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    Wochenrückblick Kalenderwoche 24

    Wochenrückblick Kalenderwoche 39 – 2021

    von Redaktion cvj.ch am 2. Oktober 2021 News

    Was hat sich diese Woche rund um Blockchain und Kryptowährungen getan? Die relevantesten lokalen und internationalen Geschehnisse sowie ansprechende Hintergrundberichte pointiert und kompakt im Wochenrückblick.

    Noch nicht vor allzulanger Zeit musste sich Bitcoin und das aufstrebende Kryptoökosystem einige Kritik seitens von Wall Street Vertretern gefallen lassen. Die Anschuldigungen reichten von Betrug bis hin zu dem Vergleich mit der holländischen Tulpenmanie im 17. Jahrhundert. Es ist schwer zu leugnen, dass der Hype in der Branche immer noch eine wichtige Rolle spielt. Der heutige Markt für Kryptowährungen verfügt jedoch über eine funktionierende Infrastruktur. Darüber hinaus gibt es ein schnell wachsendes Ökosystem innovativer Lösungen und eine zunehmende Anzahl regulierter Dienstleistungen. Mit der Einführung eigener kryptobasierter Produkte und Serviceleistungen signalisieren die Initiativen der Wall Street Banken einen signifikanten Wandel in der Haltung gegenüber der Anlageklasse. Während Zentralbanken die Zinsen niedrig halten und eine expansive Geldpolitik betreiben, haben institutionelle Anleger mit rekordverdächtigen Inflationsraten und niedrig- oder negativ verzinsten Anleihen zu kämpfen. Viele Investoren betrachten Bitcoin derweilen als einen sicheren Hafen, der eine begrenzte Korrelation zu traditionellen Anlageinstrumenten aufweist.

    Das Interesse institutioneller Akteure an Kryptowährungen ist mittlerweile schwer zu übersehen. Regulatorische Unsicherheit hält mitunter immer noch etliche Marktteilnehmer von einer Portfolioallokation ab. Die Schweiz befindet sich in diesem Aspekt in einer privilegierten Situation. Politik und Regulierungsbehörden kooperierten schon früh mit Krypto-Unternehmen, um einen umfassenden Rechtsrahmen zu schaffen. Dieser Ansatz wurde nun mit der Freigabe des ersten schweizerischen Kryptofonds durch die eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA unterstrichen. Das Fondsprojekt ist Teil einer Kooperation dreier Unternehmen aus dem Crypto Valley und stellt einen wichtigen Schritt für die Zugänglichkeit von Kryptowährungen als alternative Anlageklasse dar.

    Das dezentrale Finanzwesen (DeFi) ist ein neues Finanzparadigma, das erhebliche Vorteile mit sich bringt. Bis Mitte September 2021 fanden DeFi-Transaktionen im Wert von nicht weniger als 88.7 Mrd. USD statt. Die damit verbundenen Risiken sind jedoch ebenfalls erheblich und stellen im Bereich der Regulierung eine Herausforderung dar. Die aktuelle Debatte in den USA deutet darauf hin, dass ein Durchsetzungsansatz mit der Anwendung von bestehenden Finanzgesetzen schlecht geeignet ist. Die Grundproblematik besteht darin, dass der Gesetzestext auf dem Konzept des zentralisierten Intermediärs aufbaut – ein Umstand den es bei DeFi per Definition nicht gibt. Damit die Dienstleistungen auf breiter Basis angenommen werden, ist eine umfassende Regulierung unumgänglich. Statt bereits existierende Strukturen auf den neuen Sektor anzuwenden, könnte ihm ein pragmatischer Ansatz eher gerecht werden.

    Alleine im August verzeichnete Opensea, der beliebteste Marktplatz für NFTs, ein durchschnittliches Tagesvolumen von 1 Mrd. USD. Aber sind NFTs wirklich den Hype wert – oder gar eine Investition? Um NFTs zu verstehen, ist es hilfreich, Aspekte der Blockchain zu kennen. Es geht darum, relevante Anwendungsfälle zu erörtern und bestehende Beispiele zu erfassen, die den Treibstoff hinter diesem Hype bilden. Es scheint, als ob NFTs in diesem Jahr erheblich zur Geschwindigkeit der Krypto-Adoption beigetragen haben. Vielleicht noch wichtiger ist, dass es den NFTs endlich gelungen ist, eine ganz andere Gruppe von Neulingen für die Branche zu gewinnen, die weder an fiskalpolitischen Idealen noch an komplexem DeFi-Yield-Farming oder automatisiertem Market-Making interessiert sind. In einer dreiteiligen Serie analysiert Fabian Zbinden den aufstrebenden Bereich.

    Ausserdem: Die Verbindung von einzigartigen Blockchain-Token mit seltenen Gegenständen ist dank NFTs möglich. Damit eröffnet sich eine Grundlage für digitale Sammlerstücke. Auch das herkömmliche Briefmarkensammeln erreicht dank der Technologie die nächste Stufe. Nach der österreichischen Post lanciert die Schweizer Post die ersten Krypto-Briefmarken des Landes. Auf den ersten Blick sieht ein „Swiss Crypto Stamp“ aus wie eine herkömmliche Briefmarke. Wie jede andere Marke kann sie zum Frankieren von Postsendungen verwendet werden. Jede physische Briefmarke verfügt aber zugleich über einen digitalen Zwilling, welcher in Form eines NFTs auf der Blockchain gespeichert ist. Die digitale Variante kann eingesehen, getauscht und gehandelt werden.

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    Wir wünschen aufschlussreiches Lesen und ein geruhsames Wochenende.

    Redaktion CVJ.CH

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