Wochenrückblick Kalenderwoche 14 – 2021

Was hat sich diese Woche rund um Blockchain und Krypto-Währungen getan? Die relevantesten lokalen und internationalen Geschehnisse sowie ansprechende Hintergrundberichte pointiert und kompakt im Wochenrückblick.

Seit der Entstehung von Bitcoin war die Brücke zwischen Fiat- und Kryptowährungen eine Herausforderung. Diese Aufgabe wurde in den Anfängen hauptsächlich von Kryptobörsen übernommen. An diesen Marktplätzen war es möglich, Bitcoin gegen USD oder andere Währungen zu handeln. Doch viele der ursprünglichen Börsen sind seither an Regulierung oder Hacker-Angriffen gescheitert. Coinbase, eine der ersten Kryptobörsen, ist seit 2012 in der Branche tätig und kam bisher am besten mit dem komplexen Rechtssystem in den USA zurecht. So konnte sie sich als dominante Börse in den Vereinigten Staaten durchsetzen. Diese Woche veröffentlichte das Unternehmen beeindruckende Quartalszahlen und weitere Informationen zum Börsengang (Ticker: COIN) am 14. April. Aktuell liegt die Bewertung von Coinbase bei 100 Milliarden US-Dollar. Die direkte Notierung an der Nasdaq könnte der Krypto-Branche die lang ersehnte Legitimität verschaffen.

Besonders in der Schweiz lässt sich ein gewisser Reifeprozess der Blockchain-Industrie erkennen. Dank Politik und Regulation entstand früh die nötige Rechtssicherheit für ein blühendes Ökosystem rund um Blockchain und Kryptowährungen. So wurde der Begriff „Crypto Valley“ in Anlehnung an das „Silicon Valley“ geprägt. Mittlerweile hat das Ökosystem in verschiedene Branchen expandiert und auch geografisch ist das Crypto Valley weit über den Raum Zug hinausgewachsen. In den letzten zwei Monaten hat sich einiges getan. Die FINMA verweigerte Bitcoin Suisse eine Banklizenz, weitere Privatbanken betraten die Branche, der Kanton Zug ermöglichte Steuerzahlungen mit Bitcoin und der führende Krypto-ETP-Emittent in der Schweiz erreichte $1 Milliarde AuM.

Für institutionelle Anleger ist das Investieren in Krypto-Assets aufgrund regulatorischer Vorschriften komplex. Gerade in den USA greifen Marktteilnehmer deshalb oft auf die Trusts von Grayscale Investments zurück. Ein börsengelisteter „Exchange Traded Fund“ (ETF) würde einen einfachen und regulierten Zugang für Investoren zu der neuen Assetklasse schaffen. Seit Jahren versuchen etablierte Finanzinstitute ein Bitcoin ETF an der US Börse zu lancieren, doch der US-Regulator hat bis jetzt alle Anträge zurückgewiesen. Diese Woche hat der weltgrösste Krypto-Vermögensverwahrer die Absicht bekräftigt, den Grayscale Bitcoin Trust (GBTC) in einen ETF umzuwandeln. Auch Goldman Sachs und Fidelity Investments sind bestrebt einen Bitcoin ETF zu lancieren. Doch Grayscale arbeitet bereits seit 2016 eng mit der SEC zusammen. Wer das Rennen zum ersten Bitcoin-ETF in den Vereinigten Staaten gewinnen wird, bleibt vorerst offen.

Die Blockchain-Technologie bietet eine breite Palette von Anwendungsfällen. Die digitale Repräsentation reeller Vermögenswerte auf einem dezentralen Ledger wird dabei als Tokenisierung bezeichnet. Mit dem Thema beschäftigte sich diese Woche das Weltwirtschaftsforum (WEF). Zentrale Gesprächspunkte waren leichte Kapitalbeschaffung, digitale Kunst in Form von nicht-fungiblen Token (NFTs) und das Potenzial für illiquide Vermögenswerte. Der Wirtschaftsminister der Vereinigten Arabischen Emirate, Abdulla Bin Touq Al Marri sieht in der Tokenisierung ein zentrales Instrument zur Erleichterung der Kapitalgewinnung und der Fraktionierung von Vermögenswerten.

Ausserdem: Der Zugang zu Kryptowerten über Instrumente, die an traditionellen Börsen gehandelt werden, wächst stetig. Die Schweizer Börse SIX gehört zu den Vorreitern und verfügt über eine wachsende Anzahl an gelisteten „Exchange Traded Products“ (ETPs). Mit einem neu lancierten Litecoin ETP wird diese Woche die Zugänglichkeit zu alternativen Kryptowerten erweitert.


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Selektierte Artikel im Wochenrückblick:

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Crypto Valley Roundup – Frühjahr 2021


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