Wochenrückblick Kalenderwoche 13 – 2021

Was hat sich diese Woche rund um Blockchain und Krypto-Währungen getan? Die relevantesten lokalen und internationalen Geschehnisse sowie ansprechende Hintergrundberichte pointiert und kompakt im Wochenrückblick.

Kryptowährungen wie Bitcoin dringen zweifellos in den Mainstream, und es ranken sich weiterhin zahlreiche Mythen rund um die digitalen Vermögenswerte. Einige halten sich besonders hartnäckig und basieren auf einer fehlerhaften Faktenlage. Manchmal hilft es auch, die Dinge in das richtige Verhältnis zu setzen. Von Schneeballsystem über Geldwäsche bis zum Stromverbrauch: Die wichtigsten Mythen und Fakten zur grössten Kryptowährung.

Kreditkarten-Gigant Visa beschäftigt sich schon seit geraumer Zeit mit der Blockchain-Technologie. Bereits 2018 stellte das Unternehmen einen Patentantrag für eine eigene digitale Währung. Dieses Vorhaben wurde inzwischen abgebrochen. Stattdessen konzentriert sich der Finanzdienstleister nun auf die Implementierung bereits existierender Projekte. Das Unternehmen möchte demnach die direkte Verwendung des auf Ethereum basierenden Stablecoins „USDC“ in ihrem Zahlungsnetzwerk integrieren. Diese Entscheidung ist ein grosser Beweis für die Validität der Smart-Contract-Plattform.

Dezentrale Finanzen (DeFi) ist ein Schlagwort, welches nicht mehr aus der Blockchainwelt wegzudenken ist. DeFi-Anwendungen stellen üblicherweise Instrumente aus der traditionellen Finanzwelt auf der Blockchain dar. Insbesondere das Anwendungsfeld von dezentralen Börsen (DEXes) ist stark am Wachsen. Hierbei kann ein Benutzer nicht nur Kryptowährungen handeln, sondern sogar am Liquiditätspool der jeweiligen Orderbücher partizipieren. Dies wird durch sogenannte „Automated Market Maker“ Algorithmen (AMMs) sichergestellt. Seit dem ersten Projekt im Jahr 2017 haben sich die Anwendungen stets weiterentwickelt. Liquiditätsanbieter (LPs) poolen ihre Token, gegen die Händler ihre Trades eingeben können. Dabei fliesst ein Bruchteil des Handelswertes als Gebühren an die LPs zurück. Ein Eintauchen mit Yves Longchamp in die interessante Entwicklung und Geschichte der dezentralen Börsen.

Kritische Stimmen zum hohen Energieverbrauch, die Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum mit sich bringen, häufen sich. Dieser Umstand liegt am rechenintensiven „Proof of Work“ Algorithmus, den aktuell beide Blockchains nutzen. Damit wird ein wesentlicher Teil der Sicherheit und Zensurresistenz der jeweiligen Netzwerke garantiert. Um neue Blöcke auf der Blockchain zu erzeugen sowie Transaktionen zu bestätigen (Mining), müssen reale wirtschaftliche Ressourcen in der Form von Ausrüstung und Elektrizität aufgewendet werden. Nur so werden Angriffe auf das Netzwerk und Blockumstrukturierungen (51% Attacken) unerschwinglich teuer. Obwohl der aktuelle Stromverbrauch hoch ist, schätzen verschiedene Studien den Anteil an erneuerbaren Energiequellen, die für das Mining genutzt werden, auf über 40%. Auch lohnt es sich, den Energieverbrauch der anwendungsreichen neuen Technologie in den Gesamtkontext zu setzen.

Ausserdem: Die erste Phase des Ethereum 2.0 Upgrades wurde bereits im Dezember gestartet. Der endgültige Wechsel auf „Proof of Stake“ sollte laut Entwicklern Ende 2021 bis Anfang 2022 erfolgen. Einzahlungen in den Staking-Contract sind bereits möglich. Aktuell wurden Ether (ETH) im Wert von über 7 Milliarden US-Dollar hinterlegt. Das entspricht ungefähr 3% der Gesamtmenge. Die Entwicklung zeigt das starke Vertrauen der Community in das Entwicklerteam. Ethereum Nutzer erhoffen sich durch die 2.0 Umstellung eine Sicherstellung der Skalierbarkeit sowie eine Senkung der Transaktionskosten des Netzwerks.


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Eine Übersicht zu den stark wachsenden dezentralen Börsen.

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Kritische Stimmen zum Energieverbrauch einiger Blockchains wie Bitcoin und Ethereum werden immer lauter. Wie funktionieren Kryptowährungen und warum wird deren Ressourcenverbrauch als zu hoch betrachtet?

Klimabilanz von Kryptowährungen


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Ethereum 2.0 Staking Contract wächst weiter


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