Iranischer Präsident fordert neuen nationalen Ansatz für Krypto-Miningindustrie

Präsident Rouhani, der auch der Stelle für wirtschaftliche Koordinierung vositzt, liess kürzlich verlauten, das Land benötige eine neue Strategie für das Mining von Krypto-Währungen. Dabei schwankt der Iran zwischen Förderung und Verbot von Teilen des Krypto-Ökosystems.

Gemäss dem iranischen Portal arzdigital, äusserte sich Hassan Rouhani diesbezüglich gegenüber der nationalen Zentralbank (CBI), der Energieabteilung und den Ministerien für Informations- und Kommunikationstechnologie. Er forderte dabei einen gründlichen Plan, in Bezug auf die Kryptowährungs-Wirtschaft auszuarbeiten.

Iran’s wechselhafte Beziehung zu Krypto-Währungen

Der Iran hat eine schwankende Beziehung zu Krypto-Währungen. Die Stimmung wechselt zwischen der Einstufung von Digitalen-Währungen als illegale Angebote und der Einführung von Vorschriften zur Schaffung eines günstigen Marktumfelds für das lokale Krypto-Ökosystem.

Erst kürzlich hatte das iranische Parlament einen Gesetzentwurf veröffentlicht, in welchem vorgeschlagen wird, strenge Richtlinien in Bezug auf Kryptobörsen und den Umtausch von Währungen anzuwenden. Das neue Parlamentsgesetz würde es den im Land tätigen Krypto-Börsen vorschreiben, sich zunächst bei der CBI registrieren zu lassen. Diese Massnahme soll möglicherweise verhindern, dass zu viel Kapital das Land verlassen kann.

Der US-Präsident Donald Trump hatte kürzlich verlauten lassen, dass die Iraner digitale Vermögenswerte nutzen könnten, um Sanktionen zu umgehen. Der Iran war indes führend bei der Anerkennung von Mining als legitimen Industriezweig. Die Regierung des Landes vergibt Lizenzen, welche Unternehmen die Rechte einräumen, digitale Vermögenswerte zu minen und diese zu verkaufen. Laut einem Branchenbericht wurden bereits nach sechs Monaten rund 1.000 solcher Lizenzen ausgestellt.

Mining ist im Iran ein Wirtschaftszweig

Der Iran nimmt neben der dominanten Rolle Chinas, eine Position unter den fünf nachfolgenden Nationen beim Mining von Krypto-Währungen ein. Sein Anteil an der Bitcoin-Hashrate liegt laut Berechnungen der Cambridge Universität bei rund 4 Prozent, was einer Verdopplung seit Anfang September 2019 entspricht. Lediglich fünf Nationen haben einen höheren Anteil an der Bitcoin-Hashrate, namentlich China (65 Prozent), die USA (7 Prozent), Russland (7 Prozent), Kasachstan (6 Prozent) sowie Malaysia (4 Prozent). Die Datenerhebung erfolgt durch die geographische Lokalisierung der IP-Adressen, welche Aufschluss darauf geben, in welchem Land die Miner tätig sind.

Auch die Ukraine beschäftigt sich mit Mining

Auch die Ukraine denkt über den Einsatz überschüssiger Energie in das Mining von digitalen Währungen zu investieren nach. Das Energieministerium der Ukraine erwägt, überschüssige Energie von Kraftwerken im Land für das Mining von digitalen Währungen, wie beispielsweise Bitcoin einzusetzen.

 

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Redaktion cvj.ch

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