Zuckerberg argumentiert für Libra Umsetzung

Hinsichtlich der Einführung von Libra fragen sich Regierungen und Regulierungsbehörden ob Libra zu einer Währung werden könnte, welche die Kontrolle der Regierungen schwinden lässt.

Selbsteinsichtiger Zuckerberg?

Auch Mark Zuckerberg hat diese Probleme erkannt und in einem Statement verlauten lassen, dass die Digitalwährung «etwas ist, das gebaut werden muss, ich verstehe aber, dass wir im Moment nicht der ideale Botschafter sind.»

«Wir sind in den letzten Jahren mit vielen Problemen konfrontiert worden und ich bin sicher die Menschen würden sich wünschen, dass es jemand anderes als Facebook wäre, der diese Idee vorbringt.“

Der CEO von Facebook betont, dass andere Technologieunternehmen aus Ländern wie China die Gelegenheit eine Krypto-Währung zu schaffen nutzen werden, wenn Facebook diese nicht umsetzt. Der Rest der Welt wartet nicht, während wir diskutieren. „Wenn Amerika keine Initiative zeigt und solch ein Projekt innovativ angeht, ist die finanzielle Führung des Landes nicht mehr garantiert“, so Zuckerberg.

Die Libra Association, also der Dachverband der geplanten Währung, wurde im Laufe der letzten Woche offiziell gegründet. Facebook ist nun nur noch eines von 21 Mitgliedern mit jeweils gleichen Stimmrechten. Zuckerberg wird technisch also nicht in der Lage sein, auf Verpflichtungen in Bezug auf die Währung oder die Einführung dieser einzugehen.

Weiter führt er aus, dass Facebook nicht an der Einführung des Libra-Zahlungssystems beteiligt sein wird, bis die US-Regulierungsbehörden dem zustimmen. Die Mitglieder von Libra werden weiterhin hohe Anforderungen an Zuckerberg haben, der nach wie vor auch das Gesicht des Projektes ist. Eine Sache für die Zuckerberg zuständig ist, wäre wie die neue Währung in bestehende Produkte wie  WhatsApp und den Facebook Messenger zu integrieren sind. Das wichtigste soziale Netzwerk von Facebook hat mehr als 2 Milliarden Nutzer und besitzt insgesamt vier separate digitale Plattformen mit jeweils mindestens einer Milliarde Nutzern.

Allen Personen uneingeschränkten Zugang zu Zahlungssystemen ermöglichen

Auch wenn es seit der Vorstellung des Projekts im Juni unter Beschuss geraten ist, versucht Facebook den Fokus auf das Hauptziel von Libra zu richten – einen echten Bedarf im Bereich des internationalen Geldtransfers zu decken.

Immer mehr Geld wird in Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen gesendet. Die Kosten dafür sind aber nach wie vor hoch. Die jährlichen Überweisungsströme in diese Länder lagen im Jahr 2018 bei etwa 529 Milliarden Dollar, was einem Anstieg von rund 10% gegenüber dem Jahr 2017 entspricht. Die durchschnittlichen Gebühren dafür lagen laut einem Bericht der Weltbank bei durchschnittlich 7%. Dies entspricht etwa 37 Milliarden Dollar.

 

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