Die Zürcher B2B-Plattform GenTwo hat Florian Marty zum Managing Director ihrer Digital-Sparte GenTwo Digital ernannt. Marty leitete zuletzt als Head Blockchain Solutions bei der Bank Vontobel AG sämtliche Blockchain-, DLT- und Krypto-Initiativen der Gruppe. Diese Verantwortung trug er seit 2022.
Der Wechsel erfolgte per 3. März 2026 mit sofortiger Wirkung. GenTwo betreibt eine Plattform, über die Finanzinstitute Anlageprodukte strukturieren und verbriefen können. Seit der Gründung 2018 hat das Unternehmen mehr als 1'650 strukturierte Produkte aufgesetzt. Das Gesamtvolumen liegt bei über 6.5 Milliarden USD. Insgesamt zählt GenTwo über 300 Institute in 26 Ländern zu seinen Kunden.
Von der Grossbank zum Fintech
Marty bringt mehr als zehn Jahre Erfahrung im Investment Banking bei Vontobel mit. Dort baute er die institutionellen Digital-Asset-Angebote auf und leitete multidisziplinäre Teams. Vontobel gilt in der Branche als Vorreiter. Schliesslich war die Bank weltweit der erste Emittent, der ein klassisches strukturiertes Produkt auf der Blockchain via Smart Contract anbot.
Bei GenTwo Digital treibt Marty nun das sogenannte Assetization Framework operativ voran. Konkret geht es darum, Finanzprofis die Möglichkeit zu geben, digitale Asset-Strategien mit institutioneller Infrastruktur weltweit zu skalieren. Er verfügt über einen MSc der EPFL und ist Certified Crypto Finance Expert.
Denn GenTwo unterscheidet bewusst zwischen Assetisierung und reiner Tokenisierung. Während Tokenisierung lediglich einen Blockchain-Token erzeugt, integriert die Assetisierung Vermögenswerte als Wertpapiere ins bestehende Bankensystem. Auf diese Weise investieren institutionelle Anleger über vertraute Kanäle in neue Anlageklassen.
Institutionelle Nachfrage treibt den Markt
Der Zeitpunkt der Ernennung fällt in eine Phase, in der institutionelle Akteure ihre Digital-Asset-Strategien deutlich ausbauen. Experten schätzen den globalen Markt sogenannter unbankbarer Assets auf 78 Billionen USD. Darunter fallen Vermögenswerte, die bisher keinen effizienten Zugang zu den Kapitalmärkten hatten.
"Digitale Vermögenswerte waren seit Tag eins Teil unserer DNA. Mit Florians Fachwissen beschleunigen wir diese Vision und stärken unsere Position als globaler Infrastrukturführer im Bereich digitaler Assetisierung." - Philippe A. Naegeli, Co-Founder und CEO, GenTwo
GenTwo zählt zu den führenden Fintech-Startups der Schweiz. Das Unternehmen positioniert sich nicht als Krypto-Börse oder Token-Emittent, sondern als Infrastrukturanbieter für regulierte Finanzinstitute. Entsprechend zielt die Personalentscheidung auf Kunden ab, die digitale Vermögenswerte in bestehende Portfolioprozesse einbetten wollen.
Schweizer Standortvorteil
Die Schweiz hat sich in den vergangenen Jahren als einer der führenden Standorte für Digital Assets etabliert. So ermöglicht der regulatorische Rahmen, traditionelle Finanzinfrastruktur mit dezentraler Liquidität zu verbinden. Für Unternehmen wie GenTwo ist das ein strategischer Vorteil.
Vontobel verfolgt derweil weiterhin eine eigene Digital-Asset-Strategie und arbeitet unter anderem mit dem Custody-Anbieter Taurus zusammen. Dennoch signalisiert Martys Abgang, wie stark spezialisierte Plattformen derzeit um Talent konkurrieren. Der Wechsel zeigt gleichzeitig, dass erfahrene Digital-Asset-Experten aus dem traditionellen Banking im Fintech-Sektor gefragte Ressourcen sind.
GenTwos Wachstum von null auf über 6.5 Milliarden USD an strukturierten Assets in acht Jahren illustriert die Nachfrage nach solchen Infrastrukturlösungen. Mit Martys Ernennung setzt das Unternehmen ein klares Signal. Die Digital-Sparte soll zur zentralen Wachstumssäule werden.
"Die Konvergenz von Verbriefung, Tokenisierung und Automatisierung definiert die Kapitalmärkte neu. GenTwo bietet eine bewährte Plattform, um diese Transformation weltweit zu skalieren." - Florian Marty, Managing Director, GenTwo Digital








