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    Standard Chartered baut Krypto-Prime-Brokerage auf

    Standard Chartered lanciert Handelsplattform für Kryptowährungen

    von Redaktion cvj.ch am 4. Juni 2021 News

    Die Standard Chartered Bank (StanChart) möchte eine institutionelle Handelsplattform für Kryptowährungen in Grossbritannien und Europa etablieren. Die neue Börse soll im vierten Quartal 2021 an den Start gehen, je nach Genehmigungen der zuständigen Regulatoren.

    Die Londoner Grossbank Standard Chartered gehört zu den global einflussreichsten Finanzinstituten. Ihr Innovationsarm möchte nun in Kooperation mit dem ersten lizenzierten Krypto-Börsenbetreiber aus Hongkong (OSL) eine Handelsplattform gründen. Die neue Plattform von Standard Chartered richtet sich an den europäischen Markt und soll institutionelle Händler mit Gegenparteien verbinden, die Kryptowährungen handeln möchten.

    Handelsplattform für Institutionen

    Die Partnerschaft zwischen Standard Chartered und SC Ventures sei eingegangen worden, um institutionellen Anlegern in Europa den sicheren und regelkonformen Handel mit digitalen Vermögenswerten zugänglich zu machen. Laut der Grossbank ist das Interesse von Investoren stetig angestiegen und die Chancen stehen gut, dass Kryptowährungen sich als Anlageklasse durchsetzen werden.

    "Wir sind der festen Überzeugung, dass digitale Assets auf Dauer bestehen bleiben und vom institutionellen Markt als hochrelevante Anlageklasse anerkannt werden. Wir versuchen, die Grundlagen für eine sichere und zuverlässige Anlageinfrastruktur zu schaffen." - Alex Manson, Standard Chartered Venture

    Unterdessen haben digitale Vermögenswerte eine Gesamtmarktkapitalisierung von über 1.5 Billionen USD erreicht. Deshalb sei die Zusammenarbeit zwischen marktführenden Unternehmen für die weitere Entwicklung einer robusten globalen institutionellen Infrastruktur notwendig. Während die Nachfrage für Kryptowährungen bei Kunden weiter wächst, ist es laut Standard Chartered weiterhin schwer, Zugang zu der Assetklasse zu erhalten.

    Konkurrent HSBC anderer Meinung

    Das steht im Gegensatz zum Konkurrenten HSBC. Die britische Grossbank hat sich bereits mehrfach negativ zu Kryptowährungen geäussert. Vor wenigen Wochen erklärte der HSBC-Vorstandschef in einem Interview mit Reuters, dass die Bank im Gegensatz zu anderen Finanzdienstleistern keine Pläne hat, einen Trading Desk für Kryptowährungen einzurichten.

    "Angesichts der Volatilität sind wir nicht an Bitcoin als Anlageklasse interessiert. Wenn unsere Kunden den Zugang wollen, versuchen wir diesen natürlich zu bieten. Doch wir fördern es nicht als Anlageklasse innerhalb unserer Vermögensverwaltung." - Noel Quinn, CEO HSBC

    Stattdessen ist HSBC an digitalen Zentralbankwährungen (CBDCs) interessiert. Bereits mehrere Länder arbeiten an Pilotprojekten, allen voran China und bald die USA. HSBC spricht laut CEO Quinn mit mehreren Regierungen über ihre CBDC-Initiativen, darunter Grossbritannien, China, Kanada und die Vereinigten Arabischen Emirate.

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    Über den Autor

    Redaktion cvj.ch

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