforest Alliance

Zum ersten Mal hat sich Nestlé mit einer vertrauenswürdigen Drittpartei – der Rainforest Alliance – zusammengetan, um unabhängig verlässliche Daten zu liefern, die über das hinausgehen, was das Unternehmen normalerweise offen legt. Die Rainforest Alliance stellt ihre eigenen Zertifizierungs-informationen zur Verfügung, wodurch die Rückverfolgbarkeit des Kaffees gewährleistet ist. Diese Informationen sind über die IBM Food Trust Blockchain-Plattform für jeden direkt zugänglich.

Die Rainforest Alliance ist eine gemeinnützige Organisation, welche sich die Zertifizierung von nachhaltigen Produkten auf die Fahne geschrieben hat. Nestlé ist seit 2017 Gründungsmitglied des IBM Food Trust und hat in den vergangenen drei Jahren die Nutzung von Blockchain-Plattformen kontinuierlich ausgebaut.

Nestlé möchte mit den Bemühungen ein höheres Mass an Transparenz und Nachhaltigkeit für die Kunden erreichen. Das Unternehmen ist nicht nur bestrebt den eigenen Kaffee auf die Blockchain zu bringen, sondern hat auch mit anderen Produkten an einer Verknüpfung mit der Technologie gearbeitet. So ist die Blockchain beispielsweise für Mousline-Püree oder Guigoz-Säuglingsnahrung in Frankreich bereits verfügbar.

Gemeinschaftsprojekt zur Nachhaltigkeit von Milch und Palmöl gestartet

Auch die viel diskutierte Thematik hinsichtlich Palmöl hat Nestlé dazu bewegt, ein Pilotprojekt für eine offene Blockchain durchzuführen. Das Gemeinschaftsprojekt mit dem Anbieter OpenSC läuft derzeit und soll Daten zur Nachhaltigkeit von Milch und Palmöl überliefern.

Auch Starbucks nutzt Blockchain für nachverfolgbare Lieferketten

Die Rückverfolgbarkeit von Kaffee mithilfe der Blockchain kann man derzeit immer häufiger beobachten. Das US-Unternehmen Starbucks arbeitet beispielsweise mit der Azure-Blockchain von Microsoft zusammen, welche die Kunden von der Farm bis zur Tasse informieren soll.

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Redaktion cvj.ch

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