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    Digital Currency Group (DCG): der nächste Fall von Bilanzbetrug?

    Digital Currency Group (DCG): der nächste Fall von Bilanzbetrug?

    von Redaktion cvj.ch am 11. Januar 2023 News

    Cameron Winklevoss, CEO der US-Kryptobörse Gemini, hat in einem weiteren offenen Brief an Krypto-Konglomerat Digital Currency Group den Rücktritt von CEO Barry Silbert gefordert und DCG des Bilanzbetrugs beschuldigt. Silbert wies in einer Antwort jegliche Vorwürfe zurück.

    Zu den zahlreichen Tochtergesellschaften der Digital Currency Group (DCG) gehören Grayscale, das Unternehmen hinter dem Grayscale Bitcoin Trust (GBTC), der ehemals führende Krypto-Kreditgeber Genesis, sowie Krypto-Newspublikation CoinDesk. Seit dem FTX-Debakel kämpft insbesondere Genesis um Liquidität, was das DCG-Konglomerat in Bedrängnis bringt.

    Digital Currency Group des Betrugs bezichtigt

    In einem offenen Brief an den DCG-Vorstand behaupten die Winklevoss-Zwillinge, dass Silbert und Genesis Global Capital (eine Tochtergesellschaft der Digital Currency Group) Betrug an über 340'000 Teilnehmern des Gemini Earn-Programms begangen hätten. Diese Anschuldigung folgte auf einen öffentlichen Appell der Gemini-Gründer auf Twitter. Darin erklärte Cameron Winklevoss, dass Genesis bei Gemini mit 900 Millionen Dollar verschuldet sei und beschuldigte Silbert, auf Rechtsbeistände, Investmentbanker und bürokratische Verfahren zurückzugreifen, um sich der Verantwortung zu entziehen.

    Laut Winklevoss lieh Genesis mehr als 2.3 Milliarden Dollar an Three Arrows Capital (3AC), was dem Krypto-Konglomerat letztlich einen Verlust von 1.2 Milliarden Dollar bescherte, als der Hedgefonds im Juni 2022 zusammenbrach. Die Zwillinge behaupteten, Silbert, DCG und Genesis hätten ab Juli 2022 "eine sorgfältig ausgearbeitete Lügenkampagne" inszeniert. Dabei ging es um die Behauptung, DCG habe die verlorenen Mittel mithilfe eines 10-jährigen Schuldscheins in Genesis eingeschossen. Effektiv sei jedoch kein Kapital geflossen, um die Operationen bei Genesis zu gewährleisten. Stattdessen hätte die Digital Currency Group durch Bilanzbetrug den Umstand verdeckt.

    Three Arrows Capital als Proxy für DCG

    Weiter erklärt Winklevoss ausführlich, wo er den betrügerischen Ursprung der Genesis-Liquiditätskrise sieht. Denn als eigenständiges Unternehmen sei es schwer vorstellbar, dass Genesis angesichts der geringen Qualität der von Three Arrows Capital gestellten Sicherheiten so viel Geld an 3AC geliehen hätte. Das Ganze sei Teil eines grösseren Plans der Mutterfirma DCG gewesen. In einem rekursiven Handel gewährte Genesis dem Krypto-Hedgefonds Darlehen gegenüber Sicherheiten in der Form von Bitcoin Trust Anteilen (GBTC). Diese Darlehen reinvestierte 3AC in den Bitcoin Trust, und verpfändete sie wiederum gegenüber grösseren Darlehen.

    "Es wird jedoch immer deutlicher, dass die Interaktionen mit 3AC keine gutgläubigen, besicherten Kredite waren. In Wirklichkeit fungierte 3AC lediglich als Vermittler für Genesis und ermöglichte diesem, mit dem Grayscale Trust Tauschgeschäfte von Bitcoin gegen GBTC-Anteile abzuschliessen. Bei dieser Transaktion wettete Genesis darauf, dass die Anteile in Zukunft mehr wert sein würden als Bitcoin." - Cameron Winklevoss, Gemini Mitgründer

    Mit einer beständigen GBTC-Prämie bis 2021 sei dieser "Nullsummenhandel" gut gelaufen. Dann drehte sich der Spiess, und Genesis sei auf die Verliererseite gefallen. Doch hier liegt laut Winklevoss der springende Punkt: Genesis sei gar nie an den Gewinnen beteiligt gewesen. Die Prämie ging immer in die Taschen von Three Arrows. Somit sei für Genesis aus einem Nullsummengeschäft ein Negativsummengeschäft geworden. Die einzige logische Erklärung für die Gewährung der Darlehen sei damit die permanente Einspeisung von Bitcoin in Grayscales Trust (GBTC). Dies würde über die Verwaltungsgebühr auf ewig Geld für das DCG-Konglomerat drucken - der Zweck heiligt die Mittel.

    Das Konglomerat streitet die Vorwürfe ab

    In einem eigenen offenen Brief des CEOs Barry Silbert finden sich einige Antworten auf die Betrugsvorwürfe gegen DCG. Seit der Gründung des Konstrukts hätten alle Tochtergesellschaften als eigenständige Unternehmen mit eigenen Managementteams, Finanz- und Risikomanagementprotokollen, sowie Rechts- und Compliance-Aufsicht operiert. Die Digital Currency Group hätte niemals Geschäfte, Darlehen oder Anleihen für Genesis gesteuert. Zusätzlich zu den Schuldverschreibungen schulde das Konglomerat Genesis über zwei Darlehen rund 525 Mio. USD - fällig May 2022. Diese Darlehen seien stets zu marktüblichen Bedingungen strukturiert und zu marktüblichen Zinssätzen vergeben worden.

    Weiter behauptet das Unternehmen, sie hätten keine Kenntnis von einer behördlichen Untersuchung gegen DCG und auch keinen Grund zu der Annahme, dass es eine solche gibt. Dies steht im Kontrast zu einem kürzlich erschienenen Bloomberg-Bericht. Die vom Journal nicht offengelegten Quellen behaupten, der Östliche Bezirk von New York und die US-Börsenaufsicht SEC prüfen aktuell Geldflüsse zwischen DCG und seiner Tochterfirma Genesis. Falls der Streit mit den Winklevoss-Zwillingen vor Gericht landen sollte, was aufgrund der harschen Betrugsanschuldigungen wahrscheinlich scheint, dürften diese Ermittlungen gegen DCG rasch ans Licht kommen.

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