Wochenrückblick Kalenderwoche 21 – 2021

Was hat sich diese Woche rund um Blockchain und Krypto-Währungen getan? Die relevantesten lokalen und internationalen Geschehnisse sowie ansprechende Hintergrundberichte pointiert und kompakt im Wochenrückblick.

In den vergangenen zwei Wochen wurden die Kryptomärkte von einer beeindruckenden Verkaufswelle heimgesucht. Innerhalb von wenigen Tagen brachen die meisten Kryptowährungen mehr als 50% ein. Mittlerweile haben sich die Preise ein wenig erholt, allerdings stehen Krypto-Assets noch weit von ihren Höchstständen entfernt. Obwohl eine erhöhte Volatilität historisch gesehen schon immer die Märkte begleitete, erwischte es vor allem Investoren, die mit Hebel arbeiten, auf dem falschen Fuss. Die Tiefe der Korrektur lässt bereits einige Stimmen aufkommen, die das „Ende des Bullenmarktes“ verkünden. In solchen Phasen schadet es jeweils nicht, den Fokus auf fundamentale Faktoren zu richten. Die Adoption von Kryptowährungen ist in einem frühen Stadium mit beeindruckenden Wachstumsraten. Eine erhöhte Volatilität ist der Preis, den ein Investor bezahlt, um an der exponentiellen Opportunität teilzunehmen.

Mit einer breiteren Adoption von Kryptowährungen ist es für Finanzinstitute unvermeidlich, sich mit der neuen Anlageklasse auseinanderzusetzen. Über die vergangenen Monate gab es bereits prominente Grossbanken, die Berichte zu digitalen Währungen publiziert haben. Nicht zuletzt durch zunehmende Kundennachfrage sahen sich einige Banken dazu gezwungen, eine Meinung abzugeben. Auch Goldman Sachs setzt sich seit geraumer Zeit mit Kryptowährungen auseinander. Laut der US-Grossbank wird Bitcoin als investierbarer Vermögenswert betrachtet, der sein eigenes Risikoprofil aufweist und gerade eine Adoptionsphase durchläuft. In Kundengesprächen drehe sich die Hauptdiskussion um die Funktion der Assetklasse in einem Portfolio und deren verschiedenen Zugangsmöglichkeiten. Während Goldman die Rolle der neuen Anlageklasse anerkennt, sieht die Division „Digital Assets“ die Risiken im Bereich der Regulierung. Aufgrund inkonsequenter Richtlinien rund um den Globus sind Investitionen noch immer nicht leicht planbar.

Der rasante Preisanstieg von digitalen Assets förderte die Gründung neuer Krypto-fokussierter Hedgefonds. Zu diesem Schluss kommt PricewaterhouseCoopers (PwC) in ihrer jüngsten Umfrage. Gemäss dem Beratungsunternehmen experimentieren auch vermehrt etablierte traditionelle Hedgefonds mit der neuen Anlageklasse. Knapp ein Fünftel der befragten Fonds haben schon Investitionen getätigt und ein weiteres Viertel ist an digitalen Vermögenswerten interessiert. Dem restlichen Anteil der Befragten bleibt der Zugang zu Kryptowährungen aufgrund von Regularien und Vorschriften der Anlagemandate verwehrt.

In den Vereinigten Staaten hat sich einiges im Bereich der Regulation von digitalen Assets getan. Unterschiedliche Behörden haben Kryptowährungen bereits grünes Licht gegeben oder zumindest Richtlinien veröffentlicht. Aktuell streben die Regulierungsbehörden ein einheitliches Krypto-Rahmenwerk an. Das Weisse Haus arbeitet mit Beamten des US-Finanzministeriums zusammen, um die wesentlichen Probleme rund um Kryptowährungen zu untersuchen. Potenzielle Lücken der Regulierung sollen identifiziert und gefüllt werden. Neben Kryptowährungen werden auch die Implikationen einer digitalen Zentralbankwährung (CBDC) erforscht.

Ausserdem: US-Grossinvestor Carl Icahn wurde erneut zu seiner Meinung gegenüber Kryptowährungen befragt. Wie andere ehemalige Bitcoin-Skeptiker hat Icahn seine Auffassung gegenüber der digitalen Währung geändert. Unterdessen anerkennt der Investor Bitcoins Eigenschaften als Absicherungsmittel gegen Inflation und plant eine potenzielle Investition im Umfang von einer Milliarde Dollar. Icahn ist zudem überzeugt, dass digitale Währungen zukünftig eine grosse Rolle spielen werden und gekommen sind, um zu bleiben. Das Argument, dass Kryptowährungen keinen intrinsischen Wert haben, empfindet Icahn im Bezug auf den US-Dollar als schwacher Kritikpunkt.


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