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    Sie sind hier:Home » Aktuell » News » Wochenrückblick Kalenderwoche 2 – 2022
    CVJ Wochenrückblick

    Wochenrückblick Kalenderwoche 2 – 2022

    von Redaktion cvj.ch am 15. Januar 2022 News

    Was hat sich diese Woche rund um Blockchain und Kryptowährungen getan? Die relevantesten lokalen und internationalen Geschehnisse sowie ansprechende Hintergrundberichte pointiert und kompakt im Wochenrückblick.

    Nicht-fungible Token (NFTs) gehörten zu den gewichtigsten Treibern der Krypto-Branche im vergangenen Jahr. Obwohl unterdessen diverse Marktplätze auf verschiedenen Blockchains für jene Token existieren, zählt OpenSea zweifelsohne zum grossen  Gewinner des Booms. Mit monatlichen Handelsvolumen von bis zu 3 Milliarden US-Dollar und einer Marktdominanz von über 90% konnte das Projekt quasi ein Monopol bilden. Entsprechend stieg die Kritik an der zentralisierten Struktur des Unternehmens, welche im Kontrast zu den meisten Kryptoprojekten steht. Denn die Entscheidungsfindung des Marktplatzes wird zentral geführt und die bei einem Handel anfallenden Gebühren von 2,5% fliessen vollends an OpenSea. Darüber hinaus werden von Opensea regelmässig NFTs von der Plattform ausgeschlossen, und spezifischen Benutzern wird der Zugang entzogen. Diese Gegebenheiten stossen bei vielen Nutzern auf Widerstand, da sie schlussendlich stark im Kontrast zur Gesinnung der Zensurresistenz sowie dem erlaubnislosen Zugang stehen. Zwei wichtige Pfeiler, welche die Krypto und Web 3.0 Philosophie charakterisieren. Nicht zuletzt aus diesen Gründen wurde diese Woche mit der Alternativplattform „Looks Rare“ eine sogenannte „Vampir Attacke“ gestartet. Dabei werden Nutzer und Liquidität durch Token Anreize von der dominierenden Plattform auf die Alternative gelockt respektive „abgesaugt“. Tatsächlich verzeichneten die Token ($LOOKS) der voll funktionalen NFT-Handelsplattform Handelsvolumina im dreistelligen Millionenbereich und wurden zuletzt auf einer vollständig verwässerten Marktkapitalisierung von 3.5 Mrd. US-Dollar gehandelt. Versprochen wird eine Dezentralisierung der Governance-Prozesse bei gleichzeitiger Distribution aller Handelsgebühren an Token-Inhaber. Eine interessante Entwicklung, die sicherlich auch bei Opensea registriert wurde.

    Der Zustrom an neuen Nutzern führt des Öfteren an die Kapazitätsgrenzen dezentraler „Smart-Contract-Plattformen“. Insbesondere auf dem dominantesten Netzwerk Ethereum werden die Nutzer mit hohen Transaktionskosten und langen Wartezeiten konfrontiert. Das Aufkommen von alternativen Blockchainplattformen zählte 2021 zu den Hauptentwicklungen der Kryptobranche. Auf der Suche nach Alternativen stösst man schnell zum grössten Ethereum-Konkurrenten Solana. Mit einem einzigartigen Konsensmechanismus namens Proof of History (PoH) erlaubt das Blockchain-Netzwerk bis zu 65’000 Transaktionen pro Sekunde (TPS), also weitaus mehr als Ethereums 25 „TPS“. Um eine Skalierung jenes Grades zu erreichen, geht das Netzwerk allerdings Kompromisse im Bereich der Dezentralisierung ein. Eine Einführung zur Funktionsweise, Geschichte und Zukunft Solanas.

    Stablecoins stellen einen gewichtigen Bestandteil im Kryptoökosystem dar und erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Mit einer Marktkapitalisierung von 150 Milliarden und einem täglichen Handelsvolumen von 60 Milliarden US-Dollar sind sie mittlerweile als Teil der wichtigsten Handelspaare und wesentliches Instrument in DeFi-Anwendungen nicht mehr wegzudenken. Doch mit der Möglichkeit, eine blockchainbasierte FIAT-Geldform herauszubringen, haben private Unternehmen eine grundlegende Funktion übernommen, die bislang uneingeschränkt den Notenbanken und ihren angeschlossenen Geschäftsbanken vorbehalten war. Damit geriet der neue Sektor rasch ins Blickfeld der internationalen Aufsichtsbehörden und stellt in diesen Tagen eine der höchsten Prioritäten im Bezug auf eine umfassende Regulierung.

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    Die aktuell meistgenutzten Stablecoins sind von einer zentralen Instanz ausgegebene Token, die an den Wert des Dollars gekoppelt sind. Der Emittent stellt die zirkulierende Menge mit Dollar Einlagen sicher und gewährleistet damit ein Eintauschen in die native Währung. Es hat sich jedoch gezeigt, dass zuweilen grosse Qualitätsunterschiede in den hinterlegten Sicherheiten der jeweiligen Emittenten bestehen. Eine fehlende Transparenz in Hinsicht auf die Deckung ihrer Stablecoins wurde dem grössten Emittenten Tether des Öfteren vorgeworfen, was in der Vergangenheit dazu führte, dass sich die Aufsichtsbehörde SEC einschaltete. Im Gegensatz dazu sollen algorithmische und dezentral verwaltete Stablecoin-Protokolle eine volle Transparenz mit gleichzeitiger Sicherstellung einer Zensurresistenz gewährleisten. Hierbei verwaltet ein zugrunde liegendes Protokoll mithilfe automatisierter Ausgabe oder Rücknahme der Stablecoins die Geldpolitik und amtiert als Notenbank. Die Besicherung in der Form von digitalen Vermögenswerten ist öffentlich auf der Blockchain für jedermann einsehbar. Seitdem MakerDAO im Jahr 2017 mit „DAI“ den ersten Dollar-Stablecoin auf den Markt gebracht hat, bildete sich eine breite Palette von Alternativprotokollen mit unterschiedlichen Stabilisierungsmechanismen. Eine Übersicht zu den führenden Projekten.

    Ausserdem: Die Nachfrage für Dienstleistungen mit digitalen Vermögenswerten im institutionellen Bereich ist am Anziehen. Das lässt sich gleicherweise durch das ansteigende Investitionsvolumen in Dienstleister des Sektors ablesen. In der Schweiz sorgte im vergangenen Jahr eine Mehrheitsbeteiligung an der Crypto Finance AG durch die Deutsche Börse im dreistelligen Millionenbereich für Aufsehen. In den letzten zwei Wochen enthüllten die Schweizer Krypto-Banken Sygnum und SEBA Finanzierungsrunden von 90 rsp. 110 Millionen CHF. Beide Firmen erhielten im August 2019 als erste Dienstleister mit Krypto-Fokus eine Banklizenz der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA) und verzeichneten seither ein beachtliches Wachstum.


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    Die Redaktion des Crypto Valley Journal berichtet seit 2018 aus Zug, dem Sitz des Schweizer Crypto Valley, über Bitcoin, Krypto, Blockchain und die regulatorische Entwicklung digitaler Vermögenswerte. Hinter der kollektiven Redaktionsstimme steht ein Team aus Autoren mit Hintergrund in Finanzmarkt, Recht und Technologie.

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