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    Bitcoin steigt über 71'000 Dollar, nachdem Trump ein baldiges Ende des Iran-Kriegs signalisiert - Ölpreis fällt um 7%, Krypto-Markt wächst.

    Bitcoin steigt über 71’000 Dollar nach Trumps Entspannungssignal im Iran-Konflikt

    von Redaktion cvj.ch am 10. März 2026 News

    Bitcoin legte am Dienstag um bis zu 3.1 Prozent auf 71'088 Dollar zu. Damit überschritt die grösste Kryptowährung erstmals seit vier Tagen wieder die Marke von 71'000 Dollar. Auslöser war eine Pressekonferenz von US-Präsident Donald Trump in Doral, Florida. Dort stellte er ein baldiges Ende des Iran-Kriegs in Aussicht.

    Die Erholung folgt auf einen Rückgang am Vortag, als Bitcoin auf ein Sieben-Tage-Tief fiel. Im frühen New Yorker Handel korrigierte der Kurs leicht auf rund 70'878 Dollar. Altcoins zogen parallel an: Ether stieg um 2.2 Prozent, XRP um 2.8 Prozent und Solana um 1.9 Prozent. Seit Monatsanfang hat Bitcoin rund 7 Prozent zugelegt. Gold verlor im selben Zeitraum hingegen 2 Prozent.

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    Trumps Pressekonferenz bewegt Märkte weltweit

    Trump erklärte am 9. März, der Konflikt werde sich "sehr bald" auflösen. Das US-Militär sei dem ursprünglich geplanten Zeitrahmen von vier bis fünf Wochen "weit voraus". Konkret nannte er 5'000 getroffene Ziele, eine Reduktion der iranischen Raketenkapazität auf 10 Prozent sowie einen Rückgang der Drohnenabschüsse um 83 Prozent.

    Die Märkte reagierten breit. Europas Stoxx 600 verzeichnete seinen grössten Tagessprung seit April. Auch US-Aktienfutures stiegen. Brent-Rohöl - seit Kriegsbeginn der zentrale Stressfaktor - sank um mehr als 7 Prozent auf rund 91 Dollar pro Barrel. Am Montag hatte der Ölpreis noch einen Höchststand von 119.50 Dollar erreicht.

    Seit Kriegsbeginn war die Strasse von Hormuz de facto geschlossen. Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait und der Irak mussten ihre Ölproduktion drosseln. Trump stellte nun in Aussicht, ölbezogene Sanktionen aufzuheben. Gleichzeitig kündigte er an, die US-Marine solle Tankerschiffe durch die Meerenge eskortieren. Die G7-Staaten signalisierten ihrerseits Bereitschaft, strategische Ölreserven freizugeben.

    Ölpreis als Schlüsselvariable für den Krypto-Markt

    Die Verbindung zwischen Ölpreis und Krypto-Markt ist in diesem Konflikt besonders direkt. Bleibt Brent längerfristig über 80 Dollar, verfestigt sich das Re-Inflations-Narrativ. Eine Zinssenkung der Federal Reserve rückt dann in weite Ferne. Die Wahrscheinlichkeit einer solchen Senkung im März lag zuletzt bei nur 2.4 Prozent. Für risikoreichere Anlagen wie Bitcoin bedeutet das entsprechend Gegenwind.

    Krypto-nahe Aktien reagierten positiv auf die Entspannungssignale. Circle (CRCL) gewann 10 Prozent, MicroStrategy (MSTR) 5 Prozent und Coinbase (COIN) 2 Prozent. Der Optionsmarkt zeigt allerdings Vorsicht. Die 30-Tage-Implied-Volatility von Bitcoin erreichte ein Zwei-Wochen-Hoch. Put-Optionen auf Deribit konzentrieren sich auf dem 60'000-Dollar-Niveau - ein Zeichen für Absicherungsbedarf nach unten.

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    Bitcoin zeigt Widerstandsfähigkeit seit Kriegsbeginn

    Die USA und Israel begannen am 28. Februar Bombenangriffe auf den Iran. Bitcoin fiel zunächst, stabilisierte sich dann aber über der Marke von 68'000 Dollar. Seit dem 28. Februar hat die Kryptowährung insgesamt rund 7 Prozent zugelegt. Gold verlor im selben Zeitraum 2 Prozent. Bitcoin liess das traditionelle Krisenabsicherungs-Asset in diesem Konflikt klar hinter sich.

    Bitcoin-Preisentwicklung BTC/USD (daily) / Chart: Tradingview

    Ein entscheidender Faktor war das 24/7-Handelssystem der Krypto-Börsen. Die Bombenangriffe starteten, als traditionelle Märkte geschlossen waren. Krypto-Plattformen absorbierten somit den ersten Preisschock, noch bevor Aktien- und Rohstoffhändler am Montagmorgen reagieren konnten. Bitcoin funktioniert zunehmend wie ein US-Risiko-Asset, gestützt durch Spot-ETFs und breiteren institutionellen Zugang.

    Die Volatilität bleibt dennoch hoch. Am 7. März drohte Trump mit der "kompletten Zerstörung" des Iran, woraufhin der Krypto-Markt abverkaufte. Zwei Tage später signalisierte er das Gegenteil. Händler bewegen sich daher zwischen Hoffnung auf Deeskalation und Angst vor weiterer Eskalation.

    Langfristige Perspektive: Liquidität und Schulden

    Jenseits der täglichen Kursbewegungen verweisen Analysten auf einen strukturellen Faktor. Die US-Bundesschulden wachsen seit Mitte 2025 mit annualisiert rund 14 Prozent. In früheren US-Militärkonflikten führten erhöhte Staatsausgaben zu Geldmengenwachstum, was Risiko-Assets langfristig stützte.

    Bitcoin notiert jedoch mehr als 40 Prozent unter seinem Allzeithoch von über 126'000 Dollar aus dem Oktober 2025. Seit diesem Höchststand fehlte Kursrallyes die nachhaltige Bestätigung. Technisch sehen Analysten die 68'000-Dollar-Marke als starke Unterstützung. Auf der Oberseite wäre ein Durchbruch über 73'000 Dollar nötig, um den nächsten grossen Widerstand bei 87'000 Dollar anzuvisieren.

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    Redaktion cvj.ch

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