Wochenrückblick Kalenderwoche 22 – 2021

Was hat sich diese Woche rund um Blockchain und Krypto-Währungen getan? Die relevantesten lokalen und internationalen Geschehnisse sowie ansprechende Hintergrundberichte pointiert und kompakt im Wochenrückblick.

Unsere Zahlungssysteme werden zunehmend digitalisiert. Viele dieser Lösungen werden von privaten Fintechfirmen, aber auch vermehrt auf öffentlichen Blockchains abgewickelt. Notenbanken rund um den Globus arbeiten mittlerweile an Pilotprojekten für eine Einführung von digitalen Zentralbankwährungen (CBDCs). CBDCs verhelfen Währungshütern zu neuen Möglichkeiten in der Fiskalpolitik sowie der Überwachung von Geldströmen. Besonders die chinesische Zentralbank, die People’s Bank of China (PBoC), treibt momentan den digitalen Yuan voran. Aktuell soll die digitale Währung in die zweite Testphase gehen, nachdem erste Versuche in diversen Grossstädten erfolgreich waren. Das nächste Ziel ist eine volle Funktionalität für internationale Kunden bei den Olympischen Winterspielen in Peking Ende 2022. Damit ist die chinesische Notenbank im internationalen Wettstreit um CBDCs weit voraus. Die amerikanische Federal Reserve Bank befindet sich bislang in einer frühen Planungsphase, ähnlich steht es um die Europäische Zentralbank (EZB).

Immer mehr Grossbanken steigen in die Welt der digitalen Vermögenswerte ein. So auch die britische Standard Chartered Bank (StanChart). Aufgrund starker institutioneller Nachfrage lanciert der Finanzdienstleister eine Handelsplattform für Kryptowährungen in Europa und Grossbritannien. Das Projekt entstand durch eine Partnerschaft mit dem ersten lizenzierten Krypto-Börsenbetreiber aus Hongkong (OSL) und soll im vierten Quartal 2021 bereitstehen. Der Ansatz von StanChart steht im direkten Kontrast zum inländischen Konkurrenten HSBC. Die grösste Bank Englands hat sich wiederholt negativ zu Bitcoin geäussert und plant laut eigenen Aussagen nicht, Krypto-Assets in ihre Dienstleistungen aufzunehmen.

In Europa und Asien gewähren mittlerweile zahlreiche börsennotierte Anlageprodukte einen Zugang zu digitalen Vermögenswerten. Zurückhaltend zeigt sich bis anhin der zuständige Regulator in den USA. Die Securities and Exchange Commission (SEC) hat bis dato alle Anträge für ein Bitcoin-ETF abgelehnt. Kürzlich reichten weitere etablierte Finanzdienstleister wie Goldman Sachs und Fidelity Investments Gesuche ein. Mittlerweile verfügt die SEC über eine Auswahl von ungefähr einem Dutzend Anfragen. Ob es unter dem neuen Chairman Gary Gensler zu einer Genehmigung des ersten US Bitcoin-ETFs kommt, wird sich zeigen.

Mit dem rasanten Kursanstieg der Kryptomärkte im vergangenen Jahr haben auch die betrügerischen Aktivitäten zugenommen. Einige Betrugsmaschen können leicht erkannt werden, andere sind gut durchdacht. Als Nutzer von digitalen Assets gilt es einige Dinge zu beachten, denn Rückerstattungen für einen Fehltritt existieren in der Welt der unveränderbaren Blockchain Transaktionen nicht. Zu den beliebtesten Betrugsmaschen gehören „Geschenke“ von Prominenten, Ponzi Systeme und gefälschte Webauftritte. Eine Übersicht zu den verschiedenen Gefahren und den geeigneten Vorsichtsmassnahmen.

Ausserdem: Der Mai war für die Kryptomärkte aussergewöhnlich. Verglichen mit vergangenen Jahren gab es noch nie einen monatlichen Kurssturz im gesehenen Ausmass. Der starke Verkaufsdruck begann mit der Ankündigung Teslas, Bitcoin aufgrund von Klimabedenken nicht mehr als Zahlungsmittel zu akzeptieren. Wenige Tage darauf gab es Neuigkeiten eines weiteren Krypto-Verbots in China. Die zunehmend negative Stimmung traf auf eine fragile Marktstruktur und führte schliesslich zu der bisher grössten Liquidationskaskade. Trotz der starken Verkaufswelle haben sich die Fundamentaldaten von Kryptowährungen nicht verändert. Der Schweizer Spezialist für digitale Assets, 21Shares, gibt einen Überblick zu den Geschehnissen im Mai und wagt einen Blick in die Zukunft.


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Redaktion CVJ.CH


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