Grossteil der Finanzvorstände zieht vorerst keine Bitcoin Investition in Betracht

Eine kürzlich veröffentlichte Umfrage des US-Forschungsunternehmens Gartner deutet darauf hin, dass die meisten Finanzvorstände kein Interesse an Bitcoin als Firmeninvestition haben. Grund dafür ist bei den meisten Befragten die hohe Volatilität des Krypto-Assets.

Obwohl in den letzten Monaten eine wachsende Anzahl an Tech-Unternehmen in Bitcoin investiert hat, scheinen viele Finanzvorstände nicht beeindruckt. Eine Umfrage von Marktforscher Gartner zieht den Schluss, dass von 77 Führungskräften aus dem Finanzbereich (darunter 50 CFOs) knapp 84% nicht an einer Investition interessiert sind. Im Umkehrschluss kann aber auch festgestellt werden, dass jeder fünfte Entscheidungsträger eine Investition in Betracht zieht. Dies stellt gegenüber der Vergangenheit bereits eine beträchtliche Steigerung der Wahrnehmung der alternativen digitalen Anlagevariante dar.

Hohe Volatilität und regulatorische Unklarheit

Das grösste Problem des Krypto-Assets sah die klare Mehrheit bei der Volatilität. Andere Bedenken der Befragten beinhalten Risikoaversion des Vorstandes, langsame Adoption als Zahlungsmittel, regulatorische Unklarheit und Mangel an Fachwissen über Bitcoin & Co.

Grösste Bedenken der befragten Finanzvorstände

Quelle: Gartner Finance

Laut Chief of Research Alexander Bant gibt es eine Menge ungelöster Fragen, wenn es um die Verwendung von Bitcoin als Firmen-Asset geht. Er erwartet keine rasche Zunahme an Adoption bei grossen Unternehmen, solange es nicht mehr Klarheit zu diesen Herausforderungen gibt. Über die Hälfte der Befragten möchten nämlich zuerst mehr von den Regulierungsbehörden hören und brauchen Zeit, um die Risiken einer Investition besser zu verstehen.

Bitcoin ist immer noch ein junger Vermögenswert

Selbst die 16% der Befragten, die sich eine Krypto-Investition als Teil ihrer Finanzstrategie vorstellen könnten, scheinen es nicht eilig zu haben: Fünf Prozent der Befragten gaben an, dass sie schon 2021 einige Bitcoin besitzen möchten. Ein Prozent antwortete mit einem Zeitraum zwischen 2022 und 2023, während die restlichen neun Prozent erst nach 2024 eine Investition in Bitcoin planen.

„Es ist wichtig, sich vor Augen zu führen, dass es sich hierbei um ein neu aufkommendes Phänomen in der langen Geschichte der Firmen-Assets handelt. Finanzvorstände, die finanzielle Stabilität [eines Unternehmens]gewährleisten sollen, neigen eher nicht dazu, spekulative Sprünge in unbekanntes Terrain zu machen.“ 

In der gesamten Umfrage wurde ausserdem kein Unterschied zwischen kleinen Unternehmen (< 1 Mrd. USD Umsatz) und grossen Organisationen (> 1 Mrd. USD Umsatz) festgestellt. Fünfzig Prozent der Befragten aus dem Technologiesektor erwarten, dass sie in Zukunft Kryptowährungen besitzen werden. Die Finanzmanager privater Unternehmen waren dagegen weniger positiv gegenüber Bitcoin eingestellt. Nur 7 Prozent sagten, dass sie eine Investition erwägen würden.

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