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    Sie sind hier:Home » Aktuell » News » Wochenrückblick Kalenderwoche 47 – 2022
    CVJ Wochenrückblick

    Wochenrückblick Kalenderwoche 47 – 2022

    von Redaktion cvj.ch am 26. November 2022 News

    Was hat sich diese Woche rund um Blockchain und Kryptowährungen getan? Die relevantesten lokalen und internationalen Geschehnisse sowie ansprechende Hintergrundberichte pointiert und kompakt im Wochenrückblick.

    Selektierte Artikel der Woche:

    2022 wurde durch eine Reihe hochkarätiger Insolvenzfälle diverser Multi-Milliarden-Kryptounternehmen geprägt. Es herrscht dasselbe Muster vor, das sich bereits durch viele historische Finanzkrisen gezogen hat. Die Konkurswelle, die die Branche momentan durchleidet, ist die Konsequenz einer Industrie, die verblendet durch einen beispiellosen Bullenmarkt, Risikoaspekte vernachlässigte und sich damit selbst zu Fall brachte. Die Parallelen zu traditionellen Finanzkrisen sind unübersehbar. Was 2008 als ein Haufen Junk Hypotheken verschleiert im AAA-Kleid daherkam, kann im digitalen Zeitalter durch selbst geschaffene „Utility“ oder „Governance“ Token ersetzt werden. Aber nicht nur illiquide und zweitklassige Kreditsicherheiten führten zur Krise. Zur Abrundung des Dilemmas beschert der Bilanzbetrug im Fall von FTX/Alameda dem Sektor zudem ein Enron Déjà-vu. In der Summe wurde viel Vertrauen verspielt und die Fragilität von fraktionalem Reservesystem und Glauben in Gegenparteien muss aufs Neue durch den Ausgangspunkt der Blockchain Technologie ersetzt werden: mathematische Beweise.

    Krypto Lehman Moment

    Kryptos Enron führt zu „Lehman Moment“ der Branche

    Eine Reihe hochkarätiger Insolvenzanmeldungen diverser Multi-Milliarden-Unternehmen führten zum ersten „Lehman Moment“ der Krypto-Branche.

    Weiterlesen

    Im Wochentakt kommen neue Details zum grössten Betrugsfall, den der Sektor seit jeher erlebte ans Licht. Neben einem riesigen Bilanzloch hinterlässt der FTX/Alameda Niedergang einen üblen Beigeschmack, was das Treiben innerhalb des Firmengeflechts anbetrifft. Die Erfolgsgeschichte der quantitativen Kryptowährungshandelsfirma Alameda Research und der später gegründeten ehemals zweitgrössten Kryptobörse FTX, kam innerhalb von nur 2 Wochen zu einem abrupten Ende. Eine vollständige Übersicht vom Anfang bis zum Ende des Debakels.

    FTX Dossier - Eine Übersicht zum Fall der Kryptobörse

    FTX Dossier – Eine Übersicht zum Skandal

    Die Enthüllung eines 10 Mrd. tiefen Bilanzlochs und die folgende Insolvenzanmeldung von FTX erschütterte die gesamte Branche. Ein Überblick.

    Weiterlesen

    Der Ursprung der Misere, in der sich die Branche hineinmanövriert hat, hat schlussendlich nur wenig mit Bitcoin oder der Blockchain zu tun. Dessen Integrität ist seit Bestehen unangetastet. Schliesslich baut ein Blockchainsystem auf mathematische Beweise und nicht auf Vertrauen. Ironischerweise kompromittiert die Nutzung zentralisierter Dienste den Ausgangspunkt von Kryptowährungen. Die Implosion zentraler Krypto-Dienstleister, welche über ein fraktionales Reservesystem mit Kundengeldern spekulieren, ruft den immerwährenden Krypto Leitsatz „not your keys, not your coins“ zurück auf den Plan.

    Krypto-Selbstverwahrung: "not your keys, not your coins"

    Krypto-Selbstverwahrung: „not your keys, not your coins“

    Der Leistpruch „not your keys, not your coins“ bewahrheitet sich mit der Insolvenz diverser Krypto-Dienstleister einmal mehr.

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    Wie sich über die vergangenen Wochen herausstellte, nimmt Grayscales Bitcoin Trust (GBTC) eine zentrale Position im aktuellen Dominoeffekt der Branche ein. Das börsengehandelte Produkt erlaubte es risikofreudigen Akteuren über die Schwestergesellschaft Genesis Global Capital, einen verhängnisvollen Leverage zu fahren. Als sich der Markt drehte, zog dies nicht nur die Spekulanten mit sich, auch das imposante Konglomerat der Muttergesellschaft Digital Currency Group (DCG) hat seine Schäden genommen.

    Bedenken über die finanzielle Gesundheit von Grayscale GBTC wachsen

    Bedenken über Grayscales finanzielle Gesundheit wachsen

    Angesichts des jüngsten FTX-Kollapses hat die Skepsis gegenüber allen zentralisierten Einheiten zugenommen – auch gegenüber Grayscales GBTC.

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    Ausserdem: Der Fall der ehemals zweitgrössten Kryptobörse zerstörte das Vertrauen vieler Marktteilnehmer. Neben Privatkunden sind auch etliche Akteure aus dem institutionellen Bereich betroffen. Während Privatanleger ihre digitalen Assets von zentralen Börsen abheben, scheuen sich Banken wieder vermehrt vor einem Einstieg in die Branche. Doch dieser Rückschlag sollte nicht über den langfristig bestehenden Wachstumstrend und das enorme Potenzial der Branche hinwegtäuschen, sagt Pirro Morandi, Head Client Relationship Management & Sales bei der schweizer InCore Bank.

    Pirro Morandi (InCore) über die jüngsten Geschehnisse im Digital Asset Bereich

    Pirro Morandi über die jüngsten Geschehnisse rund um digitale Assets

    InCore Head Client Relationship Management & Sales Pirro Morandi teilt seine Gedanken zu den jüngsten Entwicklungen in der Krypto-Branche.

    Weiterlesen

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    Die Redaktion des Crypto Valley Journal berichtet seit 2018 aus Zug, dem Sitz des Schweizer Crypto Valley, über Bitcoin, Krypto, Blockchain und die regulatorische Entwicklung digitaler Vermögenswerte. Hinter der kollektiven Redaktionsstimme steht ein Team aus Autoren mit Hintergrund in Finanzmarkt, Recht und Technologie.

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